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Rund 1750 Paare bei Ehejubilarsgottesdiensten im Dom

Insgesamt 18 Gottesdienste unter Coronaschutzvorschriften mit Bischof Jung, Bischof em. Hofmann, Weihbischof Boom und Generalvikar Vorndran – Einzelsegen für die Jubelpaare

Würzburg (POW) Rund 3500 Personen aus dem gesamten Bistum haben zwischen Dienstag, 23. Juni, und Freitag, 2. Juli, die Gottesdienste für Ehejubilare im Würzburger Kiliansdom mitgefeiert. Eingeladen waren Paare, die seit 25, 50, 60 oder 65 Jahren verheiratet sind. Coronabedingt waren maximal 240 Personen im Dom zugelassen, weswegen von Bischof Dr. Franz Jung, Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann, Weihbischof Ulrich Boom und Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran insgesamt 18 Gottesdienste für die Zielgruppe angeboten wurden. Alle Zelebranten dankten den Eheleuten für ihr gelebtes Glaubenszeugnis. Das vermutlich älteste Paar waren Lydia und Leonhard Rothenhöfer aus Würzburg, die seit 71 Jahren verheiratet sind. Sie wurden von Weihbischof Boom im Gottesdienst am Dienstagnachmittag, 29. Juni, besonders begrüßt. Nach jedem Gottesdienst konnten sich die Ehepaare einzeln segnen lassen. Selbst am Dienstagabend, 29. Juni, dem Ehejubilarsgottesdienst, der parallel zum Achtelfinalspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft stattfand, kamen 120 Personen in den Dom. Aufgrund der Coronaschutzbestimmungen gab es in diesem Jahr nach den Eucharistiefeiern keine Begegnungsmöglichkeit auf dem Kiliansplatz.

Bischof Jung sagte in einer seiner Predigten, eine bleibende Aufgabe für Eheleute sei das Teilen und Mitteilen. Dort, wo die Kommunikation einzuschlafen drohe, sei die Beziehung in Gefahr. „Sich mitteilen zu können will gelernt sein. Es verlangt, fühlen und wahrnehmen zu können, was einen selbst beschäftigt, dazu zu stehen und es dann auch noch in Worte zu fassen, so dass der andere nachvollziehen kann, was gerade passiert und warum es so ist: Freude, Ängste, Trauer, Unvermögen, Ratlosigkeit, aber auch Trost und Ermutigung“, sagte der Bischof. Christus als das Wort Gottes selbst ermutige und befähige die Menschen, sich ganz in Liebe mitzuteilen. „Die reifen Früchte der Liebe erachtet Jesus als Lebenszeugnis, das Gott verherrlicht. Ich wünsche Ihnen von Herzen, in diesem Herrn zu bleiben und nie aufzuhören mit dem Wachstum.“

Bischof em. Hofmann erklärte gegenüber den Eheleuten, Jesus wirke nicht zufällig sein erstes öffentliches Wunder auf der Hochzeitsfeier zu Kana, und nicht zufällig vollende sich die christliche Hoffnung auf den Himmel im Bild des himmlischen Hochzeitsmahls. Das Wunder der Verwandlung von Wasser in Wein geschehe unspektakulär und werde von der Hochzeitsgesellschaft nicht wahrgenommen – wohl aber von den Dienern. „Für mich wird dieses Wunder auf der Hochzeit zu Kana auch zu einer grundlegenden Regel der Liebesbeziehung zwischen Gott und uns und untereinander. Christus fordert uns auf, unsere Lebenskrüge mit unserem guten Wollen, der Offenheit für Gottes Willen, mit der Bereitschaft zur Mitarbeit zu füllen“, sagte Bischof Hofmann.

Weihbischof Boom sagte zu den Ehejubilaren, die christliche Ehe sei mehr als ein Vertrag von Menschen. „Sie stellt etwas von Gottes Liebe zu den Menschen, von Jesu Christi Liebe zu seiner Kirche dar.“ Als Schlüssel für gelingendes Leben bezeichnete der Weihbischof das Vertrauen, das Menschen einander schenken. „Jede Spur von Misstrauen verstärkt die Angst, verschließt den Blick in die Zukunft, kann das Leben zur Hölle machen. Vertrauen dagegen schenkt Zuversicht, lässt die Hoffnung in uns wachsen, lässt den Himmel erahnen.“

Generalvikar Vorndran verglich die Ehe mit einem Weinstock. Ein guter Weinstock brauche seine Jahre, bis er die besten Früchte bringe. Mit zunehmendem Alter nehme der Ertrag ab, die Konzentration der Inhaltsstoffe in den Trauben nehme jedoch zu. Das lässt sich nach den Worten des Generalvikars auch auf die Lebens- und Beziehungserfahrung der Ehejubilare übertragen. „In all diesen Jahren haben Sie alte und neue Fähigkeiten bei sich und beim anderen entdeckt, haben sie entfaltet und umgesetzt. Aber sicher sind Sie auch an Grenzen gestoßen, die wehgetan haben. Vielleicht hat sich nach einem Konflikt und selbst nach einem Schicksalsschlag im Nachhinein ein Reifeprozess ergeben, der Ihr Leben danach hat konzentrierter werden lassen.“

Die Ehejubilarsgottesdienste waren der Kiliani-Wallfahrtswoche vorgeschaltet. Diese beginnt am Sonntag, 4. Juli, mit einem Pontifikalamt mit Bischof Jung im Kiliansdom und endet am Sonntag, 11. Juli, ebenfalls mit einem Pontifikalamt mit dem Bischof im Dom. Nähere Informationen sowie aktuelle Bilder und Berichte im Internet unter kiliani.bistum-wuerzburg.de.

mh (POW)

(2721/0647; E-Mail voraus)

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