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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Tue, 06 Oct 2026 05:20:21 +0200</pubDate><lastBuildDate>Tue, 06 Oct 2026 05:20:21 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-75472</guid><pubDate>Sun, 04 Oct 2026 13:32:02 +0200</pubDate><title>34 neue Stimmen für die Kinder- und Jugendchöre der Dommusik</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/34-neue-stimmen-fuer-die-kinder-und-jugendchoere-der-dommusik/</link><description>Domdekan Vorndran: „Kirche wird durch lebendige Stimmen aufgebaut“ ‒ 25 Mädchen und neun Jungen bekommen bei Gottesdienst im Kiliansdom Chornadel ans Revers geheftet</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg</strong> (POW) Bei einem Erntedankgottesdienst am 800. Todestag des heiligen Franziskus am Sonntag, 4. Oktober, hat Domdekan Dr. Jürgen Vorndran im Würzburger Kiliansdom 34 neue Mitglieder in die Reihen von Domsingknaben und Mädchenkantorei aufgenommen. Die Feier wurde live im Internet sowie auf TV Mainfranken übertragen. Domdekan Vorndran segnete die Chorabzeichen, die dann von Chorpatinnen und -paten den neuen Sängerinnen und Sängern ans Revers gesteckt wurden. Die Chorleiter Domkapellmeister Alexander Rüth und Domkantor Julian Beutmiller begrüßten den Chornachwuchs mit Handschlag, die übrigen Gläubigen taten es mit langanhaltendem Applaus.</p><p>Gemeindereferentin Alexandra Eck, Geistliche Begleiterin der Dommusik, dankte den Kindern für ihr Engagement. „Hier am Dom singen wir nicht einfach nur zusammen. Gemeinsam verkünden wir mit unseren Stimmen und in der Musik Gottes Frohe Botschaft. “ Sie dankte zudem den Eltern für ihre Unterstützung und das Vertrauen in die Dommusik.&nbsp;<span style="line-height:100%">Mit den neuen Sängerinnen und Sängern zählt die Mädchenkantorei derzeit rund 110 Mitglieder, die Domsingknaben etwa 80.</span></p><p>In seiner Predigt erklärte Domdekan Vorndran, Franziskus habe den Anruf Jesu „Bau meine Kirche wieder auf“ im 13. Jahrhundert konsequent verfolgt. Er habe vorgelebt, dass der Neuaufbau von Kirche nicht primär durch Mörtel und Steine geschehe, sondern durch ein konsequentes Leben aus dem Glauben und die radikale Hinwendung zu den Menschen am Rande der Gesellschaft. Dieses Erbe wirke bis heute nach.</p><p>Wie Kirche auch heute zukunftsfähig und voller Lebensfreude aufgebaut werden kann, habe er im Sommer auf einer Begegnungs- und Konzertreise mit der Mädchenkantorei im tansanischen Partnerbistum Mbinga miterlebt, berichtete Vorndran. Die dort spürbare Begeisterung und der mitreißende Gesang hunderter Menschen hätten eindrucksvoll gezeigt, wie vital Glaubensgemeinschaft sein könne. Dieser afrikanische „Funke der Begeisterung“ solle auch das kirchliche Leben in Würzburg anstecken.</p><p>Direkt an die Sängerinnen und Sänger gewandt, sagte er: „Wenn ihr im Chor singt, dann tut ihr genau das, was Franziskus getan hat und was die Jugendlichen in Tansania tun: Ihr gebt dem Evangelium eine Stimme.“ So tragen sie nach den Worten von Domdekan Vorndran die Freude des Glaubens in den Dom und in die Herzen der Menschen, die ihnen zuhören. „Ihr seid ein Impuls dafür, dass unsere Kirche eine Zukunft hat – jung, dynamisch und voller Klang. Danke, dass ihr da seid!“</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%">(4126/0936; E-Mail voraus)</span></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Weitere Fotos finden Sie hier:</b></u><span style="text-decoration:none"><span style="font-weight:normal"><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17911134814lxTI1HREJdmJ9" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17911134814lxTI1HREJdmJ9</a></span></span></i></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74994</guid><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 18:49:10 +0200</pubDate><title>Ein Segenslied zum Abschied</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/ein-segenslied-zum-abschied/</link><description>Mädchenkantorei trifft zum Abschluss ihrer Tansania-Reise junge Künstlerinnen und Künstler in Bagamoyo</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Mbinga/Bagamoyo </strong>(POW) Zum Abschluss ihrer Tansania-Reise hat die Mädchenkantorei der Würzburger Dommusik am Donnerstag, 10. September, das renommierte Institut für Kunst und Kultur „Taasisi ya Sanaa na Utamaduni“ in Bagamoyo besucht. Dort werden über 600 junge Menschen in Fächern wie Musik, Theater, Tanz, Malerei oder Fotografie unterrichtet. Es gibt auch Kurse in Film- und Musikproduktion. Die traditionsreiche Schule, in der viele der bekanntesten Künstler Tansanias lehren, vermittelt außerdem Grundwissen über die Kultur Tansanias und setzt sich mit modernen Strömungen wie Soziale Medien und Künstliche Intelligenz auseinander.&nbsp;</p><p class="western"><br />Auf der großen Bühne der Schule führten verschiedene Gruppen für die Gäste aus Deutschland Gesänge und Tänze auf. Besonders eindrucksvoll war ein Willkommenstanz, in dem Rhythmus, Gesang und schauspielerische Elemente zusammengeführt wurden. Danach traten die Sängerinnen und ihr Dirigent Domkapellmeister Alexander Rüth mit einer leicht gekürzten Version ihres Konzertprogramms „Hope - Faith – Love“ auf. Besonders bewegend war das Segenslied „Irish Blessing“, bei dem der Chor in einem großen Kreis um das Publikum zog und es so in seinen Gesang einschloss. Für Jakob Keller, musikalischer Assistent der Dommusik, war das nach eigenem Bekunden ein besonders bewegender Augenblick, weil es gleichzeitig auch sein letzter Auftritt mit der Mädchenkantorei war. Er wird ab dem 16. September als Regionalkantor in Schweinfurt arbeiten.</p><p class="western"><br />Die tansanischen und deutschen Musikerinnen und Musiker trafen sich nach dem Auftritt noch zum gemeinsamen Mittagessen. Anschließend wurden die deutschen Gäste vom Lehrer John Sajatti über das Gelände der Schule geführt. Nach der Ankunft im Hotel hieß es dann für die Gruppe und ihre Betreuer packen. In der Nacht ging es weiter zum Flughafen in Dar Es Saalam. Am Freitag, 11. September, wird die Gruppe wieder in Deutschland landen.&nbsp;</p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><i>Aus Mbinga berichtet Burkard Vogt (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%">(3826/0853; E-Mail voraus)</span></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Alle Fotos finden Sie hier:</b></u><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789058801EZKK24ITYWKhYI" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789058801EZKK24ITYWKhYI</a></i></span></p><p><iframe title="Mädchenkantorei trifft auf afrikanische Kunst und Kultur" width="560" height="315" src="https://peertube.katholisch.social/videos/embed/gVa62ibKH1nH5Kza25RPzm" allow="fullscreen" sandbox="allow-same-origin allow-scripts allow-popups allow-forms" style="border: 0px;"></iframe></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74917</guid><pubDate>Sun, 06 Sep 2026 19:40:52 +0200</pubDate><title>„Musik drückt aus, was in Worten nicht zu fassen ist“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/musik-drueckt-aus-was-in-worten-nicht-zu-fassen-ist/</link><description>Chöre aus Würzburg und Mbinga gestalten gemeinsam einen besonderen Gottesdienst</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Mbinga </strong>(POW) Das hat es in der Kilianskathedrale in Mbinga, der Partnerdiözese des Bistums Würzburg in Tansania, so noch nie gegeben: Am Sonntag, 6. September, gestalteten ein deutscher und ein tansanischer Chor gemeinsam die Messfeier am Morgen. Der Domchor Sankt Cecilia sang gemeinsam mit der Würzburger Mädchenkantorei ‒ mal im Wechsel, mal gemeinsam. Die 43 Sängerinnen aus Deutschland sind gemeinsam mit Domkapellmeister Alexander Rüth, einem Betreuerteam und unter der Reiseleitung von Afrikareferent Burkhard Pechtl bereits seit einer Woche in Tansania. Begleitet werden sie von Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran. Nach dem Gottesdienst brachen sie von der Bischofsstadt auf zu weiteren Stationen im Land.</p><p class="western">„O clap your hands all ye people – Ihr Völker alle klatscht in die Hände“ hieß das Stück, das die Mädchenkantorei zum Einzug sang. Das beschrieb die Situation ganz gut, denn hier traf europäische auf afrikanische Musik. Letztere kommt nicht ohne Rhythmus, Klatschen und Bewegung aus. Vier Lieder sangen die beiden Chöre gemeinsam und erfüllten damit den Kirchenraum. Ungewöhnlich für einen deutschen Chor: Die Gesänge wurden begleitet von einer elektronischen Orgel mit Rhythmusfunktion und einem Percussion-Ensemble. &nbsp;</p><p class="western">Den Gottesdienst zelebrierte Dompfarrer Beda Komba gemeinsam mit Generalvikar Vorndran und dem für die Liturgie im Bistum Mbinga verantwortlichen Father Aidan Nchimbe. Vorndran dankte am Ende für die große Gastfreundschaft der Tansanier. Er zog als Fazit von den vielen Begegnungen, in denen immer die Musik im Mittelpunkt stand, dass diese Reise ein Impuls für eine neue Säule im Rahmen der Diözesanpartnerschaft sei. „Das gibt uns Kraft und Hoffnung für die Zukunft unserer Kirche“, sagte der Generalvikar. Vorndran richtete auch Grüße von Bischof Dr. Franz Jung und Weihbischof Paul Reder aus.</p><p class="western">„Musik drückt das aus, was in Worten nicht zu fassen ist“. Mit diesen Worten dankte Rüth dem Verwaltungschef der Diözese Mbinga, Father Celestine Kapinga, und leitete über zum Abschiedsgesang der Mädchenkantorei „Irish blessing“. Mit diesem Lied brachte der Chor zum Ausdruck, dass das hoffentlich nicht der letzte Besuch im Partnerbistum Mbinga gewesen ist.</p><p class="western text-right"><em>Aus Mbinga berichtet Burkard Vogt (POW)</em></p><p>(3726/0841; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Alle Bilder finden Sie hier:</strong>&nbsp;<a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17887163776wz70BsXOxOo59" target="_blank" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17887163776wz70BsXOxOo59</a></em></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74850</guid><pubDate>Tue, 01 Sep 2026 14:35:31 +0200</pubDate><title>Generalvikar Vorndran besucht erstmals das Partnerbistum Mbinga</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/generalvikar-vorndran-besucht-erstmals-das-partnerbistum-mbinga/</link><description>Mbinga (POW) Zum ersten Mal besucht derzeit Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran das Würzburger Partnerbistum Mbinga in Tansania. Er begleitet die Würzburger Mädchenkantorei bei ihrer Konzert- und Begegnungsreise. </description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Vorndran reiste zwei Tage lang via Dar Es Salaam an. Er wurde am Montag, 31.&nbsp;August, von Bischof John C. Ndimbo herzlich auf dem Gelände des Bischofshauses in Mbinga empfangen. Die kommenden Tage wird er die Diözese kennenlernen. Die Schule beim Bischofshaus und das Inklusionsprojekt für Albino-Kinder hat er bereits besucht. Weiter geplant sind ein Gespräch mit den Verwaltungskräften der Diözese und Besuche in verschiedenen Pfarreien. Am Sonntag, 6.&nbsp;September, wirkt Generalvikar Vorndran beim Pontifikalamt im Kiliansdom von Mbinga mit, der musikalisch von der Würzburger Mädchenkantorei unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth gestaltet wird.</span></span></p><p class="text-right"><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><i>Aus Mbinga berichtet Burkard Vogt (POW)</i></span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(3626/0830; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen</u></i></b><i>: Fotos abrufbar im Internet </i></span></span></p><p><em><strong>Videos finden Sie hier:&nbsp;<a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1788428532qtx8rLNYmEDXNy" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1788428532qtx8rLNYmEDXNy</a></strong></em></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Kurzmeldungen</category><category>Mbinga</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74746</guid><pubDate>Wed, 26 Aug 2026 15:09:35 +0200</pubDate><title>Mit Musik Grenzen überwinden</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/mit-musik-grenzen-ueberwinden/</link><description>Als Kulturbotschafterinnen der Stadt Würzburg nach Tansania ‒ Mädchenkantorei der Dommusik geht auf Reise ins Partnerbistum nach Mbinga ‒ Empfang im Rathaus</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg </strong>(POW) Als Kulturbotschafterinnen hat die Stadt Würzburg am Mittwoch, 26. August, die Mädchenkantorei der Dommusik bei einem Empfang im Rathaus entsandt. Die über 40 Sängerinnen werden von Donnerstag, 27. August, bis Freitag, 11. September, im tansanischen Partnerbistum Mbinga unterwegs sein. Dort geben sie Konzerte und gestalten Workshops und Gottesdienste unter dem Motto „Hope – Faith – Love“. Begleitet werden sie von Domkapellmeister Alexander Rüth, Mitarbeitern der Dommusik und Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran.</p><p>„Ihr seid Botschafter unserer Stadt und unserer Diözese“, sagte dritter Bürgermeister Joachim Spatz in seiner Aussendungsrede. Die Stadt Würzburg unterhält eine Partnerschaft mit Mwanza im Norden Tansanias, das Würzburger Partnerbistum Mbinga liegt im Süden des Landes. „Ihr fahrt dahin, wo eine Diözese mitten im Leben der Menschen ist, und werdet dort fantastische Erfahrungen machen“, versprach Spatz den Jugendlichen. Wichtig sei es, dort den Menschen mit Respekt und auf Augenhöhe zu begegnen. „Stellt Fragen aller Art, denn Tansania ist ein wahnsinnig interessantes Land“. Solch eine Reise mache erlebbar, wie Menschen in anderen Regionen leben, und helfe zu verstehen, warum sie so handeln, wie sie handeln.</p><p>Domkapellmeister Alexander Rüth dankte der Stadt Würzburg für den Empfang. Er freue sich darauf, mit dem Chor nach zehn Jahren endlich wieder auf eine solche Reise gehen zu können. Zuletzt hatte es zunächst wegen der Corona-Pandemie und dann wegen der weltpolitischen Lage nicht geklappt, auf Reisen zu gehen. Doch nun sei es im 55. Jahr des Bestehens der Mädchenkantorei wieder soweit. „Unsere Musik soll dafür sprechen, dass Grenzen für die Musik nicht existieren, soll ein Türöffner sein für unvergessliche Momente“, sagte er zu seinen jungen Sängerinnen. Die grundsätzliche Haltung für die kommenden Wochen beschrieb Rüth so: „Wir reisen als Lernende und kommen bereichert wieder zurück“.</p><p>Der Chor sang im Ratssaal des Würzburger Rathauses die Lieder „Sayari yeetu – Kein schöner Land“ und „Irish blessing“. Nach einer kleinen Stärkung ging es zu einer letzten Probe vor der Abreise in die Proberäume der Dommusik.</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>bv (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(3526/0810; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74551</guid><pubDate>Fri, 07 Aug 2026 11:12:13 +0200</pubDate><title>Neue Vorchöre der Dommusik</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/neue-vorchoere-der-dommusik/</link><description>Neue Gruppen starten im September – Angebot für Jungen und Mädchen in der ersten und zweiten Klasse</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Vorchöre der Dommusik Würzburg starten ab Montag, 21. September, mit neuen Gruppen. Das Angebot richtet sich an alle singbegeisterten Jungen und Mädchen der ersten und zweiten Klasse, heißt es in einer Pressemitteilung.