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Mit Jesus an der Seite Neues wagen

Kiliani-Wallfahrtswoche 2026
Weihbischof em. Ulrich Boom feiert Kiliani-Gottesdienst für Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus der Region Main-Rhön

Würzburg (POW) Die Frankenapostel machen Mut beim Wagnis des Glaubens. Das hat Weihbischof em. Ulrich Boom beim Kiliani-Gottesdienst am Mittwochvormittag, 8. Juli, dem Gedenktag der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan, betont. Mit rund 400 Gläubigen aus der Region Main-Rhön feierte er die Messe im Würzburger Kiliansdom. „Bei allem, was schlecht läuft in der Welt und in unserem Leben, wir können darauf vertrauen, dass Gott alles zum Guten wenden wird.“

Welche Gründe mögen den heiligen Kilian und seine Gefährten bewogen haben, ihre Heimat Irland und ihre klösterliche Gemeinschaft zu verlassen? Diese Frage stellte Weihbischof Boom an den Beginn seiner Predigt. Die Gemeinschaft habe Sicherheit geboten, sei aber gewiss auch ein Ort mit Konflikten und Auseinandersetzungen gewesen. „Wo alles sicher zu sein scheint, tauchen schnell die Fragen auf, ob das schon das ganze Leben ist. Es muss im Leben doch mehr als alles geben.“ Im Alltag des Mönchseins hätten sie die Wahrheit entdeckt, die im Wort Jesu zu finden sei: Wer sein Leben retten wolle, werde es verlieren. Wer aber sein Leben um Christi willen verliere, der werde es finden. „Aber mit der Erkenntnis ist noch lange nicht der Weg gegangen. Es braucht Mut und Durchhaltevermögen, um den Aufbruch zu wagen.“

Das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“, das die Kiliani-Wallfahrtswoche wie auch den zurückliegenden 104. Deutschen Katholikentag im Mai begleitet, passe auch zum Leben der Frankenapostel, sagte der Weihbischof. Aufbruch gelinge da, wo mutig Neues angegangen werde. Dazu gehöre immer „eine gehörige Portion Vertrauen – in Gott, in die Menschen und natürlich in sich selbst“. In der Erzählung vom blinden Bettler Bartimäus sei es Jesus, der dem Blinden helfe, die Zukunft wieder zuversichtlich in den Blick zu nehmen und das Leben mit einer neuen Sicht anzugehen. „Er ruft dich!“ heiße, das Christus mitgehe, wo man Neues wage und Gewohntes verlasse. Das gelte nicht nur für Bartimäus, sondern auch für Kilian und seine Gefährten, „für mich und für uns, hier und heute“.

In den Seligpreisungen aus der Bergpredigt werde Gottes Reich und Herrschaft auf Erden sichtbar, fuhr Weihbischof Boom fort. Sein Herz schlage für die Armen und jene, die arm dran sind, für die Trauernden und Weinenden, die Barmherzigen und Gerechten, bei denen, die das Herz eines Kindes haben und die Frieden bringen. „Bitten wir den heiligen Kilian und seine Gefährten, dass wir gleich ihnen Botinnen und Boten von Gottes Treue und Barmherzigkeit sind.“

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Wallfahrerinnen und Wallfahrer zu Getränken und einem Imbiss auf dem Platz vor dem Burkardushaus. Viele suchten das persönliche Gespräch mit Weihbischof Boom.

sti (POW)

(2826/0673; E-Mail voraus)

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