Dr. Friedhelm Hofmann ist der 88. Bischof von Würzburg.

Der Bischof

Der Begriff Bischof stammt von dem griechischen Wort episkopos, das im Deutschen Aufseher bedeutet. In der christlichen Urkirche steht das Amt für eine kollegiale Funktion neben anderen wie etwas den Diakonen. In der zweiten christlichen Generation entwickelt sich besonders in der Auseinandersetzung mit gnostischen Strömungen, das Verständnis des Bischofs als des Garant der kirchlichen Einheit an der Spitze der Kirchenhierarchie.

Ein römisch-katholischer Bischof ist Vorsteher einer Diözese. Als solcher hat er die oberste Lehr- und Rechtsvollmacht in seinem Bistum. Priester- und Laiengremien haben beratende Funktion. Ein Bischof ist stets ein Priester. Er wird von Bischöfen, darunter ein Erzbischof, mit der Zustimmung des Papstes zum Bischof gesalbt. Dabei handelt es sich um die höchste Stufe des Weihesakramentes.

Als Priester kann ein Bischof die Sakramente spenden. Vorbehalten sind ihm die Priesterweihe, die Firmung sowie die Weitergabe der Bischofsweihe. Manche seiner Aufgaben kann er in Ausnahmefällen an andere Priester übertragen.

Nach altkirchlicher und katholischer Auffassung setzt sich in den Bischöfen die Lehr- und Leitungsvollmacht fort, die Jesus den zwölf Aposteln übertrug. Den obersten Dienst der Einheit hat nach katholischem Glauben der Bischof von Rom, der Papst, als Amtsnachfolger des Petrus (Matthäus 16,18).

Dr. Friedhelm Hofmann ist der 88. Bischof von Würzburg. Papst Johannes Paul II. ernannte den 62-Jährigen am 25. Juni 2004. Hofmann war seit 1992 Weihbischof und zuständig für den Pastoralbezirk Nord des Erzbistums Köln. Seine Amtseinführung als Bischof von Würzburg erfolgte am 19. September 2004 im Kiliansdom.

Amtsvorgänger von Bischof Friedhelm Hofmann war Dr. Paul-Werner Scheele (1979-2003).