</p><p>Im Vorchor entdecken die Kinder die vielfältigen Möglichkeiten, die ihnen ihre Stimme bietet. Auf spielerische Weise lernen sie, sich eigenständig mit einem Notentext vertraut zu machen und einfache Melodien vom Blatt zu singen. Der Spaß an der Chormusik steht dabei im Vordergrund. Neben einer fundierten musikalischen Ausbildung legen die Verantwortlichen Wert darauf, dass die Kinder Freude am Singen und am musikalischen Ausdruck entwickeln und soziale Kompetenzen im Umgang untereinander erwerben. Die sensible Wahrnehmung eines jeden Sängers für den anderen und die Verantwortung füreinander seien Voraussetzungen für das erfolgreiche gemeinsame Chorsingen – so werde bei den Chören am Würzburger Dom eine Kultur des Hörens, der Toleranz und Aufmerksamkeit vermittelt und gelebt. Die Chöre verstehen ihre Arbeit nicht nur rein musikalisch, sondern auch konfessionsübergreifend als außerschulische Jugendbildung mit sozialpolitischem Auftrag. Dementsprechend stehen in einem Chorjahr auch gemeinsame Aktivitäten wie ein Spieletag auf der Burg der Dommusik an.</p><p>Neben Proben dürfen die Nachwuchsmusiker im geschützten Rahmen auch erste Erfahrungen auf einer Konzertbühne sammeln. Sobald die jungen Sängerinnen und Sänger in die Hauptchöre der Mädchenkantorei und der Domsingknaben übertreten, sind sie regelmäßig in Konzerten und Gottesdiensten im Würzburger Dom zu hören. Außerdem sind sie auf Konzertreisen in ganz Deutschland und Europa unterwegs. „Dank des außerordentlichen Engagements des Bistums Würzburg, vieler aktiver und ehemaliger Chormitglieder, Eltern und Freunde und der Förderung durch den Dommusikverein haben die Mädchenkantorei und die Domsingknaben einen hohen musikalischen und künstlerischen Standard erlangt und können sich mit europäischen Spitzenchören messen“, schreibt die Dommusik.</p><p>Der Vorchor I für Kinder der ersten Jahrgangsstufen findet montags von 15 bis 15.45 Uhr statt.</p><p>Der Vorchor II für Kinder der zweiten Jahrgangsstufen findet montags von 16 bis 17 Uhr statt.</p><p>Das Singen in den Chören der Dommusik ist kostenlos. Die Proben finden in den Räumen der Dommusik über dem Domkreuzgang statt. Schnuppertermine und weitere Informationen bei der Dommusik, Telefon 0931/38662271, Internet <a href="https://www.wuerzburger-dommusik.de" target="_blank">www.wuerzburger-dommusik.de</a>.</p><p>(3326/0781; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74550</guid><pubDate>Fri, 07 Aug 2026 10:49:15 +0200</pubDate><title>„Kirche in Bayern“: Würzburger Domglocken „in concert“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/kirche-in-bayern-wuerzburger-domglocken-in-concert/</link><description>Würzburg (POW) Beim 104. Deutschen Katholikentag hat sich der Würzburger Kiliansplatz für fast eine Stunde in einen Konzertsaal verwandelt: Mehr als 400 Menschen lauschten dem Glockenkonzert mit dem Geläut des Würzburger Kiliansdoms. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Das außergewöhnliche Klangerlebnis ist im ökumenischen Fernsehmagazin „Kirche in Bayern“ in der Sendung am Sonntag, 9. August, nochmals zu hören. Wer nicht genug von den Domglocken bekommt, hat am Samstag, 15. August, von 17.30 bis 18.15 Uhr auf Bibel TV nochmals die Gelegenheit. Das Kirchenmagazin wird moderiert von Agnes Krafft. Im Gefängnis München-Stadelheim wurden in der Zeit des Nationalsozialismus mehr als 1000 Menschen hingerichtet. Die Hinrichtungsakten lagern im Staatsarchiv München, inklusive Abschiedsbriefen, die zum Teil nie abgeschickt wurden. Die Aktion #lostwords sucht nun die Hinterbliebenen, um diese Briefe den Angehörigen zuzustellen. In der Sommerserie „Kirche &amp; ich: Ehrenamtliche im Porträt“ stellt das Bistum Eichstätt Menschen vor, die Kirche lebendig machen, diesmal aus dem Dekanat Nürnberg-Süd. Die bayerischen Posaunenchöre haben einen Weltrekord aufgestellt: 72 Stunden spielten sie in der Kirche Sankt Jakob in Nürnberg ohne Pause durch. Posaunenchöre aus ganz Deutschland unterstützten die Aktion. Früh übt sich: Die Bamberger Dommusik bietet für Kinder ab eineinhalb Jahren den „Musikgarten“ an. Und noch mehr Musik: Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren kommt die Bischof Manfred Müller Schule in Regensburg zum Ende des Schuljahrs zum Sommersingfest zusammen. „Kirche in Bayern“ ist nahezu flächendeckend in ganz Bayern zu sehen, und zwar sonntags jeweils auf den Lokalsendern sowie im Internet auf <a href="http://wotsch.tv" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">wotsch.tv</a>. Informationen im Internet unter <a href="https://www.kircheinbayern.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.kircheinbayern.de</a>.</p><p>(3326/0779; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Kurzmeldungen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74408</guid><pubDate>Thu, 30 Jul 2026 13:32:41 +0200</pubDate><title>Spuren in den Herzen hinterlassen</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/spuren-in-den-herzen-hinterlassen-1/</link><description>Schwester Katharina Merz als Leiterin des Gymnasiums der Sankt-Ursula-Schule verabschiedet – Pontifikalgottesdienst im Kiliansdom und Festakt in der Schule – Bischof Jung: „Unendlich viel Energie, Zeit und Liebe investiert“ – Kreative Aktionen der Schulgemeinschaft – Dank für Sachverstand und Hingabe</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Knallrote Luftballons formen vor dem Altar das Wort „Danke“, ein buntes Steuerrad lehnt am Ambo, und in einem herzerwärmenden Video wünschen alle Schülerinnen „Freude, Gesundheit und viele schöne Momente“: Schwester Katharina Merz, Oberin des Ursulinenklosters Würzburg, hat das Schulschiff Sankt-Ursula-Schule nach insgesamt 31 Jahren als Schulleiterin verlassen. Von 1995 bis 2024 leitete sie die Realschule, seit 2009 auch das Gymnasium. Beim Gottesdienst zum Schuljahrsende im Würzburger Kiliansdom und einer Feier in der Sankt-Ursula-Schule wurde sie am Mittwoch, 29. Juli, als Leiterin des Gymnasiums verabschiedet. Merz habe „unendlich viel Energie, Zeit und Liebe in die Schulleitung und in ihre Schulen investiert“, sagte Bischof Dr. Franz Jung: „Für Ihr überzeugendes Engagement über mehr als 30 Jahre danke ich Ihnen von Herzen. Bleiben Sie behütet und gesund!“</p><p>Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Alles hat seine Zeit – dankbar loslassen – mutig weitergehen“. Diese Feier sei ein besonderer Moment des Übergangs, sagte Domvikar Dr. Matthias Leineweber, Priester in der Schulpastoral an der Sankt-Ursula-Schule Würzburg. Merz habe die Schule über viele Jahre hinweg geprägt, getragen und gestaltet. Zugleich gehe die Leitung der Schule nun in weltliche Hände über. „Wir danken für das Gewachsene und vertrauen darauf, dass Gott auch den neuen Weg begleitet.“</p><p>Schülerinnen brachten rote Luftballons in den Altarraum, die dort das Wort „Danke“ formten. Jeder Buchstabe hatte zudem eine eigene Bedeutung. Das „D“ stehe für Dank – für Begleitung, Freundschaften, und besonders Merz für ihre Zeit, Geduld und Sorge um die Schule: „Sie haben uns gezeigt, dass Schule mehr ist als Lernen und Leistung.“ „A“ wie Anerkennung sprachen die Schülerinnen Merz für ihre Bereitschaft aus, Verantwortung zu tragen und Entscheidungen zu treffen. „N“ wie Nächstenliebe habe Merz vorgelebt: „Viele von uns haben gespürt, dass Sie nicht nur auf Regeln und Leistungen geschaut haben, sondern auf den Menschen dahinter.“ „K“ wie Kollegialität stehe für Gemeinschaft, Zusammenarbeit und Miteinander. „E“ wie Empfindsamkeit „verbinden wir besonders mit Ihnen. Sie hatten ein offenes Ohr für die Anliegen anderer. Wir wünschen Ihnen für Ihren neuen Weg Gottes Segen, Menschen, die Sie begleiten, und viele Momente, in denen Sie spüren: Ihr Wirken an unserer Schule bleibt in Dankbarkeit lebendig.“</p><p>Als Symbol für das Licht, das immer weitergetragen wird, wurde am Altar eine Kerze entzündet. Eine Ordensschwester und eine Schülerin hielten das Licht, damit Merz daran eine zweite Kerze entzünden konnte, die sie wiederum an ihren Nachfolger Studiendirektor im Kirchendienst Norbert Siemer übergab, bislang stellvertretender Leiter des Gymnasiums. „Licht ist nicht dazu da, bewahrt zu werden, indem man es festhält. Licht ist dafür da, weitergegeben zu werden. Es lebt davon, dass wir es weitertragen, in unserem Handeln, in unserem Miteinander, in dem, was wir aus dieser Schule machen“, hieß es.</p><p><em><strong>Bischof Jung: „Danke für Ihr mutiges, bärenstarkes Vorbild“</strong></em></p><p>Gleich vier Heilige zog Bischof Jung in seiner <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/danke-fuer-diese-lebensleistung/" target="_blank" class="external-link">Predigt</a> heran, um Merz zu charakterisieren. Kunstlehrerin Anne-Rose Volk hatte dazu eigens vier Porträts angefertigt, die im Altarraum aufgestellt waren.&nbsp;So bedeute der Name der heiligen Ursula, nach der die Schule benannt ist, „kleine Bärin“. Wie eine Bärin habe auch Merz „mit großer Entschiedenheit“ für ihre Schülerinnen und die Schule gekämpft. Der Bischof erinnerte an die Großkundgebung „Fünf vor zwölf“ gegen die finanzielle Benachteiligung von Privatschulen durch den Freistaat im Jahr 2022 in München. Diese habe zu einer Verbesserung der Refinanzierung der Privatschulen geführt. „Danke für dieses mutige, bärenstarke Vorbild, das auch die künftige Schulleitung wie die Freisinger Bischofskonferenz in Zukunft brauchen werden angesichts klammer Kassen.“</p><p>Die heilige Angela, die Gründerin der Ursulinen, heiße übersetzt die „Engelgleiche“, fuhr der Bischof fort. Wie jeder Engel habe auch Merz eine „glasklare Vision“ gehabt: „Sie lautet, jede einzelne Schülerin wertzuschätzen, jede einzelne wahrzunehmen mit ihren Begabungen und Talenten. Und jeder die Förderung angedeihen zu lassen, die sie für ihre weitere Entwicklung braucht.“ Merz sei es gelungen, dieses Feuer für ihre Mission auch in anderen zu entzünden, die in der Schule ihren Dienst tun. „Dieses Feuer zu hüten, wird die Aufgabe der künftigen Schulleitung sein.“</p><p>Die heilige Katharina, eine hochgebildete, selbstbewusste Frau, gelte unter anderem als Patronin des katholischen Bildungswesens. Auch Merz habe junge Frauen dazu ermutigen wollen, selbstbewusst in die Zukunft zu gehen und auch Führungsrollen zu übernehmen. In einem Lobgedicht auf die heilige Katharina heiße es, sie habe sich um Verheißungen gekümmert, nicht um irdische Widrigkeiten. Das passe zu Merz‘ Engagement als Leiterin der Realschule (ab 1995) und des Gymnasiums (ab 2009) sowie bei der Renovierung der Schule über sieben Jahre bei laufendem Betrieb, erklärte der Bischof.</p><p>Merz sei nicht nur Schulleiterin, sondern leite auch den Konvent der Ursulinen. Der heilige Antonius sei bis heute an der Außenwand der Antoniterkirche zu sehen. 1725 hätten die Ursulinen das leerstehende Antoniterkloster gekauft, um dort ihren Konvent und ihre Schule einzurichten. Antonius habe die Mönche gelehrt, an einem Ort zu bleiben, ohne vor sich oder vor den Herausforderungen des Lebens wegzulaufen, und er habe sie die Kunst des Zusammenlebens gelehrt. Auch Merz habe diesen Ort als ihre geistliche Heimat angenommen und gestaltet. Sie habe ihr Leitungsamt „mit großer Hingabe, Sorgfalt und Liebe zu ihren Schwestern ausgeübt“, betonte Bischof Jung. Er wünschte Merz die innere Freiheit, loslassen zu können. Das bedeute, dankbar auf das Erreichte zu schauen, aber auch der nachfolgenden Schulleitung die Freiheit einzuräumen, die Dinge so zu gestalten, wie sie es für richtig erachte.</p><p><em><strong>Symbolische „Steuerübergabe“ an die künftigen Schulleiter Siemer und Retsch</strong></em></p><p>Zum Abschluss des Gottesdienstes übergab Merz ein symbolisches Steuerrad an ihren Nachfolger Norbert Siemer und dessen künftigen Stellvertreter Studiendirektor im Kirchendienst Harald Retsch, derzeit Mitglied der Schulleitung. Seit 1712 hätten sich die Ursulinen „mutig auf den Weg gemacht, eine Schule aufzubauen“. Ihre Vision gelte es weiterzutragen und das Sankt-Ursula-Schiff weiter in die Zukunft zu steuern. „Wir alle helfen zusammen im Bewusstsein, dass es letztlich nur den einen großen Steuermann gibt. Fahrt in Gottes Namen!“ Siemer zitierte einen Seemannsspruch aus seiner norddeutschen Heimat: „Gott ist mein Lotse, Gott ist mein Steuermann.“ Mit Gottes Segen werde der Weg der Schule als Gemeinschaft weitergehen und die Fahrt gelingen. „Fahren wir hinaus und freuen wir uns auf das, was kommt, dankbar verbunden mit dem, was uns an Mut und Zuversicht durch Schwester Katharina und die Schwestern des Konvents mit auf den Weg gegeben wurde.“</p><p>Die Schülersprecherinnen begrüßten Siemer in der neuen Rolle als „Steuermann“ und wünschten ihm für die neue Aufgabe viel Erfolg. Ihr Dank galt Merz für ihre Geduld, ihre Entscheidungen zum Wohl der Schule, ihr Zuhören und ihre Ermutigung. „Sie haben Spuren hinterlassen in unserer Schule, in unseren Herzen, in unseren Erinnerungen.“</p><p>Die „Domband“ mit Schülerinnen und Lehrern der Sankt-Ursula-Schule unter der Leitung von Lucia Herr sowie ein Projektchor unter der Leitung von Claudia Breitfeld gestalteten die Feier musikalisch.</p><p><em><strong>Grußworte: Dankbarkeit und ein Apfelbäumchen mit guten Wünschen</strong></em></p><p>Lang war die Liste der Grußredner, die bei der anschließenden Feier in der Sankt-Ursula-Schule ihre Dankbarkeit und guten Wünsche vorbrachten. Die Verabschiedung von Merz sei zugleich der Abschied von einer „jahrhundertealten Tradition“, sagte Missionsbenediktinerin Schwester Dr. Hanna Sattler, stellvertretende Direktorin des Katholischen Schulwerks in Bayern. Nun gebe es in ganz Bayern keine allgemeinbildende Schule mehr mit einer Ordensfrau oder einem Ordensmann an der Spitze. Doch Sattler nannte die Entscheidung „zukunftsorientiert und realistisch“: „Ihnen geht es darum, dass es mit der Schule und der Gemeinschaft gut weitergeht.“ Sie übergab Merz die „Ehrenauszeichnung für Sachverstand und Hingabe“.</p><p>Merz strahle „Ruhe, Beharrlichkeit und ein tiefes Gottvertrauen“ aus, sagte Dr. Christoph Robert, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Unterfranken. Er attestierte ihr eine „unglaubliche Freiheit des Geistes“. Er schätze ihr Lächeln, ihr Wissen und ihre Menschlichkeit. Schulen in kirchlicher Trägerschaft seien eine große Bereicherung für das Bildungssystem, fuhr Robert fort. Die Schülerinnen ermunterte er, ihre Talente zu nutzen und Verantwortung zu übernehmen: „Lasst Euch nie sagen, dass Ihr etwas nicht könnt.“ Joachim Spatz, dritter Bürgermeister der Stadt Würzburg, dankte im Namen der Stadtgesellschaft für Merz‘ Engagement „in der Mitte und im Herzen der Stadt“. Die Ursulinen hätten Mädchenbildung in einer Zeit ermöglicht, in der dies gesellschaftlich noch nicht selbstverständlich gewesen sei. Doch zum Wissen brauche es auch einen Kompass. „Wissen ohne Herz birgt Gefahren. Ich habe Sie als Menschen kennengelernt, der das Herz sprechen lässt. Wir brauchen Menschen wie sie.“</p><p>Schwester Johanna Ankenbauer und Schwester Rut Baumann überreichten Merz ein Apfelbäumchen mit „Äpfeln“, auf die jede Schwester ein persönliches Wort geschrieben hatte. „Dieser Tag ist eine historische Zäsur für die Schwestern, die Schule und den Orden. Wir wissen, wie schwer dieser Schritt für Dich ist.“ Doch die Schule gehe in gute Hände über. „Gott bleibt an dieser Schule und trägt unser Werk in die Zukunft.