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Kiliani-Wallfahrtswoche 2021

„Eine Herausforderung für Leib und Seele“

Kiliani-Wort-Gottes-Feier mit Weihbischof Boom für Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rettungsdienste und Notfallseelsorge – Dank für wichtiges gesellschaftliches Engagement

Würzburg (POW) „Jeder Einsatz ist anders und eine Herausforderung für Leib und Seele.“ Das hat Weihbischof Ulrich Boom am Mittwochabend, 7. Juli, bei der Kiliani-Wort-Gottes-Feier für Einsatzkräfte und Notfallseelsorge betont. Den Gottesdienst unter Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften feierten rund 120 Personen im Würzburger Kiliansdom mit. Wie notwendig und schwierig der Dienst der Kräfte von beispielsweise Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Notfallseelsorge sei, habe vor gut zwei Wochen die Gewalttat am Würzburger Barbarossaplatz deutlich gemacht. „Durch Ihren Einsatz konnte, gewiss auch durch die Beteiligung vieler Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, Schlimmeres verhindert, den Verletzten geholfen und Betroffenen Trost und Hilfe gegeben werden.“ Dafür sprach ihnen der Weihbischof seinen Dank aus.

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Es sei möglich, im Vorfeld eines Einsatzes bestimmte Dinge zu besprechen, Hilfsmittel bereitzustellen und vorzubereiten sowie Abläufe abzuklären. Dennoch sei jeder Einsatz anders. „Wir werden mit Bildern konfrontiert, die uns bis in die Nacht und in die Träume hinein verfolgen.“ Er könne nur erahnen, was es heiße, an einen Einsatzort gerufen zu werden und ungewohnte Situationen und erschreckende Bilder zu sehen. Als Notfallseelsorger habe er zwei Erinnerungen an Einsätze, die er nicht vergesse, sagte der Weihbischof. In Richtung der Polizei sagte er, er wisse auch um die Einsätze, die diese habe, „wenn unsere demokratische Gesellschaft zu schützen ist, weil andersdenkende Kräfte in ihr die freiheitliche Grundordnung mit Gewalt und Zerstörung für ihre Interessen missbrauchen“.

Alle Einsatzkräfte könnten sich gut in dem Wort aus dem Epheserbrief wiederfinden, wo es heißt: „Ein Spiel der Wellen, geschaukelt und getrieben vom Widerstreit der Lehrmeinungen, im Würfelspiel der Menschen, in Verschlagenheit, die in die Irre führt.“ Es werde auf dem Rücken der Ausführenden ausgetragen, welche die richtige Entscheidung bei einer Vielfalt von Meinungen und Möglichkeiten sei. „Die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan können mit ihrem Lebenseinsatz auch für Ihren Dienst in und an der Gesellschaft Vorbilder und Helfer sein“, sagte Weihbischof Boom.

Die Frankenapostel seien keine Einzelkämpfer gewesen. „Wenn alle Kräfte zusammenwirken, können wir der Ohnmacht begegnen, die wir oft in uns erfahren, wenn uns Einsätze fordern.“ Ihren Kopf hätten die irischen Missionare für das Evangelium Christi hingehalten, das besage, dass Gott diese Welt bis in ihre Schrecken hinein liebt. „Für mich ist und bleibt das ein wahrhaft großer Zuspruch für unsere Welt.“ Die Frankenapostel haben nach den Worten des Weihbischofs ein unerschütterliches Vertrauen in sich selbst, in den Nächsten „und in den, den wir Gott nennen“ gehabt. Gottes Gesicht sei das Antlitz Jesu Christi. „In ihm hat Gott uns gezeigt, wie nahe er uns ist in unserem Leben und Sterben, in unseren Unsicherheiten und Ängsten. Das Vertrauen der Frankenapostel wünsche ich Ihnen auch bei Ihrem Dienst in und an unserer Gesellschaft.“ Pandemiebedingt konnte keine Begegnung nach dem Gottesdienst stattfinden.

mh (POW)

(2821/0668; E-Mail voraus)

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