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„Im Tod kommt unsere wahre Größe zum Vorschein“

Pontifikalgottesdienst an Allerseelen im Kiliansdom – Gedenken an verstorbene Bischöfe, Domkapitulare und Domvikare

Würzburg (POW) Bei einem Pontifikalgottesdienst an Allerseelen, Dienstag, 2. November, im Würzburger Kiliansdom hat Dompropst Weihbischof Ulrich Boom der verstorbenen Bischöfe, Domkapitulare und Domvikare im Gebet gedacht. „Wir gehen, vergehen und haben Vergehen. Der Herr aber kommt, kommt uns entgegen in unserer Vergänglichkeit“, sagte der Weihbischof. Es konzelebrierten Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran und Domkapitular Monsignore Dr. Stefan Rambacher.

In seiner Predigt verwies Weihbischof Boom auf das Grabmal, das Fürstbischof Julius Echter für seinen 1575 verstorbenen Bruder Sebastian in der Nähe des Hauptportals errichten ließ. Eigentlich hätte dieser, da er kein geistlicher Herr war, nicht im Dom bestattet werden dürfen. Doch der Fürstbischof als älterer Bruder habe diese Ausnahme vom Domkapitel erzwungen. „Ach dass doch, damit du zur gleichen Zeit mit mir leben könntest, meine Lebenszeit halbiert würde“, ist auf der von Julius Echter verfassten Inschrift zu lesen.

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Auch wenn das Grabmal fast 450 Jahre alt sei, blieben die Fragen, die sich jedem Menschen angesichts des Verlusts eines geliebten Menschen stellten, aktuell. „Die Erfahrungen gleichen sich: Schmerz empfinden über den Tod, Tränen vergießen, Hoffnungen sind zerstört, der Trauernde möchte selbst sterben.“ Auch Maria und Marta ergehe es beim Tod ihres Bruders Lazarus ähnlich. „Marta weiß vom Trost in einer fernen Zukunft: ,Ich weiß, dass er (Lazarus) auferstehen wird bei der Auferstehung am letzten Tag.‘ ,Ich bin die Auferstehung und das Leben‘, sagt Jesus zu Marta und allen, die um einen geliebten Menschen trauern. Wer Jesus glaubt und ihm vertraut, der wird auch im Tod nicht untergehen“, betonte Weihbischof Boom.

Auch Macht und Ansehen seien keine Rüstung gegen die Vergänglichkeit. „Am Ende bleibt nur der nackte Leib mit dem Tuch oder Hemd, das keine Taschen hat.“ Es ist in den Augen von Weihbischof Boom tiefsinnig, dass der tote Sebastian Echter kleiner dargestellt sei als sein Körper zu Lebzeiten. „Im Tod kommt unsere wahre Größe zum Vorschein. Im Leben geben wir uns oft größer, als wir in Wirklichkeit sind.“

Im Anschluss an den Gottesdienst leitete der Weihbischof die Prozession durch den Kreuzgang, die Sepultur und die Krypta des Kiliansdoms zu den Gräbern der verstorbenen Domkapitulare und Bischöfe. Für die musikalische Gestaltung des Pontifikalrequiems sorgte die Choralschola mit der „Missa pro defunctis“.

mh (POW)

(4421/1066; E-Mail voraus)

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