“ Für den Elternbeirat dankte Vanessa Jansen. Die Schule habe Generationen von Schülerinnen auf ihrem Weg begleitet. „Immer stand der Mensch im Mittelpunkt. Sie waren in allen Stürmen der Anker. Danke für Ihren Einsatz, Ihre Herzlichkeit und Menschlichkeit.“ Sie hatte als Abschiedsgeschenk farbenfrohe Papierblumen mitgebracht. Mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“ sagten die Schülersprecherinnen Danke. Sie führten einen raffiniert geschnittenen Film vor, in dem alle Klassen gemeinsam der scheidenden Schulleiterin Freude, Gesundheit und viele schöne Momente wünschen – wobei jede Klasse nur ein bis zwei Worte sagt. „Mit einem großen Lächeln sagen wir Danke und auf Wiedersehen!“</p><p>Mit Merz bringe sie vor allem das Wort „Vertrauen“ in Verbindung, sagte Eva Rudolph, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung. „Du vertraust auf Gott, das zeigen Deine Arbeit und Dein Leben.“ Mit einem Rosenbogen – vorerst nur als großes Bild – dankten Elisabeth Höfling und Mechtild Hentzschel vom Freundeskreis der Schule. Merz sei es zu verdanken, dass die Schule, die Schülerinnen und das Kollegium „so blühen, wie sie es jetzt tun“. Die Rosen stünden für die vielen Menschen, die Merz geprägt habe, der Rosenbogen solle das Tor zu „neuen, freudigen Aufgaben“ sein und für die „tiefen Wurzeln“, die Merz hinterlasse.</p><p><em><strong>Siemer: Den Schatz der Schule weitertragen</strong></em></p><p>Norbert Siemer hatte eine kleine Figur mitgebracht, die er von Merz bekommen habe. Sie hält ein Gefäß in den Händen und erinnere ihn an ein Wort von Paulus aus dem zweiten Korintherbrief: „Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen.“ Die Schwestern hätten immer wieder die Erfahrung gemacht, dass das, was sie aufgebaut hatten, von anderen zerstört wurde, etwa in der Zeit des Nationalsozialismus, als der Glaube aus den Schulen verschwinden sollte. „Die Schwestern haben den kostbaren Schatz weitergetragen bis heute. Wir werden den Weg weitergehen, das Gute bewahren und dort, wo es notwendig wird, Neues beginnen.“ Für ihn liege der Schatz der Schule unter anderem in der Kirche auf dem Schulgelände, in den Klassengottesdiensten, in der Hilfe der Schwestern für die Bedürftigen, in den Gesprächen mit den Schülerinnen im Unterricht, fuhr Siemer fort. „Jeder junge Mensch ist dankbar, wenn er spürt, dass es Menschen gibt, die ihm helfen wollen. Darin liegt der Schatz unserer Schule verborgen, den wir weitertragen möchten.“ Merz wünschte er den Mut, die kommende Zeit „als etwas ganz Kostbares anzunehmen. Vielen Dank für alles und Gottes Segen.“</p><p>Sichtlich bewegt dankte Merz in einem kurzen Schlusswort für alle guten Wünsche. Sie zitierte einen Satz, den sie vor 31 Jahren bei der Verabschiedung von Schwester Lioba Mehler, ihrer Vorgängerin in der Leitung der Realschule, gesagt hatte: „Weil Gott dich nie aus seiner Liebe entlässt, wartest du vergeblich auf deine Pensionierung.“ Nun schließe sich der Kreis: „Egal wie alt man ist, wenn man Gott zum Chef hat, gibt es immer etwas zu tun.“ Sie werde nicht ganz aus der Welt sein, unter anderem als Vertretung des Schulträgers. Merz dankte allen, die ihr zur Seite gestanden waren, vor allem ihren Mitschwestern: „Ich freue mich, dass ich nun mehr Zeit für Euch habe.“ Ihrem Nachfolger Siemer wünschte sie alles Gute für die Zukunft. „Du bist im Kollegium anerkannt und geschätzt, wir erleben Dich als Menschen, der aus dem Glauben lebt. Unsere Schule soll ein Ort bleiben, an dem junge Menschen ermutigt werden, wo sie aus dem Glauben Zuversicht gewinnen und die Zukunft gestalten.“</p><p>Das Bläserensemble der Schule gestaltete den Festakt unter anderem mit einer „Greatest Showman Selection“.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/354-bye-bye-sr-katharina-1/embed?context=external&amp;theme=default" style="border: 0" frameborder="0" height="150" width="100%"></iframe></p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/355-bye-bye-sr-katharina-teil-2/embed?context=external&amp;theme=default" style="border: 0" frameborder="0" height="150" width="100%"></iframe></p><p>(3226/0760; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Bilder vom Gottesdienst finden Sie hier:</strong></em><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1785405286zzXS5bUERInlEg" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1785405286zzXS5bUERInlEg</a></em></p><p><em><strong>Bilder vom Festakt finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1785405460NKp8lNE0gKZoer" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1785405460NKp8lNE0gKZoer</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74407</guid><pubDate>Thu, 30 Jul 2026 13:30:10 +0200</pubDate><title>„Danke für diese Lebensleistung“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/danke-fuer-diese-lebensleistung/</link><description>Predigt von Bischof Dr. Franz Jung zur Verabschiedung von Schwester Katharina Merz, Oberin des Ursulinenklosters Würzburg, aus der Leitung der Ordensschulen am Mittwoch, 29. Juli 2026, im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Schülerinnen,</p><p>liebes Lehrerkollegium,</p><p>liebe Schwestern und Brüder im Herrn,</p><p>liebe Schwester Katharina,</p><p>heute ist also endlich der Tag gekommen, vor dem Sie sich vielleicht gefürchtet, oder auf den Sie hingefiebert haben – der Tag des Abschieds von der Schulleitung. Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder einmal darüber gesprochen, jetzt ist er also da.</p><p>Mit Abschieden ist es so eine Sache. Auf der einen Seite sagt man, es ist jetzt gut. Denn eine Last wird einem von den Schultern genommen. Auf der anderen Seite aber hinterlässt jeder Abschied auch eine Lücke, in diesem Fall eine sehr große Lücke.</p><p>Denn Sie haben unendlich viel Energie, Zeit und Liebe in die Schulleitung und in ihre Schulen investiert. Und diese Lücke will erst einmal ausgehalten und dann langsam wieder geschlossen werden.</p><p>Über dem heutigen Tag aber steht vor allem der Dank. Der Dank der Schülerinnen, des Kollegiums und nicht zuletzt mein persönlicher Dank als Bischof für diese Lebensleistung.</p><p>Als ich mich gefragt habe, wie ich diesem Dank sichtbaren Ausdruck verleihen könnte, sind mir vier Heilige eingefallen, anhand derer ich meine Ansprache gliedern möchte.</p><p><em><strong>Die heilige Ursula</strong></em></p><p>Beginnen wir mit der heiligen Ursula, der Namensgeberin der Ursulinen. Ursula, die Stadtheilige von Köln, war eine mutige Frau. Als Verkleinerungsform von lateinisch „Ursus“ heißt „Ursula“ übersetzt „die kleine Bärin“. Ein passender Name.</p><p>Man weiß ja, dass eine Bärin zum unberechenbar wilden Tier wird, wenn sie ihre Jungen in Gefahr sieht. In der Verteidigung ihrer Kleinen nimmt sie allen Mut zusammen und wächst über die eigenen Kräfte hinaus.</p><p>Das gilt mit Fug und Recht auch für Sie, liebe Schwester Katharina. Sie kämpfen mit großer Entschiedenheit für Ihre Schülerinnen und für Ihre Schule. Das tun Sie in der Arbeitsgemeinschaft der (ehemaligen) Ordensschulen im Bistum (AGOS).</p><p>Aber das tun Sie auch öffentlich, wenn es sein muss.</p><p>Ich erinnere mich dabei an die denkwürdige Großdemonstration für die Förderung der Privatschulen „um 5 vor 12“ am 7. Dezember 2022 in München. Es war eine „Unterrichtsstunde der Superlative“, wie die Presse damals titelte. Sie hatte zum Ziel, auf die Benachteiligung der bayerischen Privatschulen hinzuweisen im Vergleich mit den staatlichen Schulen. Eine Demonstration, die im Übrigen umgehend zu einer Verbesserung der Refinanzierung der Privatschulen geführt hat!</p><p>Der Mut der kleinen Bärin hat also geholfen. Und das ganz im Sinne von Schwester Lioba, die Sie als Ihre Vorgängerin hochverehren und die gesagt hat: „Wir brauchen ein unverschämtes Gottvertrauen.“ Ein Wort wie ein Vermächtnis. Danke für dieses mutige, bärenstarke Vorbild, das auch die künftige Schulleitung wie die Freisinger Bischofskonferenz in Zukunft brauchen werden angesichts klammer Kassen.</p><p><em><strong>Die heilige Angela</strong></em></p><p>Dann die heilige Angela als die Gründerin der Ursulinen. „Angela“ heißt übersetzt die „Engelgleiche“. Daran muss ich immer denken, wenn ich Schwester Katharina sehe.</p><p>Ich frage mich dann oft: Wovon lebt die Frau eigentlich? Und isst sie ab und zu auch mal was? So feingliedrig und zierlich, ja so leicht kommt sie daher.</p><p>Und doch hat sie wie jeder Engel eine glasklare Mission. Sie lautet, jede einzelne Schülerin wertzuschätzen. Jede einzelne wahrzunehmen mit ihren Begabungen und Talenten. Und jeder die Förderung angedeihen zu lassen, die sie braucht für ihre weitere Entwicklung.</p><p>Glaube, Bildung, Qualität – kurz GBQ –, mit diesen Begriffen verbinden Sie den Anspruch Ihrer Schulen. Aus dem Glauben an die Würde des Menschen entspringt der Impuls zur Bildung. Und diese Bildung wiederum orientiert sich an dem christlichen Menschenbild. „Yes I can“, heißt der Claim der Schule. Weil jemand an mich glaubt, vermag ich mich als Person weiterzuentwickeln. Schule ist eben viel mehr als nur eine Lehranstalt. Im christlichen Sinn verstanden geht es in der Schule um Persönlichkeitsbildung, was etwas anderes ist als nur einen Lernstoff zu vermitteln.</p><p>Zur engelgleichen Angela gehören auch die Unverzagtheit und die innere Heiterkeit. Diese Heiterkeit ist nicht zu verwechseln mit einem oberflächlichen Fröhlich-Sein. Nein, die Heiterkeit der Engel rührt daher, dass sie das Angesicht Gottes schauen und vor dem Herrn ihr Loblied singen in der Anbetung. Aus diesem Geist bezieht Schwester Katharina die Kraft für die Erfüllung Ihrer zahllosen Aufgaben. Dieser Geist bewahrte Sie – und wird Sie hoffentlich auch weiterhin bewahren – vor jeder Form des Überdrusses und Kleinmutes.</p><p>Schließlich gilt: Der Engel brennt für seine Mission. Wie oft habe ich Schwester Katharina sagen hören, dass auch sie „für ihre Schulen brennt“. Es ist ihr gelungen, dieses Feuer auch in anderen zu entzünden, die in der Schule ihren Dienst tun. Dieses Feuer zu hüten, wird die Aufgabe der künftigen Schulleitung sein. Unterstützt wird sie darin sicher von dem geplanten neuen Schulträger in Form der Schwester-Lioba-Mehler-Stiftung, bei der sich Schwester Katharina auch weiterhin einbringen wird.</p><p><em><strong>Die heilige Katharina</strong></em></p><p>Dann natürlich die heilige Katharina von Alexandrien als Ihre Namenspatronin. Sie gilt passenderweise auch als die Patronin des katholischen Bildungswesens. Eine Heilige, die sich von den Männern nicht die Butter vom Brot nehmen ließ. Und eine hochgebildete, selbstbewusste Frau, deren überlegener Bildung und Weisheit keiner ihrer männlichen Widersacher beikommen konnte.</p><p>„Wir wollen junge Frauen dazu ermutigen, selbstbewusst in die Zukunft zu gehen und auch Führungsrollen zu übernehmen.“ So haben Sie, liebe Schwester Katharina, einmal gesagt. Selbstbewusst in die Zukunft schauen – wie die heilige Katharina.</p><p>Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt hat sich nicht umsonst ein Wort aus dem Lobgedicht des Alfanus von Salerno für die heilige Katharina auf die Fahnen geschrieben. Es lautet:</p><p>„Durch die Hilfe Gottes gestärkt,</p><p>widerstand sie kühn den Anfeindungen der Menschen,</p><p>wobei sie sich um Verheißungen kümmerte, nicht um irdische Widrigkeiten.“</p><p>Wie schön: „Sich um die Verheißungen kümmern, nicht um die Widrigkeiten.“ Ein Satz, der auch auf Ihr Engagement passt. Ich denke nur an die Übernahme der beiden Schulleitungen nacheinander, die Realschule ab 1995 und dann das Gymnasium ab 2009. Oder an die Renovierung der Schule über sieben Jahre hinweg bei laufendem Betrieb. Da muss man sich in der Tat um die Verheißungen kümmern und darf sich nicht an den Widrigkeiten festbeißen. Der Blick auf die Verheißungen hilft, die Möglichkeiten zu sehen und lösungsorientiert zu handeln, anstatt nur in den Problemanzeigen hängen zu bleiben.</p><p>Dass die heilige Katharina von Alexandrien zu den 14 Nothelfern gehört, ist kein Zufall. Ich bin sicher, dass diese Nothelferin auch Ihnen mehrfach zur Seite gestanden hat bei Ihrem Einsatz für die beiden Schulen. Das Resultat zumindest spricht für sich.</p><p><em><strong>Der heilige Mönchsvater Antonius</strong></em></p><p>Last, but not least der heilige Antonius mit dem Schweinchen. Den heiligen Antonius sieht man bis heute an der Außenwand der Antoniterkirche. Er erinnert daran, dass es die Kirche des Antoniterklosters war. Die Ursulinen kauften 1725 das leerstehende Antoniterkloster in Würzburg auf, um dort ihren Konvent und ihre Schule einzurichten.</p><p>Warum gehört der heilige Antonius in die Reihe der Heiligen des heutigen Tages?</p><p>Weil er als der Vater des Mönchtums gilt. Schwester Katharina war eben nicht nur Schulleiterin, sondern sie hat auch den Konvent der Ursulinen geleitet und wird ihn weiterhin leiten. Eine doppelte Last, die in sonstigen Konventen oft auf mehrere Schultern verteilt wird. Aber Schwester Katharina hat dieses Leitungsamt immer mit großer Hingabe, Sorgfalt und Liebe zu ihren Schwestern ausgeübt.</p><p>Zum einen war und ist ihr der Konvent Rückzugsort und innerer Halt – mit der berühmten Aussicht von ihrem Zimmer aus auf das Käppele und die Festung.</p><p>Zum anderen aber erzählt sie immer wieder, mit wie großer Begeisterung sie Ordensschwester geworden ist. Die Nachfolge der heiligen Angela Merici und das Charisma der Ursulinen, jungen Frauen den Weg in diese Welt zu bahnen und sie dazu bestmöglich zu rüsten, war ihr immer Auftrag und Berufung zugleich.</p><p>Der Mönchsvater Antonius lehrte die Mönche die Stabilitas Loci, das Bleiben an einem Ort, ohne vor sich und ohne vor den Herausforderungen des Lebens wegzulaufen. Nur wer bleibt, kann geformt werden durch die klösterliche Lebensweise. Sie sind seit Jahrzehnten an diesem Ort hier in Würzburg geblieben und werden weiter hier bleiben. Sie haben diesen Ort als ihre geistliche Heimat angenommen und gestaltet. Das ist etwas sehr Kostbares und Schönes.</p><p>Der Mönchsvater Antonius lehrte die Mönche aber auch die Kunst des Zusammenlebens. Eine geistliche Gemeinschaft muss sich daran messen lassen, inwieweit es ihr gelingt, durch den Blick auf die gemeinsame Mitte zusammenzuwachsen. Diese Mitte ist Christus. Wie die Mönchsväter sagten, verhält es sich dabei wie mit einem Rad. Je näher man der Radnabe als der Mitte kommt, umso enger fügen sich die Speichen zusammen.</p><p>Es ist schön zu sehen, mit wieviel Liebe Sie sich um die Pflege dieser inneren Mitte sorgen und aus der Nähe zu dieser Mitte auch um Ihre Mitschwestern sorgen. Das gedeihliche Miteinander liegt Ihnen im mittlerweile internationalen Konvent sehr am Herzen. Und das spürt jeder. Ja, Sie sind Ordensfrau aus tiefster Überzeugung. Und dieses Zeugnis strahlt aus. Dafür danke ich Ihnen von Herzen! Das Schweinchen des heiligen Antonius möge auch Ihnen und Ihren Mitschwestern Glück verheißen.</p><p><em><strong>Loslassen lernen und die neue Freiheit schätzen können</strong></em></p><p>Ich komme zum Schluss. Ich wünsche Ihnen, liebe Schwester Katharina, nun die innere Freiheit, loszulassen. Das ist nicht ganz einfach, vor allem wenn man mit dem Konvent gewissermaßen in der Schule lebt. Aber umso wichtiger ist es, dieses Loslassen einzuüben. Das heißt, dankbar auf das Erreichte zurückzuschauen. Aber es bedeutet auch, der nachfolgenden Schulleitung die Freiheit einzuräumen, die Dinge so zu gestalten, wie sie es für richtig erachtet.</p><p>Für Ihr überzeugendes Engagement über die mehr als 30 Jahre danke ich Ihnen noch einmal von Herzen und möchte Ihnen dafür meine Hochachtung und Anerkennung aussprechen. Nutzen Sie die neuen Freiräume und pflegen Sie in Zukunft etwas mehr Ihre musische Seite. Sie sind ja doch eher „der künstlerische Typ“, wie Sie einmal so schön sagten. Jetzt ist die Lebenskunst des Neuanfangs nach dem Abschied gefragt. Dazu begleiten Sie meine besten Wünsche! Bleiben Sie behütet und gesund! Auch Ihren Mitschwestern sage ich aufrichtig Danke für alle Unterstützung und wünsche Ihnen als Konvent Gottes reichen Segen! Amen.</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74380</guid><pubDate>Wed, 29 Jul 2026 16:00:42 +0200</pubDate><title>Eine Reise voller Begegnungen und Musik</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/eine-reise-voller-begegnungen-und-musik/</link><description>Mädchenkantorei am Würzburger Dom reist mit über 50 Personen nach Tansania – Dr. Jürgen Vorndran als geistlicher Begleiter – Erster Besuch des Generalvikars im afrikanischen Partnerbistum</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Mbinga </strong>(POW) „Das wird irgendwie so was wie ein riesiger Girlstrip“, sagt die 14-jährige Marie Häusler über eine Reise, die sie am Ende dieser Sommerferien antreten wird. Vom 27. August bis zum 11. September ist sie zusammen mit 42 weiteren Sängerinnen der Mädchenkantorei der Würzburger Dommusik in Tansania unterwegs. Der Chor wird dort im Würzburger Partnerbistum Mbinga unter dem Motto „Hope – Faith – Love“ Konzerte, Gottesdienste und Workshops gestalten.&nbsp;</p><p>Seit über sieben Jahren singt Marie bereits in der Mädchenkantorei am Würzburger Dom, ihr halbes Leben sozusagen. Sie habe da schon einiges erlebt, aber diese Reise sei für sie etwas Besonderes. „Ich bin sehr gespannt darauf, diese Kultur und den Alltag von Jugendlichen in unserem Alter zu erleben“, sagt sie. Um sich verständigen zu können, übt sie bereits seit einigen Wochen die Landessprache Swahili und kann sich selbst schon sehr flüssig vorstellen. Während Marie sich da nochmal sehr speziell vorbereitet, übt der Chor als Ganzes schon seit einer Weile das Konzertprogramm für die Reise. Der Einsatz der Jugendlichen dafür ist groß. Es geht nicht ohne Extraproben und Übungsaufgaben für zu Hause. „Das ist ja kein klassischer Urlaub, wir treten da gemeinsam als Chor mit den Menschen dort in Kontakt, wollen auch gemeinsam mit ihnen singen“, erklärt die 18-jährige Sängerin Marie Schulze. Auch sie freut sich auf die Gelegenheit, das Land nicht nur unter touristischem Blickwinkel kennenzulernen. Außerdem ist sie sich sicher, dass die Reise auch die Gemeinschaft im Chor stärken wird.</p><p>Für Domkapellmeister Alexander Rüth ist das ein wichtiger Aspekt dieser Reise. „Ich habe das in der Vergangenheit immer als besonders großes Geschenk erlebt, wenn man mit seiner Musik in den interkulturellen Austausch treten kann“, sagt der studierte Kirchenmusiker. Auslandsreisen gehören deshalb auch zum Standard der Chöre der Dommusik. Rüth hofft, dass die Sängerinnen des Konzertchores der Mädchenkantorei, die zwischen 13 und 25 Jahre alt sind, erleben werden, dass Musik etwas Kulturenübergreifendes sein kann. Sie spreche aus den Herzen und den Seelen der Menschen. Er glaubt, die größte Herausforderung für den Chor aus Deutschland ist die Verbindung von Rhythmik, Bewegung und Klang in der afrikanischen Musik. „Das wird spannend für uns, darauf freue ich mich.“&nbsp;</p><p>Mit ihm reisen Jakob Keller, musikalischer Assistent der Dommusik, Gesangspädagogin Susanne Dietzer und Verwaltungsleiterin Caroline Bauernfeind. Als geistliche Begleitung wird Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran zum ersten Mal das Partnerbistum Mbinga besuchen. Pastoralreferent Burkhard Pechtl von der Diözesanstelle Weltkirche hat als Referent der Diözesanpartnerschaft mit Mbinga die Organisation des Reiseablaufs in den Händen. Über 50 Menschen umfasst die Reisegruppe, laut Pechtl ist das zahlenmäßig die größte Gruppe, die bislang im Partnerbistum unterwegs war. Neben den drei Konzerten in Litembo, Matiri und Bagamoyo sind einige musikalische Gestaltungen von Gottesdiensten geplant, darunter auch ein Pontifikalamt im Kiliansdom von Mbinga. Darüber hinaus wird es Begegnungen und Workshops mit den Einheimischen geben. Auch ein Ausflug an den Malawisee, den neuntgrößten See der Erde, sowie eine Safari im Mikumi-Nationalpark stehen auf dem Programm.</p><p>Möglich gemacht wurde die Reise durch die finanzielle Unterstützung des Dommusikvereins, der Abbé-Vogler-Musikstiftung, des Bayerischen Musikrates und der Sparkassenstiftung.&nbsp;</p><p>Bevor die Reise beginnt, werden die Jugendlichen am Mittwoch, 26. August, offiziell im Würzburger Rathaus als Kulturbotschafterinnen der Stadt Würzburg entsendet. Eine Botschaft hat der Chor ja mit dem Motto „Hoffnung – Glaube – Liebe“. Das Lieblingslied der 13-jährigen Theophanu Opel im Konzertprogramm ist eine besondere Version des deutschen Volksliedes „Kein schöner Land“. Rüth hat es verbunden mit einem Swahili-Text. „Die Botschaft ist in beiden Sprachen ähnlich und ich finde es einfach wahnsinnig schön, dass wir uns gemeinsam in zwei Sprachen für eine bessere Welt einsetzen“, sagt Theophanu. Sie ist schon ein bisschen aufgeregt, weil sie noch nie so lange ohne ihre Eltern unterwegs war. Aber eines stimme sie auf jeden Fall zuversichtlich: „Wir haben auf dem Katholikentag den Bischof aus Mbinga kennengelernt, und der wirkte so herzlich und nett. Wenn die Menschen da alle so sind, dann wird das eine richtig schöne Reise mit richtig schönen Begegnungen.“&nbsp;</p><p class="text-right"><em>bv (POW)</em></p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/357-neue-episode/embed?context=website" style="border: 0" border="0" height="370" width="100%"></iframe></p><p class="text-right"></p><p>(3226/0755; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet&nbsp;</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Mbinga</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74275</guid><pubDate>Sun, 26 Jul 2026 12:00:00 +0200</pubDate><title>„Danke, lieber Mitbruder Julius“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/danke-lieber-mitbruder-julius/</link><description>Predigt von Bischof Dr. Franz Jung beim Pontifikalgottesdienst zum 50. Todestag von Julius Kardinal Döpfner am Freitag, 24. Juli 2026, im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Mitbrüder im geistlichen Amt,</p><p>liebe Schwestern und Brüder im Herrn!</p><p><em><strong>Döpfner – ein durchaus nicht alltäglicher Mensch</strong></em></p><p>„Abschließend ist zu sagen, dass dieser durchaus nicht alltägliche Mensch das Zeug in sich trägt, Bedeutendes zu leisten, und dass er dies gerade dann wird tun können, wenn er sich – so paradox es im ersten Moment klingen mag – ein wenig mehr als bisher von den Aufgaben des alltäglichen Lebens zurückzieht, um in der allzu einseitigen Verausgabung seiner besten inneren Kräfte sich nicht selbst zu verlieren.“</p><p>So lautete das Resümee eines psychologischen Persönlichkeitsgutachtens über den frisch ernannten Bischof Julius Döpfner, das 1949 allein aufgrund von Schriftproben erstellt wurde. Eine bemerkenswerte Einschätzung. Um die Würdigung dieses „durchaus nicht alltäglichen Menschen, der das Zeug in sich trägt, Großes zu leisten“ soll es heute gehen anlässlich des 50. Todestages Julius Kardinal Döpfners.</p><p>Dabei kann in dieser Predigt unmöglich sein Lebenswerk gewürdigt werden. Ich möchte mich vielmehr auf die Aspekte seiner Persönlichkeit beschränken, die mich heute noch ansprechen und die Inspiration sind für mein eigenes bischöfliches Wirken.</p><p><em><strong>Zupackend und energisch</strong></em></p><p>Was mich bei einem ersten Blick auf die Persönlichkeit Döpfners fasziniert, ist seine zupackende Art. Das zeichnete ihn als Seelsorger aus. Das war aber auch sein Markenzeichen als Bischof. Sein geradezu kometenhafter Aufstieg in der kirchlichen Hierarchie zeigt, wie sehr man seine direkte Herangehensweise an Probleme schätzte und wie sehr man in Rom auf die Durchsetzungskraft des jungen Döpfner setzte.</p><p>Energisch und mit nachhaltigem Erfolg nahm er sich der Herausforderungen in seinen drei Diözesen Würzburg, Berlin und München an. Ebenso energisch kümmerte er sich aber auch als einer der vier Moderatoren um einen guten Verlauf des Zweiten Vatikanischen Konzils wie auch später um eine gute Durchführung der Würzburger Synode. Durch seine strukturierte Persönlichkeit wie sein Organisationstalent hatte er einen geschärften Blick für Verfahren und Regelwerke, die in komplexen Beratungsprozessen zum Ziel führten. Eine durchaus seltene Begabung, die gerade jetzt bei der Stärkung der Synodalität in der Kirche wieder dringend benötigt wird und die wir beim Synodalen Weg so manches Mal schmerzlich vermisst haben.</p><p>„Nichts Laues war an ihm“, so hat man nach seinem Tod seinen Charakter beschrieben. Das verlieh ihm eine natürliche Autorität. Diese innere Entschiedenheit war ein Wesenszug, den auch die Fotos widerspiegeln, die von ihm überliefert sind. Ein stattlicher Mann mit markanten Gesichtszügen, dem strengen Seitenscheitel im festen Haar und mit einem klaren, bisweilen stechenden Blick unter den buschigen Augenbrauen. Insgesamt eine imposante Erscheinung, ohne jedoch in irgendeiner Weise eitel zu sein. Er verstand sich als Mann der Kirche, der durch seine Prägung im Römischen Collegium Germanicum gelernt hatte, sich ganz für das einzusetzen, das ihm aufgetragen war.</p><p><em><strong>Lernbereit</strong></em>…</p><p>Ein zweiter Punkt, der mich anspricht im Blick auf sein Wesen, ist die lebenslange Bereitschaft, auch als Bischof dazuzulernen. Während seiner Ausbildung an der Gregoriana in Rom hatte er die traditionelle neuscholastische Theologie genossen. Aber durch seine intensive Beschäftigung mit John Henry Newman während seiner Promotion war ihm aufgegangen, dass Theologie zu treiben eben nicht bedeutet, alle Fragen abschließend zu beantworten. Vielmehr muss es darum gehen, den Glauben vor den Herausforderungen der Gegenwart immer neu zu durchdenken.</p><p>Mit Newman lernte er „die säkulare Bildung unserer Welt und Zeit zu schätzen, die Laien als Repräsentanten des Glaubenssinnes zu würdigen, die nicht-römischen Kirchen als Wege zur christlichen Wahrheit zu sehen und vor allem die Geschichte ernst zu nehmen, die lehrt, dass das, was heute ist, einmal wurde, gegebenenfalls auch anders hätte werden können, und die dafür offen macht, auch das Heute nicht als den nicht überbietbaren Endpunkt der Entwicklung zu sehen. Historisches Denken lehrt, wie Döpfner in seiner Rede gegen Ende des Konzils formulierte, ‚Reform als Wesenselement der Kirche‘ zu erkennen.“</p><p>So formulierte er zu Beginn der Würzburger Synode einmal sehr eindrücklich, was die rechte Einstellung zur Kirche auszeichnet:</p><p>„Die Liebe zur Kirche braucht und darf keine blinde Liebe sein. Sie muss gerade auf einer Synode die Fehler, die Schwächen, die Unzulänglichkeiten sehen und – wie es in der wahren menschlichen Liebe geschieht – aus der Gemeinschaft der Kirche, so wie sie ist, die verwandelnde, erneuernde Kraft finden, nicht in großen Worten, sondern in der gemeinsam gefundenen Erkenntnis des Dienstes, der uns alle verpflichtet und der hier und heute zu leisten ist.“</p><p>Ein wegweisendes Wort, gerade auch im Blick auf unsere Diskussionen beim Synodalen Weg über die Reform der Kirche nach dem Missbrauchsskandal.</p><p>Dabei verstand Döpfner sich selbst nicht als Progressiven, sehr wohl aber als einen Mann „der offenen Mitte“, der aus der Tradition heraus einen Neuaufbruch wagen wollte. Ein sehr sympathischer Ansatz, den ich persönlich gut teilen kann.</p><p><em><strong>… und beratungsfähig</strong></em></p><p>Den Weg als akademischer Lehrer hatte er verworfen. Er wünschte immer Seelsorger zu sein. So wurde er ein Seelsorger und Bischof mit einem Gespür für die Herausforderungen der Zeit und die Anfragen, die an die Kirche gestellt wurden. Um dazuzulernen und sich ein eigenes Urteil bilden zu können, bat er immer wieder Fachleute um ihren Rat. Man hat Döpfner deshalb „beratungswillig, ja beratungshungrig“ genannt, wobei sein bedeutendster Ratgeber sicher Karl Rahner war. Mit ihm tauschte er sich über aktuelle theologische Fragen aus, mit ihm setzte er sich aber auch heftig auseinander, vor allem wenn er den Eindruck hatte, dass die Theologie zu abgehoben war und von ihm als Bischof wieder geerdet werden musste im Dienst der Vermittlung zwischen den divergierenden kirchlichen Parteien.</p><p>„Ich wünsche Ihnen, dass Sie einmal zehn Jahre Bischof wären!“, soll er erbost Rahner nach einem Vortrag angeherrscht haben, in dem dieser sich über die böse „Amtskirche“ ausließ. Ich kann Döpfners Verärgerung nur allzu gut nachvollziehen gerade auch aus der Erfahrung der Debatten um die Kirchenreform. Denn dem Bischof bleibt es jenseits aller theologischen Kontroversen aufgetragen, Mittler der Einheit zu sein.</p><p><em><strong>Sein Dienst als Diözesanbischof „in dieser Stunde der Kirche“</strong></em></p><p>Sein Bemühen, den aktuellen Herausforderungen bei seinem bischöflichen Dienst Rechnung zu tragen, hat er immer wieder in die Formulierung gekleidet „in dieser Stunde der Kirche“, die zu seinem Markenzeichen wurde. Ich kann hier nur kursorisch Marksteine benennen, die zeigen, wie sehr es ihm darum ging, auf der Höhe der Zeit zu sein, ohne in der Vergangenheit zu verharren.</p><p>Für seine Würzburger Zeit sei auf den Wiederaufbau des Domes verwiesen. Döpfner warnte vor einer Musealisierung des Glaubens.</p><p>„Tradition ist nicht Versteinerung, sondern in der Kraft und in der Verheißung des Heiligen Geistes strömendes Leben. Denn wir sind eine lebendige Kirche. Deswegen muss der Dom in seiner Gestaltung als Ausdruck dieser lebendigen Kirche zeitnah sein, und zwar in dem Sinne, wie Evangelium und Christentum, wenn sie lebendig sind, immer zeitgemäß bleiben.“</p><p>Zur Zeitgemäßheit des Wiederaufbaus des Domes gehörte auch, über die Sorge um das Gotteshaus die Menschen nicht zu vergessen, die durch den Krieg ihre Häuser verloren hatten. Sein wohl bis heute berühmtestes Diktum „Wohnungsbau ist heute in Wahrheit Dombau, Wohnungssorge ist Seelsorge, und damit Herzensanliegen eures Bischofs“ stieß damals übrigens nicht auf ungeteilte Zustimmung. In konservativen Kreisen wurde dieses Wort durchaus kritisch aufgenommen, sah man doch hierin die Prioritäten falsch gesetzt.</p><p>Mit aller Entschiedenheit wandte sich Döpfner gegen die Versuchung, sich als Kirche von der Welt zurückzuziehen, wenn er ausführte:</p><p>„Der katholische Mensch ist weltoffen. Es ist unkatholisch, rückständig zu sein, ins Ghetto zu flüchten, diese Welt und diese Zeit sich selbst zu überlassen. Unser Jahrhundert mit seinen Strömungen in Kultur, Wirtschaft und Politik ist des Herrn und ist somit uns als Aufgabe gestellt.“</p><p>Ein Wort von ungebrochener Aktualität bis heute – wie die Auseinandersetzung mit den Piusbrüdern zuletzt wieder gezeigt hat.</p><p>Für seine Berliner Zeit sei verwiesen auf seine Initiative zur Versöhnung zwischen Polen und Deutschland, in der er eine der Herausforderungen der Stunde sah. Mutig brach er das damalige Tabu und sprach offen über die deutsche Kriegsschuld. Jeder Form von Revanchismus erteilte er eine Absage und warb dafür, die Versöhnung zwischen den Völkern anzubahnen, ohne einander die Schuld aufzurechnen.</p><p>In der Auseinandersetzung mit dem SED-Regime erinnerte er daran, dass der Christ eine Ideologie mit aller Kraft bekämpfen muss, „doch niemals darf er die Menschen hassen, die dahinter stehen“. Im Blick auf das Verhältnis von Juden und Christen betonte er mit aller Entschiedenheit: „Antisemitismus ist dem Christen vom Wesen her fremd.“ Ein Wort, das auch heute wieder – Gott sei es geklagt – von erschreckender Aktualität ist und das erneut in Erinnerung gerufen werden muss.</p><p>Und noch ein Wort aus Döpfners Berliner Zeit sei zitiert, das er anlässlich der Grundsteinlegung der Gedenkkirche „Maria Regina Martyrum“ – seinem Herzensprojekt – äußerte. „Die Kirche soll uns mahnen, daß wir die letzte Ordnung nicht vergessen. Wer die Gottesverehrung abschaffen will, bereitet dem Götzendienst den Weg.“ Auch das ein wegweisendes Wort. Es gibt eben kein weltanschauliches Vakuum. Wo man nicht mehr an Gott glaubt, werden Ersatzgötter an seine Stelle treten und den Menschen in ihre Abhängigkeit bringen.</p><p>Für seine Münchner Zeit, die gekennzeichnet war durch sein Bemühen, die Reformen des Zweiten Vatikanum besonders in Fragen der Liturgie und der Einbindung der Laien umzusetzen, sei an seine hellsichtige Analyse zur Lage des Glaubens im Erzbistum erinnert. Döpfner sagte:</p><p>„Das Traditionschristentum auf dem Land ist in Gefahr, in bloßer Konvention zu erschlaffen, das geistige Klima der Stadt gibt die Chance zu einem umfassenden Dialog, fordert aber gleichzeitig den katholischen Glauben zu einer höchst differenzierenden Auseinandersetzung mit den neuesten Zeitströmungen heraus.“</p><p>Eine Analyse, die auch in unserem ländlich geprägten Bistum Würzburg bis zum heutigen Tag Gültigkeit beanspruchen kann. In München versuchte er diese Auseinandersetzung zu fördern durch die Gründung der Katholischen Akademie in Bayern, wie er schon zuvor in Würzburg die Katholische Akademie Domschule im Burkardushaus mit derselben Zielsetzung ins Leben gerufen hatte.</p><p><em><strong>„Praedicamus Crucifixum“ und das Leben als Bischof in Spannungen</strong></em></p><p>Als Wahlspruch hatte sich Döpfner einen Vers des Apostels Paulus aus dem Ersten Korintherbrief (1Kor 1,23) gewählt: „Nos autem praedicamus Christum crucifixum“.</p><p>Zu Deutsch: „Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten.“ Ein markantes Wort, das nicht nach Anpassung klang, sondern den Widerspruch zur Welt unterstrich. Er selbst gibt an, durch den Primizspruch des späteren Wiener Kardinals König auf diesen Vers aufmerksam geworden zu sein. Überdies verwies er auf die Zweite Kreuzwegstation bei seinem elterlichen Haus in Hausen, die ihn an dieses Wort erinnerte. Sein bischöfliches Selbstverständnis sah er in diesem Paulus-Zitat zusammengefasst. Er führte dazu in seinem ersten Hirtenbrief aus:</p><p>„Im Zeichen meines Wahlspruchs will ich der erste Kreuzträger des Bistums sein, indem ich frohgemut die schmerzende Last trage, die sich unter den Ehrungen des Bischofsamtes verbirgt, und all euer Leid in väterlicher Hirtensorge mit euch teile.“</p><p>An der Feststellung, dass mit dem bischöflichen Amt erhebliche Lasten einhergehen, hat sich nichts geändert. Die Spannungen, die es als Bischof auszuhalten gilt, hat auch Döpfner zur Genüge durchlitten. Erinnert sei zum einen an seine tiefe Enttäuschung nach der Veröffentlichung der Enzyklika „Humanae Vitae“ Pauls VI., die in Deutschland zu einem regelrechten Aufbegehren gegen Rom führte. Mit der „Königsteiner Erklärung“ mühte er sich, die Wogen wieder zu glätten.</p><p>Zum anderen sei erinnert an die Spannungen nach dem Konzil zwischen Erneuerern und Bewahrern, die sich bei der Würzburger Synode unter seinem Vorsitz fortsetzten und unter denen er sehr litt. Dennoch beschrieb er in seiner Schlussansprache den Verlauf der Würzburger Synode als einen Prozess, bei dem man gelernt habe „miteinander zu streiten, ohne sich zu zerstreiten“. Und weiter:</p><p>„Wir wurden zu einem Prozess gezwungen, dem wir einen neuen Stil des Miteinanderredens und Miteinanderumgehens zwischen Bischöfen, Priestern und Laien verdanken. Den möchten wir nicht mehr missen.“</p><p>Ähnliches könnte man festhalten für die gemeinsamen Lernerfahrungen von Bischöfen und Laien während der Sitzungen des Synodalen Wegs in den vergangenen Jahren. Für Döpfner war jedenfalls klar, dass Reform zum Wesenselement der Kirche gehört, wie der bereits erwähnte Titel seines gleichlautenden Vortrags besagte.</p><p>Mit dem Bild von der Werft verdeutlichte er die Mühen, die es braucht, um das Kirchenschiff wieder flott zu machen. Döpfner beschrieb es so:</p><p>„Die Kirche liegt nicht auf der Sandbank der Zerstörung, sondern auf der Werft der Erneuerung. Zugegeben, eine Werft ist keine idyllische Waldwiese. Dort kann es laut, windig, ungemütlich und gelegentlich sogar gefährlich sein. Aber dort werden Schiffe nicht verschrottet, sondern ausgerüstet zu neuer Fahrt.“</p><p>Bei allem Streben nach Erneuerung mahnte Döpfner jedoch eine „nüchterne Liebe“ zur Kirche an. Für die Steuerung des Kirchenschiffs ginge es darum, zwischen der Skylla einer romantisch verklärten Kirche von gestern und der Charybdis einer bloß erträumten Kirche von morgen hindurch zu navigieren. Ziel müsse immer die konkrete Kirche sein, „die hier und jetzt zum Zeugnis für Gottes erlösendes Wirken gerufen ist“. Dem ist nichts hinzuzufügen.</p><p><em><strong>Döpfners tiefe Verbundenheit mit seiner fränkischen Heimat</strong></em></p><p>Was mich immer wieder neu berührt, ist die tiefe Verbundenheit Döpfners mit seiner fränkischen Heimat. „Meine fränkischen Jahre“ – so ist ein Radiobeitrag überschrieben, in dem Döpfner in geradezu hymnischen Worten das Frankenland ob seiner Schönheit rühmt, unter anderem „das schöne Würzburg, diese Stadt zum Verlieben, für die kein Wort des Lobes zureicht“, wie er sagt. Und weiter:</p><p>„Wenn ich als Erzbischof von München und Freising an diese Jahre in der fränkischen Heimat denke, kann ich einem Lächeln nicht wehren. Ich war damals – wie so manche Franken – skeptisch gegen Bayern im engeren Sinn, also gegen Altbayern, auch gegen München, das mir – man verzeihe mir – wie ein anmaßender Emporkömmling vorkam gegenüber dem alten, noblen Würzburg.“</p><p>Unterfranken war für ihn „Kiliansland“ und „Frankenland war Marienland“, wie Döpfner betonte. In seine Zeit fiel 1949 die triumphale Rückführung der Reliquien Kilians und seiner Gefährten aus Gerolzhofen nach Würzburg und 1952 konnte er die 1200-Jahr-Feier der Erhebung der Gebeine der Frankenapostel begehen. Resümierend hält Döpfner fest:</p><p>„Man kann eine neue Heimat finden, wenn man den liebenden Blick, den einem die eigene Heimat schärfte, nun auch anderen Menschen und ihren Lebensräumen schenkt. Mir scheint, beides sei in unserer so mobilen und weithin entwurzelten Zeit vonnöten, dass wir die Wurzel tief senken und zugleich den Blick weiten.“</p><p>Ein wunderbares Wort, das nicht nur für die Heimatliebe gilt, sondern auch für die Beheimatung in der theologischen Tradition. Nur wer tief in der Tradition verwurzelt ist, kann auch den Blick weiten für die neuen Anfragen, die an ihn herangetragen werden. Beides, Beheimatung in der Tradition und Offenheit für die Fragen der Zeit, hat Döpfner in seiner Person zu vereinen gewusst. Das macht ihn zu einem vorbildlichen Hirten bis heute.</p><p><em><strong>Bodenständig und demütig</strong></em></p><p>Und noch ein Wort hat mich sehr berührt. Es betrifft sein Selbstverständnis als Christ und als Bischof. In Erinnerung an seine Eltern bekannte er:</p><p>„Ich darf einmal ganz offen gestehen: Ich habe als Prediger und Bischof noch nicht eine Sekunde die Versuchung gespürt, dass ich in diesem Beruf ein vollkommeneres Christenleben führe, als mein Vater und meine Mutter es getan haben. Wenn ich mit meiner Berufung den Ruf des Herrn so ernst nehme wie meine Eltern und so viele ganz schlichte und einfache Christen in ihrem Beruf, in ihrem Ehestand, dann danke ich Gott von ganzem Herzen.“</p><p>Worte, die zu Herzen gehen. Hieraus spricht keine klerikale Überlegenheitsattitüde, sondern der selbstkritische Blick dessen, der für die Seelenführung vieler Menschen Verantwortung trägt und zugleich weiß, wie sehr er in die Schule der einfachen Christenmenschen gehen muss. Von ihnen konnte er die tägliche Treue und die tiefe innerliche Christusverbundenheit lernen. Diese Haltung bewahrte ihn davor, abgehoben zu werden. Sie war ihm zugleich Ansporn, seinerseits das Beste zu geben.</p><p><em><strong>Zum Schluss</strong></em></p><p>Ich hatte meine Ausführungen begonnen mit dem Gutachten über Döpfner, in dem es hieß, dass dieser das Zeug in sich trage, Bedeutendes zu leisten, wenn er sich ein wenig mehr als bisher von den Aufgaben des alltäglichen Lebens zurückziehen würde, um in der allzu einseitigen Verausgabung seiner besten inneren Kräfte sich nicht selbst zu verlieren.</p><p>Es gehört zur Tragik seines Lebens, dass Döpfner genau das versagt blieb aufgrund der überbordenden Aufgabenfülle und seines ausgeprägten Pflichtbewusstseins. Die Verausgabung „seiner besten inneren Kräfte“ war die Folge. Über die körperlichen Anzeichen einer tiefgreifenden inneren Erschöpfung setzte er sich jahrelang hinweg in der Hoffnung, sich in den wenigen Mußestunden regenerieren zu können. Als er dann endlich in Urlaub fahren wollte, holte der Herr ihn heim in den ewigen Urlaub.</p><p>So stand auch sein – für Außenstehende überraschendes – Sterben unter dem Wort vom Kreuz, das zu predigen er sich zur Aufgabe gemacht hatte. Im Blick auf sein reich erfülltes Leben fühlt man sich an die Worte des Apostels Paulus erinnert, der in seiner Abschiedsrede sagte (Apg 20,24):</p><p>„Aber ich will mit keinem Wort mein Leben wichtig nehmen, wenn ich nur meinen Lauf vollende und den Dienst erfülle, der mir von Jesus, dem Herrn, übertragen wurde.“</p><p>Der Herr vergelte ihm, was er Gutes für unser Bistum Würzburg und die Kirche in Deutschland wie die Weltkirche getan hat. Er schenke ihm nun die Zeit, von seinen Mühen auszuruhen (Offb 14,13).</p><p>Danke, lieber Mitbruder Julius. Ruhe in Frieden. Amen.</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74217</guid><pubDate>Tue, 21 Jul 2026 12:06:48 +0200</pubDate><title>Ein starker Player im gesellschaftlichen Diskurs</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/ein-starker-player-im-gesellschaftlichen-diskurs/</link><description>Dr. Rainer Dvorak nach 17 Jahren an der Spitze der Akademie Domschule Würzburg in den Ruhestand verabschiedet – Festakt im Burkardushaus</description><content:encoded><![CDATA[<div style="margin-top: 8px; margin-bottom: 8px;"><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><strong>Würzburg </strong>(POW) 17 Jahre lang stand er an der Spitze der Katholischen Akademie Domschule Würzburg: Bei einer Feierstunde am Montagabend, 20. Juli, ist Dr. Rainer Dvorak im Würzburger Burkardushaus in den Ruhestand verabschiedet worden. In zahlreichen Redebeiträgen wurden Dvoraks herausragendes Engagement, sein theologischer Sachverstand und sein Humor hervorgehoben.</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, betonte den zentralen Beitrag der katholischen Erwachsenenbildung für einen fundierten gesellschaftlichen und theologischen Diskurs. Dvorak, der seit 2009 an der Spitze der Domschule stand, habe die Bildungsarbeit durch innovative Formate und seine „scharfe theologische Urteilskraft“ bei drängenden Zukunftsfragen wie Klimawandel, Demokratiegefährdung und assistiertem Suizid geprägt. Er habe in dieser Zeit den Wechsel von Bischof und Generalvikaren erlebt, den Umbau des Burkardushauses – „und nicht zu vergessen die Pandemie“. Nachhaltig habe seither die Digitalisierung die Bildungsarbeit verändert. „Hier war die Akademie wegweisend mit neuen Formaten.“&nbsp;</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Dvorak steht laut Schrappe für intellektuelles Streiten, ohne einander zu verletzen, und für das Anpacken ernster Themen, ohne das Lachen zu verlernen. Exemplarisch sei das Format „AndersOrte“. „Im Kreissaal, auf der Palliativstation, im Gerichtssaal oder im Rathaus: Hier erweist sich, ob wir als Kirche ernstzunehmende Gesprächspartner bleiben.“ Angesichts des gesellschaftlichen Relevanzverlusts von Kirche betonte Schrappe, es sei zentral, sich diesen Phänomenen „ohne Kulturpessimismus“ zu stellen, um als „starker Player, den man in der Gesellschaft hört und ernst nimmt“, präsent zu bleiben. „Rainer, Du stehst mit Deinem Team der Akademie für mutige Themen und eine Erwachsenenbildung mit Rückgrat.“ Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen für freie Bildungsangebote hob Schrappe hervor, dass die Domschule auch künftig für ein Handeln nach dem Motto „Hab Mut, steh auf“ stehen werde.&nbsp;</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Für die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Akademien im deutschsprachigen Raum würdigte Dr. Stephan Loos, Direktor der Katholischen Akademie Hamburg, Dvoraks Verdienste um die Domschule Würzburg. Sie sei eine Akademie, „in der Menschen unterschiedlicher Generationen, religiöser und politischer Überzeugungen zusammenkommen, sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen und die hierfür notwendigen und vertrauensbildenden Debatten führen“. Hier würden die Rechte und die Ungleichbehandlung von Frauen ebenso thematisiert wie das Schicksal Betroffener sexualisierter Gewalt. „Im Würzburger Fernkurs, aber auch in anderen Zusammenhängen und vor allem an anderen Orten kann die Botschaft und die Logik des Evangeliums erfahren und verstanden werden.“</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Als „konkurrenzlos wichtigsten Kooperationspartner“ bezeichnete Professorin Dr. Christine Büchner, Dekanin der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg, die Domschule. Die „absolut reibungslose Zusammenarbeit“ sei nicht zuletzt der Person Dvoraks geschuldet. Dessen „einnehmende Freundlichkeit“ sei ihr bereits bei der ersten Begegnung im Jahr 2020 aufgefallen. Gemeinsam sei es stets gelungen, fachwissenschaftliche Diskussionen in einen großen Raum hineinzutragen. Büchner dankte für die „außerordentliche Gastfreundschaft“, die sie bei Tagungen an der Schnittstelle von „wissenschaftlicher Theologie und Stadtgesellschaft“ erfahren habe. Durch Dvoraks Ruhestand entstehe eine „bedauerliche Lücke“.&nbsp;</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Große theologische Erkenntnisse so zu vermitteln, dass Menschen ermutigt wurden, in allen Phasen ihres Lebens einer Spur nachzugehen, auf der die Gegenwart Gottes noch ewig weiterklingt: Das habe Dvorak als diözesaner Rundfunkbeauftragter für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk bei „Auf ein Wort“ geschafft, betonte Monsignore Erwin Albrecht, Beauftragter der Bayerischen Bischofskonferenz für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Darüber hinaus habe er Gottesdienstübertragungen im gesamten Bistum begleitet und moderiert, so zuletzt beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg. Dvorak habe zudem am Sonntagvormittag „die größte Verkündigungsplattform in Bayern mit im Schnitt einer Million Hörerinnen und Hörern mit Katholischen Morgenfeiern bespielt und über den Deutschlandfunk und andere Sendeanstalten die ganze Republik bereichert, bis dann auf diesem Gebiet Dr. Dietmar Kretz ein würdiger Nachfolger für Dich wurde“.</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Für die Mitarbeitervertretung (MAV) wünschte die Vorsitzende Dorothea Weitz für den neuen Lebensabschnitt „viele schöne, neue, spannende, herausfordernde ‚AndersOrte‘. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und freuen Sie sich auf all das, was da jetzt kommt.“ Ihre guten Wünsche verband sie mit einem Gedicht von Mascha Kaléko.</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Professor Dr. Ulrich Konrad, Vorsitzender des Trägervereins der Domschule, unterstrich die „Treue zur Sache“, mit der Dvorak den Anspruch der Domschule als „Pflanzschule der Religion und des Gemeinwesens“, wie es am Renaissanceportal der Domschule auf Latein in Stein gemeißelt zu lesen ist, gelebt und beide Bereiche produktiv miteinander verbunden habe. „Einrichtungen, die beides produktiv in ein Verhältnis zueinander setzen, die beides durch ein ‚und‘ zu verbinden und zu fördern suchen – solche findet man heute selten.“ Zudem zeichne Dvorak das Vermögen aus, „Maß zu halten“. Dvorak habe stets ein Auge dafür bewahrt, was die Domschule mit ihren Ressourcen zu leisten vermag und zu leisten hat. „Du selbst hast Dir viel abverlangt, hast gepflanzt und gesät, warst Dir nie dafür zu schade, hinter dem Erntewagen herzulaufen.“ Neben seinen organisatorischen und intellektuellen Gaben habe ihn dazu sein persönlicher Glaube sowie eine durch Humor geprägte „Gelassenheit“ und innere Freiheit ausgezeichnet. Für den anstehenden Ruhestand wünschte Konrad dem scheidenden Akademieleiter anhaltende „Ausgeglichenheit der Seele“ im neuen Lebensabschnitt.</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">„Das Wohl der Mitarbeiter stand bei Dir an erster Stelle“, erklärte für die Mitarbeitenden der Domschule Dr. Regina Augustin. So sei ein besonderes produktives Arbeitsklima entstanden. Zu praktisch jeder Gelegenheit habe Dvorak ein passendes Gedicht beigetragen. Damit ihm der Stoff auch in Zukunft nicht ausgehe, überreichte ihm das Team eine Sammlung mit gesammelter und zum Teil selbst verfasster Lyrik.</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Mit Hinweis auf ein Zitat Mark Twains, er könne von einem guten Kompliment zwei Monate leben, dankte Dvorak in seinem Schlusswort den Rednerinnen und Rednern „für die lebensverlängernden Maßnahmen der vergangenen Stunde“. Vor den Weggefährten und Gästen hob er die Stärke der Domschule hervor, die in einem „Netzwerk vielfältiger Beziehungen“ und gelebter Multiperspektivität verankert sei. Dvorak dankte den Bischöfen Dr. Paul-Werner Scheele, Dr. Friedhelm Hofmann und Dr. Franz Jung für die zugestandene gestalterische Freiheit sowie die Beauftragung zu gesellschaftlich sensiblen Diskursthemen wie der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs.&nbsp;</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Anhand der beiden Säulen der Einrichtung – der Akademiearbeit mit Formaten wie den „AndersOrten“ sowie „Theologie im Fernkurs“ mit rund 37.000 Teilnehmenden – betonte Dvorak den gelebten Dialog der Bildungsstätte. Zugleich warnte er vor künftigen strukturellen Einschnitten an den beiden Arbeitsbereichen. Neben dem Dank an die Hauptabteilung Bildung und Kultur, den Trägerverein sowie sein Mitarbeiterteam schloss Dvorak seine Ansprache mit persönlichen Worten an seine Familie. Nachdem er in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viele hunderte Male das Wort ergriffen habe, gelte es jetzt, „die Kammer der Worte“ zu leeren, erklärte er mit dem gleichnamigen Gedicht von Giannina Wedde.&nbsp;</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Für die musikalische Gestaltung sorgten Darius Himmel (Saxophon) und Felix Schneider-Restschikow (Klavier).&nbsp;</span></span></p></div><p class="text-right"><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><i>mh (POW)</i></span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(3026/0732; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Weitere Bilder finden Sie hier:</u></i></b><i><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1784628879hGupNYgc88uDDA" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1784628879hGupNYgc88uDDA</a></i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74173</guid><pubDate>Fri, 17 Jul 2026 20:36:32 +0200</pubDate><title>Die neuen Möglichkeiten erkennen</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/die-neuen-moeglichkeiten-erkennen/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung begrüßt vier Frauen und einen Mann als Pastoral- beziehungsweise Gemeindereferenten – Mit Bibel und Urkunde beauftragt – Pontifikalmesse unter dem Leitwort: „Begeistert ins Weite“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Bischof Dr. Franz Jung hat bei einem Gottesdienst am Freitagabend, 17. Juli, im Würzburger Kiliansdom vier Frauen und einen Mann zum Dienst als Gemeinde- oder Pastoralreferenten und -referentinnen beauftragt. Verena Deuchert&nbsp;(39) begrüßte er als Gemeindereferentin. Lea Brenner (29), Susanne Händel (27), Karolin Proksch (27) und Markus Wissel (27) ernannte er zur Pastoralreferentin beziehungsweise -referenten. Mit den neu Beauftragten gibt es derzeit 132&nbsp;Pastoralreferentinnen und -referenten sowie 101 Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum Würzburg.<br /><br />Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Begeistert ins Weite“. Ihn feierten Angehörige und Freunde der Beauftragten sowie Seelsorgerinnen und Seelsorger aus den aktuellen Einsatzpfarreien und Pastoralen Räumen der neuen Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten mit. Die über 30&nbsp;Ministrantinnen und Ministranten kamen mehrheitlich aus den Einsatzorten der neu Beauftragten.<br /><br />Bischof Jung ermutigte die Beauftragten zu Offenheit für Neues und zu ehrlicher Selbstprüfung. In seiner Predigt stellte er die biblische Szene vom erfolglosen Fischfang der Jünger in den Mittelpunkt und deutete sie als Bild für persönliche und kirchliche Krisenerfahrungen. Viele Menschen verharrten wie die Jünger zunächst in vertrauten Mustern, obwohl diese „fruchtlos“ blieben, sagte der Bischof. Entscheidend sei der Mut, „anzulanden“ und sich der eigenen Wirklichkeit zu stellen. Erst eine solche Haltung eröffne die Möglichkeit, neue Wege zu erkennen.<br /><br />Mit Blick auf die Zukunft der Kirche sprach Bischof Jung von notwendigen „Teachable Moments“ – Momenten, in denen Menschen bereit seien, dazuzulernen und neue Perspektiven zuzulassen. Oft seien es nicht große Umbrüche, sondern kleine Veränderungen, die Wirkung zeigten: „Das Netz auf der rechten Seite auswerfen“ bedeute, Neues zu wagen, auch ohne sichere Erfolgsaussicht. Zugleich betonte der Bischof die geistliche Dimension des Handelns. Nicht Organisation oder Aktivität allein führten zum Ziel, sondern die Beziehung zu Christus. „Es ist die Liebe zum Herrn, die uns Jesus erkennen lässt“, sagte Jung mit Verweis auf den Lieblingsjünger im Evangelium.<br /><br />Gott komme den Menschen bereits entgegen, betonte der Bischof: Wie im Evangelium sei der Tisch schon gedeckt. In der Eucharistie werde diese Wirklichkeit sichtbar, müsse jedoch im eigenen Leben immer neu entdeckt werden. Bischof Jung wünschte den Ausgesandten „österliche Augen“, um auch in schwierigen Situationen Fülle und neue Möglichkeiten zu erkennen, und dankte ihnen für ihre Bereitschaft zum Dienst.<br /><br />Bei der Beauftragung überreichte Bischof Jung den Frauen und Männern neben einer bischöflichen Urkunde jeweils eine Heilige Schrift als Symbol für ihre Aufgaben im Dienst der Diözese. Zuvor stellten die Diözesanreferenten der beiden Berufsgruppen, Pastoralreferent Johannes Reuter und Gemeindereferentin Roswitha Schuhmann, dem Bischof die zu Beauftragenden vor. Diese bekannten vor der Gemeinde ihren Glauben. Ordinariatsrat Robert Hambitzer, Leiter der Hauptabteilung Personal, bat darum, die Frauen und Männer dauerhaft in den Dienst des Bistums Würzburg zu übernehmen.<br /><br />Im Namen aller Beauftragten dankte Verena Deuchert Bischof Jung, allen Ausbildungsverantwortlichen, den Heimat- und Ausbildungsgemeinden sowie allen, die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben. Besonderer Dank galt den Familien, Partnerinnen und Partnern, Freundinnen und Freunden: „Ihr habt unsere Begeisterung geteilt, unsere Sorgen ausgehalten und uns immer wieder Mut gemacht.“&nbsp;<br /><br />Domorganist Professor Stefan Schmidt und die Band „Project Heaven“ begleiteten die Feier musikalisch. An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang vor dem Burkardushaus an. Die Kollekte geht an den Ökumenischen Hospizverein im Landkreis Miltenberg (<a href="https://www.hospizverein-miltenberg.de)" target="_blank" rel="noreferrer">www.hospizverein-miltenberg.de)</a>.</p><p class="text-right"><br />mh (POW)</p><p><br />(3026/0721; E-Mail voraus)</p><p><br />Weitere Bilder finden Sie hier: <a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1784313336MNsr6WHPru5fbb" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1784313336MNsr6WHPru5fbb</a></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Aschaffenburg</category><category>Kitzingen</category><category>Würzburg</category><category>Bad Kissingen</category><category>Miltenberg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74010</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 21:00:26 +0200</pubDate><title>„Der Einzelne zählt“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/der-einzelne-zaehlt/</link><description>Weihbischof Reder verleiht im Namen von Bischof Dr. Franz Jung 22 Frauen und Männern die Missio canonica – Langjährige Religionslehrkräfte in den Ruhestand verabschiedet – Kiliani-Tag für Verantwortliche in Schule und Erziehung</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) 20 Frauen und zwei Männern hat Weihbischof Paul Reder am Freitagabend, 10. Juli, beim Kiliani-Tag der Verantwortlichen in Schule und Erziehung im Namen von Bischof Dr. Franz Jung die Missio canonica verliehen. Christlicher Glaube ist nach den Worten des Weihbischofs „weit mehr als eine Weltanschauung oder ein spirituelles Gefühl“. Im Pontifikalamt für Verantwortliche in Erziehung und Schule rief er vor rund 400 Gläubigen die Religionslehrkräfte dazu auf, zunächst selbst „Hörende auf Gott und sein Wort“ zu sein. Mit Blick auf den blinden Bartimäus betonte er in der Predigt: „Der Einzelne zählt und hat auch mit seinen Defiziten Bedeutung.“ Religionsunterricht solle den Glauben als Ermutigung zu einem selbstbestimmten Leben erfahrbar machen. Mit dem Überreichen der Missio canonica würden die Lehrkräfte offiziell in diesen Dienst gesandt, betonte der Weihbischof. „Ihre Coaching-Zone ist das Klassenzimmer, der Pausenhof, das Lehrerzimmer, die Klassenfahrt und nicht zuletzt Gebet und Gottesdienst.“</p><p>Gemeinsam mit Leitendem Schulamtsdirektor im Kirchendienst Jürgen Engel, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule, übergab der Weihbischof den neuen Religionslehrerinnen und -lehrern dieses Schuljahres die Beauftragungsurkunden.</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Gymnasium nahmen Florian Krappmann (Würzburg) und Paulina Weiss (Würzburg) entgegen.</p><p>Die Missio canonica für Realschulen erhielten Judith Lang (Höchberg) und Laura Welscher (Höchberg).</p><p>Für das Lehramt an Mittelschulen bekamen die Missio canonica Melina Gröger (Hofheim) und Julia Hammer (Burkardroth)</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Grund- und Mittelschulen erhielten Clara Bracker (Kürnach), Julika Hauck (Bischofsheim), Sabrina Heim (Aschaffenburg), Simon Holler (Karlstadt-Wiesenfeld), Natascha Löffelmann (Königsberg), Veronica Scherzer (Gailbach), Maren Schneider (Haßfurt), Stina Schölzel (Bad Bocklet) und Jennifer Zankl (Aura im Sinngrund).</p><p>Für das Lehramt an Grundschulen wurden mit der Missio canonica beauftragt Franziska Full (Schweinfurt), Sophia Hochrein (Zellingen-Retzbach), Magdalena Streun (Bürgstadt), Marleen Kretschmer (Großheubach), Nina Nitsche (Stadtlauringen) und Selina Onayli (Randersacker).</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Förderschulen nahm Franziska Breitenhuber (Karlstadt) entgegen.</p><p>Am Ende des Gottesdiensts, der, wie Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, es nannte, eine „spiritueller Staffelholzübergabe“ war, wurden Religionslehrkräfte verabschiedet, die zum Schuljahresende in den Ruhestand gehen. „Die einen erhielten heute ihre Missio, die anderen beenden ihren Auftrag“, sagte sie. Weihbischof Reder erteilte den künftigen Ruheständlern für den neuen Lebensabschnitt Gottes Segen: den staatlichen Lehrkräften Karin Biernat (Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg), Harald Drescher (Frobenius-Gymnasium Hammelburg), Anette Rudolph (Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg), Stefanie Schuhmann (Philipp-Melanchton-Berufsfachschule Würzburg) und Gertrud Vorderobermeier (Leopold-Sonnemann-Realschule Höchberg) sowie den Religionslehrkräften im Kirchendienst Roland Bauer, Winfried Bauer, Helga Kiesel und Marianne Oßwald und Leitendem Schulamtsdirektor im Kirchendienst Engel, der im Herbst in den Ruhestand geht. „Danke für Ihren wertvollen Dienst“, rief ihnen der Weihbischof zu.</p><p>Für den musikalischen Rahmen des Gottesdiensts sorgte neben Domorganist Professor Stefan Schmidt und Kantor Daniel Mattick der Chor „Singing Voices“ der Walburg-Realschule aus Eltmann unter der Leitung von Sebastian Franz. Eine Begegnung auf dem Platz vor dem Burkardushaus schloss sich an.</p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(2926/0680; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Weiter Bilder finden Sie hier:&nbsp;<a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783710635aZMmOvpetqtDKW" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783710635aZMmOvpetqtDKW</a></b></u></i></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74011</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 19:00:00 +0200</pubDate><title>„Zuallererst eine Frage der inneren Haltung“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/zuallererst-eine-frage-der-inneren-haltung/</link><description>Predigt von Weihbischof Paul Reder beim Kiliani-Pontifikalamt für Verantwortliche in Schule und Erziehung am Freitag, 10. Juli 2026, im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western">Liebe Schwestern und Brüder Christi,<br />liebe Verantwortliche in Erziehung und Schule,<br />liebe Verantwortliche für die Ausbildung,</p><p class="western">zur Anrede hätte ich auch sagen können: „Liebe Expertinnen und Experten der christlichen Elementarisierung“. Denn diese Kernkompetenz der didaktischen Reduktion ist ein wesentliches Instrument zur Vermittlung fachwissenschaftlicher Inhalte – auch im Blick auf Religion und Glaube. Alle, die sich in Erziehung und Schule auf den Weg machen, Kinder, Jugendliche oder Erwachsene zu begleiten, zu lehren und zu bilden, werden in dieser „Elementarisierung“ professionalisiert. Mitunter lohnt es sich auch, das kirchliche Leben zu elementarisieren, und dazu gehört auch das, was wir heute hier tun.</p><p>Denn ein wesentliches Element der christlichen Verantwortung in Erziehung und Schule ist, gemeinsam zu beten und Gottesdienst zu feiern. Dieses Element ist sogar in den staatlichen Ordnungen Bayerns verankert (BaySchO, §27,1). Das gibt es so in keinem anderen Fach. Ganz gewiss könnte die Missio canonica auch in einem anderen Rahmen übergeben oder einfach per Einschreiben zugestellt werden. Aber es hat seinen guten Grund, warum wir hier zum Gottesdienst zusammenkommen, um Ihre kirchliche Sendung im wahrsten Sinn des Wortes zu feiern.</p><p>Zunächst kommen wir gemeinsam vor Gott, um auf sein Wort zu hören. Christliche Inhalte zu vermitteln, ist nämlich zuallererst eine Frage der inneren Haltung. „Der Glaube kommt vom Hören“ (Röm 10,17), betont der Apostel Paulus. Christlicher Glaube und seine Vermittlung ist damit weit mehr als eine Weltanschauung oder ein spirituelles Gefühl. Christlicher Glaube lebt von der Überzeugung, dass sich Gott in Jesus Christus auf unvergleichliche Weise mitteilt und dass wir auf sein Wort hören und es verstehen können, damit es unser Leben formt. Zuallererst eine Hörende und ein Hörender auf Gott und sein Wort hin zu sein, ist besonders für diejenigen elementar, die sich in den Dienst der Vermittlung religiöser Inhalte stellen. Wenn Kinder, Jugendliche oder Erwachsene diese Haltung bei ihnen wahrnehmen können, dann vermitteln sie etwas über alle fachliche Expertise und Lehrpläne hinaus: dass sie selbst im Blick auf ihre Gottesbeziehung lernend bleiben. Das heißt, dass sie ihr eigenes Leben, unser Miteinander und die Schöpfung, in der wir leben, mit all dem, was diese Dimensionen an Schönheit und Fragwürdigkeit in sich tragen, auf Gott hin wahrnehmen. Damit wird Glauben zum Weg, die Wirklichkeit über das menschlich Zugängliche auf die Offenbarung Gottes hin zu öffnen. Der Brief an die Epheser spricht im Abschnitt der heutigen Lesung von diesem Weg: „Ihr wart einst Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Lebt als Kinder des Lichts!“ (Eph 5,8-14). Paulus erinnert daran, dass Glaube weit mehr als Wissen ist. Glaube in diesem Sinn ist ein neuer Lebensstil. Dieser Lebensstil hat mit der Entscheidung zu tun, sich dem zuzuwenden, was dem Licht Wirksamkeit verschafft, oder aber der Dunkelheit Raum zu geben. Dunkelheit bekommt dort Raum, wo Menschen sich verlieren, wo Wahrheit verschwiegen wird oder die Orientierungslosigkeit anderer ausgenutzt wird, um Einzelinteressen durchzusetzen.</p><p>Sich dem Licht zuzuwenden, heißt: die eigenen Augen zu öffnen und offen zu halten, wo Wahrhaftigkeit, Menschenfreundlichkeit, Gerechtigkeit und Mut zum Guten gefördert werden können. Damit wird neben dem menschlichen Verstand ein weiteres Kompetenzzentrum beschrieben, das für die Identität und Lebenspraxis eines gläubigen Menschen elementar ist: das Herz.</p><p>In diesem Licht können wir auch das Evangelium des blinden Bettlers Bartimäus lesen. Seine Ausgangssituation ist prekär. Am Straßenrand im Dunkel sitzend, vom Wohlwollen anderer abhängig, aber Bartimäus bleibt nicht stumm und er lässt sich offenkundig nicht entmutigen, als ihn die Menschenmenge an seinen Platz verweist. Er ruft weiter nach Jesus, der stehenbleibt, ihn nicht übersieht, zu sich in seine Nähe holt, nach dem fragt, was er auf dem Herzen hat, und ihm in der persönlichen Zuwendung die Augen öffnet.</p><p>Bei all dem, was den Kontext der biblischen Geschichte von Orten der Erziehung, von Schule und Unterricht unterscheidet, gibt es doch zumindest die Gemeinsamkeit einer Menge von Personen und dem Blick auf den Einzelnen. Würden wir die Haltung Jesu auf unser Classroom-Management anwenden, würde es bedeuten, dass niemand aus dem Blick geraten darf, der ohnehin schon am Rand steht. Gerade die digitale Generation und der Umgang mit ihr scheint mir vor dieser gewaltigen Herausforderung zu stehen: Auf der Suche nach Orientierung und dem, was dem Leben Halt gibt, immer mehr auf das Display oder den Bildschirm zu schauen und immer weniger Menschen um sich zu haben, die ihnen mehr als einen flüchtigen Blick schenken. Jesus macht Bartimäus und uns im Evangelium deutlich, dass der Einzelne zählt und auch in seinen Defiziten Bedeutung hat. Er wird gerufen, geheilt und in die Nachfolge geführt.</p><p>Religionsunterricht will im Sinn dieser Botschaft den christlichen Glauben als Ermutigung zu einem selbstbestimmten Leben identifizierbar und – so gut es im Rahmen der Institution Schule geht – erfahrbar machen. In der Schulpastoral, im Religionsunterricht oder der Erwachsenenbildung braucht es Menschen wie Sie, die mit ihrer Persönlichkeit und ihren fachlichen Kompetenzen anderen dabei helfen, die Augen für die Zusammenhänge von Lebensgestaltung und Sinnangeboten, von Schöpfung und Umweltbewusstsein, vom Umgang mit Schuld und Versöhnung, von der Kraft der biblischen Botschaft und Hoffnungsmenschen, die Mut machen, mit dem kritischen Verstand zu hinterfragen und für das Kompetenzzentrum des Herzens zu erschließen. Wenn dann in der Lerngemeinschaft vom Einzelnen entdeckt wird: Ich bin nicht unsichtbar, ich werde gesehen und mit meinen Fragen und Zweifeln, mit meinen Bedürfnissen und Ideen in den Blick genommen, sind wir im Geist des Evangeliums auf Sendung. Diese Sendung, deren Relevanz für unsere individuelle Lebenspraxis und für unser mitmenschliches Zusammenleben elementar ist, wird Ihnen heute mit Überreichung der „Missio canonica“ offiziell anvertraut.</p><p>Wenn wir dies im Rahmen der Eucharistiefeier tun, dann kommt auch das Element des Dankens ins Spiel: Dank an Gott, der Menschen ruft, sich in den Dienst der Frohen Botschaft zu stellen. Dank an alle, die in seinem Geist dazu beitragen, dass Menschen befähigt werden, durch Ausbildung und Erweiterungen ihrer pädagogischen und fachlichen Kompetenzen als Lehrkräfte in Schulen und erzieherischen Einrichtungen zu wirken. Dank an Sie, dass Sie Mut hatten, aufzustehen und sich über viele Jahre ausbilden zu lassen, um jetzt an Ihren Einsatzorten auf Sendung zu gehen. Wenn wir die Gaben von Brot und Wein auf den Altar legen, werden Sie mit hineingenommen in das erlösende Wirken Gottes, damit Sie gestärkt durch die Gemeinschaft mit Christus sein Licht bezeugen und in der Welt verbreiten.</p><p>Der Mut und das Herz, das es dazu braucht, haben eine Gemeinsamkeit: Sie werden durch die Praxis trainiert. Ihre Coaching-Zone ist das Klassenzimmer, der Pausenhof, das Lehrerzimmer, die Klassenfahrt und nicht zuletzt Gebet und Gottesdienst auch hier und heute. Amen.</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73958</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 15:52:40 +0200</pubDate><title>In der Not Christus begegnen</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/in-der-not-christus-begegnen/</link><description>Blaulicht-Gottesdienst mit rund 500 Einsatzkräften und Notfalseelsorgerinnen – Bischof Jung: „‚Hab Mut, steh auf!‘ als Motto der täglichen Arbeit“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Bei einer ökumenischen Wort-Gottes-Feier hat Bischof Dr. Franz Jung am Dienstagabend, 7. Juli, den Einsatzkräften und Notfallseelsorgern für ihre Arbeit gedankt: „Danke für Ihren Einsatz für all die Menschen in Unterfranken und darüber hinaus, die sich auf Ihre Hilfe verlassen dürfen.“ Dabei sprach Bischof Jung auch über das Motto der Kiliani-Wallfahrtswoche „Hab Mut, steh auf!“, das zugleich das Motto der täglichen Arbeit der Anwesenden sei. „In der Not des Nächsten, das ist unsere christliche Überzeugung, begegnen wir Jesus Christus selbst.“ Bei dem ökumenischen Gottesdienst, der gemeinsam mit dem evangelischen Dekan Dr. Wenrich Slenczka gefeiert und von den Maltesern mitgestaltet wurde, waren rund 500 Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, der Rettungsdienste, der Malteser, der Johanniter, des Roten Kreuzes, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, des Technischen Hilfswerks sowie Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger anwesend. Auszubildende der Bereitschaftspolizei übernahmen den Ministrantendienst.</p><p>Der Gottesdienst war auch von den persönlichen Erlebnissen der Anwesenden geprägt. So berichteten fünf Einsatzkräfte und Notfallseelsorger von prägenden Momenten und Einsätzen, von Schicksalsschlägen und besonders schweren Situationen, in denen sie Mut beweisen mussten. Marco Völker, Polizeibeamter der Polizeiinspektion Ochsenfurt, sprach von einem Einsatz, bei dem eine psychisch belastete Frau Einsatzkräfte mit einer Metallstange angriff. „Dieser Einsatz hat mich viel beschäftigt, weil er gezeigt hat, wie schnell man in unserer Blaulichtfamilie in einer lebensgefährlichen Situation ist“, sagte Völker. Polizistinnen und Polizisten bräuchten immer wieder Mut und Kraft, um aufzustehen und in gefährlichen Situationen einzugreifen. Uwe Kinstle von den Johannitern in Unterfranken berichtete von einem Einsatz, bei dem er eine junge Mutter über den Tod ihres fünf Monate alten Mädchens informieren musste. Es sei die Geburtsstunde der Notfallseelsorge gewesen. „Habt Mut, steht auf, dass Menschen, die Opfer von Gewalttaten geworden sind, erfahren, dass die Blaulichtfamilie Sie in ihrer Not versorgt und sie begleitetet werden.“</p><p>In seiner Predigt hob Dekan Slenczka, der für Regionalbischöfin Gisela Bornowski eingesprungen war, die Ruhe und den Mut hervor, mit denen Einsatzkräfte ihren täglichen Dienst versehen. „Ich bewundere auch den Mut, den man braucht, um sich rufen zu lassen, wenn es um erschreckende Situationen geht und man vorher nicht weiß: Was kommt jetzt auf mich zu?“ Dekan Slenczka lobte zudem, dass bei der Fürsorge für andere keine Unterschiede gemacht würden: „Ich bewundere es, wie Sie sich um die kümmern, die verunfallt sind, und nicht erst fragen: Wer bist du? Hast du es überhaupt verdient?“</p><p>Nach dem Gottesdienst kamen die Einsatzkräfte sowie die Seelsorgerinnen und Seelsorger zu einer Begegnung bei Brezeln und Getränken vor dem Burkardushaus zusammen.</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/344-wo-einsatzkrafte-mutig-sind/embed?context=external&amp;theme=default" style="border: 0" frameborder="0" height="150" width="100%"></iframe></p><p class="text-right">pdf (POW)</p><p>(2826/0676; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783518734Y6PJOVdZPwuOOU" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783518734Y6PJOVdZPwuOOU</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73957</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 14:35:15 +0200</pubDate><title>Mit Jesus an der Seite Neues wagen</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/mit-jesus-an-der-seite-neues-wagen/</link><description>Weihbischof em. Ulrich Boom feiert Kiliani-Gottesdienst für Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus der Region Main-Rhön</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Frankenapostel machen Mut beim Wagnis des Glaubens. Das hat Weihbischof em. Ulrich Boom beim Kiliani-Gottesdienst am Mittwochvormittag, 8. Juli, dem Gedenktag der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan, betont. Mit rund 400 Gläubigen aus der Region Main-Rhön feierte er die Messe im Würzburger Kiliansdom. „Bei allem, was schlecht läuft in der Welt und in unserem Leben, wir können darauf vertrauen, dass Gott alles zum Guten wenden wird.“</p><p>Welche Gründe mögen den heiligen Kilian und seine Gefährten bewogen haben, ihre Heimat Irland und ihre klösterliche Gemeinschaft zu verlassen? Diese Frage stellte Weihbischof Boom an den Beginn seiner Predigt. Die Gemeinschaft habe Sicherheit geboten, sei aber gewiss auch ein Ort mit Konflikten und Auseinandersetzungen gewesen. „Wo alles sicher zu sein scheint, tauchen schnell die Fragen auf, ob das schon das ganze Leben ist. Es muss im Leben doch mehr als alles geben.“ Im Alltag des Mönchseins hätten sie die Wahrheit entdeckt, die im Wort Jesu zu finden sei: Wer sein Leben retten wolle, werde es verlieren. Wer aber sein Leben um Christi willen verliere, der werde es finden. „Aber mit der Erkenntnis ist noch lange nicht der Weg gegangen. Es braucht Mut und Durchhaltevermögen, um den Aufbruch zu wagen.“</p><p>Das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“, das die Kiliani-Wallfahrtswoche wie auch den zurückliegenden 104.&nbsp;Deutschen Katholikentag im Mai begleitet, passe auch zum Leben der Frankenapostel, sagte der Weihbischof. Aufbruch gelinge da, wo mutig Neues angegangen werde. Dazu gehöre immer „eine gehörige Portion Vertrauen – in Gott, in die Menschen und natürlich in sich selbst“. In der Erzählung vom blinden Bettler Bartimäus sei es Jesus, der dem Blinden helfe, die Zukunft wieder zuversichtlich in den Blick zu nehmen und das Leben mit einer neuen Sicht anzugehen. „Er ruft dich!“ heiße, das Christus mitgehe, wo man Neues wage und Gewohntes verlasse. Das gelte nicht nur für Bartimäus, sondern auch für Kilian und seine Gefährten, „für mich und für uns, hier und heute“.</p><p>In den Seligpreisungen aus der Bergpredigt werde Gottes Reich und Herrschaft auf Erden sichtbar, fuhr Weihbischof Boom fort. Sein Herz schlage für die Armen und jene, die arm dran sind, für die Trauernden und Weinenden, die Barmherzigen und Gerechten, bei denen, die das Herz eines Kindes haben und die Frieden bringen. „Bitten wir den heiligen Kilian und seine Gefährten, dass wir gleich ihnen Botinnen und Boten von Gottes Treue und Barmherzigkeit sind.“</p><p>Nach dem Gottesdienst trafen sich die Wallfahrerinnen und Wallfahrer zu Getränken und einem Imbiss auf dem Platz vor dem Burkardushaus. Viele suchten das persönliche Gespräch mit Weihbischof Boom.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(2826/0673; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17835139243xIIqbLTEpByBF" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/17835139243xIIqbLTEpByBF</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73950</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 09:41:31 +0200</pubDate><title>„Loben kann man nie genug!“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/loben-kann-man-nie-genug/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Kiliani-Gottesdienst mit Priestern, Diakonen und hauptamtlichen Mitarbeitenden</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) „Was gibt mir Mut für meinen Dienst?“ Diese Frage hat Bischof Dr. Franz Jung beim Kiliani-Gottesdienst für Priester, Diakone sowie hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums Würzburg und seiner Caritas am Dienstagnachmittag, 7. Juli, in den Mittelpunkt gestellt. Das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“, das über der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche wie auch über dem diesjährigen 104. Deutschen Katholikentag steht, sei „mehr als eine Durchhalteparole“, sagte der Bischof zu den rund 550 Gläubigen. „Ich sage heute von ganzem Herzen Ihnen allen Dankeschön für das, was wir miteinander erreicht haben. Es lohnt sich, das heute zu feiern.“</p><p>Was gibt im Alltag und als Dienstgemeinschaft Mut, aufzustehen? Er habe fünf Quellen der Ermutigung gefunden, sagte der Bischof in seiner Predigt. Anstelle des typisch fränkischen „Nix gesagt ist genug gelobt“ rief er zu einem „Wort des Lobes zur rechten Zeit“ auf. „Das bewirkt Wunder, das geht mir selbst auch so.“ Es gebe das Gefühl, etwas zu können, wichtig zu sein und gesehen zu werden. „Loben kann man nie genug!“</p><p>Im Leben gebe es aber auch mal Durchhänger. Sei es, weil es einem körperlich nicht gut gehe, weil es in der Familie krisele oder man mit einer Aufgabe nicht zurechtkomme. Da sei es wichtig, ein Team zu haben, dem man sich anvertrauen könne, das einen auffange und dabei helfe, gut durch die nächste Phase zu kommen. „Es gibt Mut, zu wissen, dass man im Team getragen wird.“</p><p>Das Bistum stecke in einem großen Umbruchsprozess, fuhr der Bischof fort. Viele Maßnahmen seien langfristig angelegt, und das könne entmutigen. „Es ist gut, große Projekte in kleine Teilprojekte zu zerlegen und jeden Tag die Herausforderungen des heutigen Tages gut zu bewältigen“, erklärte der Bischof die dritte Quelle der Ermutigung. Dann werde auch ein „Riesenberg“ Stück für Stück plötzlich schneller zu bewältigen sein.</p><p>„Mut macht, sich des Sinns des eigenen Tuns zu vergewissern“, nannte der Bischof als vierte Quelle. „Wer nicht weiß, warum er etwas tut, der hat auch keinen Mut und lässt es einfach laufen.“ Ein Beispiel sei die Geschichte von den beiden Maurern: Der eine arbeite missmutig vor sich hin, doch der andere erzähle stolz, dass er an einer Kathedrale mitbaue. Die neue Grundordnung lege die Verantwortung in die Hände des Dienstgebers. Er sei dafür verantwortlich, den Mitarbeitenden den Sinn ihres Tuns nahezubringen: „Ist es noch sinnvoll, wie wir es machen? Was ist das Ziel, zu dem wir angetreten sind? Erreichen wir es auf diesem Weg? Sinn schenkt Mut, Unsinn macht mutlos.“</p><p>Schließlich gehöre zur Ermutigung, Erfolge miteinander zu feiern. „Dazu möchte ich am heutigen Tag ermutigen.“ Der Bischof erinnerte an den „wunderbaren Katholikentag“, bei dem sich das Bistum und die Dienstgemeinschaft „wunderbar präsentiert“ hätten. Die Mitarbeitenden dankten dem Bischof für seine Worte mit herzlichem Applaus.</p><p>Als Erinnerung an den Katholikentag brachten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter symbolisch Gaben vor den Altar. Ein Plakat vom „Abend der Begegnung“ stand für das vielfältige Kulturangebot, ein Aufsteller aus der „Demokratiekirche“ in der Marienkapelle für die politische Dimension des Evangeliums und das Ringen um eine bessere Welt. Ein Wegweiser zum „Spirituellen Rastplatz“ im Innenhof des Domkreuzgangs stand für Gastfreundschaft, Brot und Wein erinnerten an die Zeit, Ideen und Begeisterung der vielen Menschen, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung des Katholikentags einbrachten.</p><p>Im Gottesdienst wurde eigens an die im vergangenen Jahr verstorbenen Kolleginnen und Kollegen erinnert und für diese gebetet.&nbsp;Das Bläserensemble des Bischöflichen Ordinariats sowie der Chor des Diözesan-Caritasverbands unter der Leitung von Angela M. Lixfeld gestalteten den Gottesdienst.</p><p>Im Anschluss waren alle zur Begegnung im Kilianeum eingeladen. Mitglieder der Mitarbeitervertretung (MAV) sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kilianeums kümmerten sich um die Bewirtung.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(2826/0674; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783437569DqbITN5thMuTqC" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783437569DqbITN5thMuTqC</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73932</guid><pubDate>Tue, 07 Jul 2026 10:28:56 +0200</pubDate><title>„Gesellschaft und Kirche leben davon, dass möglichst viele sich einbringen“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/gesellschaft-und-kirche-leben-davon-dass-moeglichst-viele-sich-einbringen/</link><description>Kiliani-Pontifikalgottesdienst für Politiker und Räte – Bischof Dr. Franz Jung wirbt für Solidarität mit Menschen am Rand, Eigenverantwortung und einen klaren Blick auf die Wirklichkeit</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Montagabend, 6. Juli, beim Kiliani-Pontifikalgottesdienst für Politiker und Räte im Würzburger Kiliansdom dazu aufgerufen, den Notschrei von Menschen am Rand der Gesellschaft wahrzunehmen und sie zu ermutigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Zugleich warnte er vor Ideologisierung, Kleinmut und Nationalismus, die den Blick verengten. „Habt Mut, steht auf! Es lohnt sich!“, rief er den rund 800 Menschen im Kiliansdom zu.</p><p>Das Motto „Hab Mut, steh auf!“ des diesjährigen 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg und der Kiliani-Wallfahrtswoche stammt aus der Erzählung über die Heilung des blinden Bartimäus im Markusevangelium. Daraus leitete der Bischof in seiner Predigt drei zentrale Aufgaben für Politik und Kirche ab: den Ruf der Bedürftigen hören, Menschen zur Eigenverantwortung befähigen und die Welt mit neuen Augen sehen. Er betonte, Menschen in Not seien oft beschämt und wagten nicht, auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Deshalb brauche es in Politik und Kirche einen „Außenblick“ über die eigene Blase hinaus, damit niemand abgehängt oder vergessen werde. „In unserem Projekt der Sozialraumorientierung versuchen wir, genau diesen Außenblick über den eigenen Kirchturm hinaus einzuüben, um den Ruf der Notleidenden hören zu lernen, in dem Jesus selbst uns anruft.“</p><p>Mit Blick auf Demokratie und kirchliche Gremien warb der Bischof für „selbstbestimmte Teilhabe“ und verwies auf das Subsidiaritätsprinzip der katholischen Soziallehre. Staat, Kommune und Bistum könnten Verantwortung nicht einfach abnehmen, sondern müssten Menschen befähigen, selbst tätig zu werden. Bischof Jung kritisierte eine verbreitete Service-Mentalität, die er als problematisch für das Gemeinwesen ansah. Gesellschaft und Kirche lebten davon, dass möglichst viele mitdenken, mitentscheiden und sich einbringen.</p><p>Zudem mahnte der Bischof einen realistischen politischen Blick an. Politik dürfe sich nicht an Ideologien orientieren, sondern müsse die Wirklichkeit nüchtern wahrnehmen und auch unbequeme Entscheidungen treffen. Gerade in Zeiten globaler Krisen dürften sich Entscheidungen nicht an nationalen Eigeninteressen verengen, sagte der Bischof. Gemeinsame Herausforderungen ließen sich nur gemeinsam lösen.</p><p>Bischof Jung dankte allen, die sich in Politik, Räten und kirchlichen Gremien engagieren. Wer sich zur Wahl stelle, mache sich verletzlich, sagte er, doch auch Niederlagen gehörten dazu. Wichtig sei, wieder aufzustehen und neu anzufangen. Zudem würdigte er den langen Atem, das bessere Argument und die Freude am eigenen Tun als Voraussetzungen für gutes politisches und kirchliches Engagement.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2826/0668; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783411428HAukdvPIat85YG" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783411428HAukdvPIat85YG</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73887</guid><pubDate>Sun, 05 Jul 2026 15:10:59 +0200</pubDate><title>„Getauft zu sein bedeutet, einen persönlichen Auftrag zu haben“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/getauft-zu-sein-bedeutet-einen-persoenlichen-auftrag-zu-haben/</link><description>Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 feierlich eröffnet – Delegationen aus Irland und Schottland feiern mit – Rund 1100 Gläubige beim Pontifikalgottesdienst – Reliquienprozession von Sankt Burkard zum Kiliansdom 
</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Die Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 hat begonnen: Bischof Dr.&nbsp;Franz Jung eröffnete sie feierlich am Sonntag, 5. Juli, mit der Reliquienprozession mit den Häuptern der Frankenapostel von der Pfarrkirche Sankt Burkard über die Alte Mainbrücke in den Kiliansdom. Dort feierte der Bischof einen Pontifikalgottesdienst mit rund 1100&nbsp;Gläubigen. In seiner Predigt ermahnte der Bischof die Gläubigen nachdrücklich zu gesellschaftlichem Engagement und zum Übernehmen persönlicher Verantwortung. Die Wallfahrtswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“.</p><p>Verbunden über die gleiche iro-schottische Mönchs- und Glaubenstradition, in der Kilian, Kolonat und Totnan standen, nahmen Delegationen aus der Würzburger Partnerstadt Dundee in Schottland und dem County Cavan (Irland), in dem Kilians Geburtsort Mullagh liegt. An der Spitze der schottischen Delegation stand George Laidlaw, Vorsitzender der Dundee Würzburg Twinning Association, die irische wurde von Niall Smith, stellvertretender Vorsitzender des Cavan County Council, angeführt.&nbsp;</p><p>Die Prozession mit den Häuptern der Frankenapostel begann mit einer Statio in der Pfarrkirche Sankt Burkard auf der anderen Mainseite. Dort begrüßte Bischof Jung besonders die ausländischen Gäste. Den Zug zum Dom begleitete eine große Zahl von Gläubigen, unter anderem Weihbischof Dompropst Paul Reder, Weihbischof em. Ulrich Boom, Vertreter des Domkapitels und des Allgemeinen Geistlichen Rats, Mitglieder des Diözesanrats der Katholiken, Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig, Landrat Thomas Ebert (Würzburg), Ordensleute, außerdem Familiaren des Deutschen Ordens, Ritter vom Heiligen Grab sowie Fahnenabordnungen von Verbänden, Vereinen, Studentenverbindungen und Innungen. Den Reliquienschrein trugen abwechselnd Priesterseminaristen, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg, der Malteser sowie des Diözesanrats.</p><p>Zum Kiliani-Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ erklärte der Bischof in seiner Predigt, dass die Kirche und das Gemeinwesen von Menschen lebten, die selbst aktiv werden, statt die Verantwortung auf andere oder staatliche und kirchliche Institutionen abzuwälzen. Getauft zu sein bedeute, einen persönlichen Auftrag zu haben. Orientierung böten hierbei die drei Bistumspatrone Kilian, Kolonat und Totnan, die als Frankenapostel mutig ihre Heimat verließen, um den Glauben in die Welt zu tragen.</p><p>Bischof Jung betonte, dass der christliche Glaube „zutiefst politisch“ sei und nicht an der Kirchentür ende. Er rief dazu auf, sich mutig in gesellschaftliche Debatten einzumischen – sei es durch den Einsatz für Hilfsbedürftige am Rande der Gesellschaft, den Schutz des ungeborenen Lebens, die Ablehnung des assistierten Suizids oder das Engagement gegen die gesellschaftliche Polarisierung. „Deshalb stellen wir Plattformen bereit, um das Gespräch untereinander nicht abreißen zu lassen und der Polarisierung entgegenzuwirken – wie in der Demokratiekirche beim Katholikentag oder in der Akademiearbeit“, betonte Bischof Jung. Trotz eines zunehmend raueren gesellschaftlichen Klimas, das von Verunglimpfungen bis hin zu offener Gewalt reiche, dürften Christinnen und Christen sich nicht einschüchtern lassen. Das Vorbild der Frankenapostel ermutige dazu, dem Gegenwind ohne Furcht standzuhalten, Missständen zu widersprechen und auf die Kraft des Evangeliums zu vertrauen.</p><p>Viele Gläubige ließen sich nach dem Gottesdienst einzeln unter Auflegung von Reliquien der Frankenapostel segnen. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdiensts im Dom sorgten Domorganist Professor Stefan Schmidt sowie der Domchor, die Domsingknaben und zwei Bläserensembles unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth und Domkantor Julian Beutmiller, unter anderem mit der „Kiliani-Intrada“ von Julian Beutmiller, der „Missa octo vocum“ von Hans Leo Hassler sowie Werken von Michael Praetorius, Peter Planyavsky und Eugène Gigout. Die Prozession gestalteten das Symphonische Blasorchester Kürnach und der Kammerchor der Würzburger Kantorei musikalisch. Eine Begegnung auf dem Platz vor dem Burkardushaus schloss sich an den Gottesdienst an. Der Kiliansplatz, wo sich sonst die Menschen austauschen und erfrischen, steht in diesem Jahr wegen Bauarbeiten am Kilianshaus nicht zur Verfügung.</p><p class="text-right"><br /><em>mh (POW)</em></p><p><br />(2826/0661; E-Mail voraus)<br /><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hie</strong>r: <a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783084002wZxUU3QUteziwR" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783084002wZxUU3QUteziwR</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73881</guid><pubDate>Sat, 04 Jul 2026 21:47:00 +0200</pubDate><title>Musik verbindet über Kontinente hinweg</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/musik-verbindet-ueber-kontinente-hinweg/</link><description>Mädchenkantorei gestaltet musikalisches Abendgebet im Neumünster – Persönliche Zeugnisse zu Glaube, Liebe und Hoffnung – Chorreise nach Tansania in den Sommerferien</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mit einem musikalischen Abendgebet unter der Überschrift „Hope – Faith – Love“ (Hoffnung, Glaube, Liebe) hat die Mädchenkantorei am Würzburger Dom am Samstagabend, 4. Juli, einen tiefgründigen Akzent zum Auftakt der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 gesetzt. Rund 250&nbsp;Personen nahmen an dem Gebet teil. Die spirituellen Impulse der von Domdekan Dr. Jürgen Vorndran geleiteten Feier kamen von Mitgliedern des Chores. Die neu gewählte Generaloberin der Erlöserschwestern, Schwester Tadea Mpanda aus Tansania, las das Evangelium auf Kisuaheli vor.</p><p>Unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth trugen die Sängerinnen neben Mia Makaroffs „Spes“ oder Ola Gjeilos „Ubi caritas et amor“ auch Lieder auf Suaheli vor. Unter anderem erklangen „Baba yetu“ von Christopher Tin und „Kein schöner Land/Sayari yetu“ von Oliver Gies. Das Programm haben die jungen Sängerinnen für ihre Begegnungsreise in das Partnerbistum Mbinga in Tansania in den Sommerferien vorbereitet. Als Kulturbotschafter will die Mädchenkantorei, begleitet von Domdekan Vorndran, dort in Konzerten, musikalischen Begegnungen, gemeinsamen Proben und Workshops in einen musikalischen und emotionalen Dialog treten und die gegenseitige Verbindung vertiefen.</p><p>Drei Chormitglieder erläuterten zwischen den Liedern die drei christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe mit Erfahrungen aus ihrem eigenen Alltag – geprägt von Abiturstress, persönlichen Krisen, aber vor allem von einer unerschütterlichen Chorgemeinschaft und der großen Vorfreude auf eine anstehende Reise nach Tansania.</p><p>Dass diese Gemeinschaft auch durch schwere Zeiten trägt, verdeutlichte Marie Häusler in ihrem Impuls zur Hoffnung. Hoffnung sei nichts, womit man geboren werde, man müsse diese erst aktivieren. Das gelte gerade für Phasen, in denen man nicht mehr weiterwisse. Wie greifbar diese Hoffnung durch Mitmenschen werden kann, symbolisierte der Plüschpinguin „Hazel“: Dieses Geschenk des Chores habe sie in einer dunklen Lebensphase daran erinnert, dass eine Gemeinschaft hinter ihr stehe, die den Glauben an sie nie aufgegeben hat. „Am Ende ist Hoffnung das Wertvollste, was man einander schenken kann“, betonte sie.</p><p>Theophanu Opel erklärte in ihrem Impuls zum Thema Glauben, dass sich das Gottesbild beim Aufwachsen verändere und entwickle. Neben kindliche Gewissheiten träten im Jugendalter unweigerlich Zweifel und Fragen. Die Antwort darauf lasse sich im Vertrauen auf Gottes Zusage „Ich bin da“ und ganz praktisch im gemeinsamen Erleben finden: Wenn der Chor singt, werde der Glaube durch die Musik unmittelbar spürbar und verbinde Menschen über Kontinente hinweg.</p><p>Marie Schulze schließlich beschrieb Liebe als einen komplexen Zustand, der durch Werte wie Zusammenhalt, Respekt und Wertschätzung sichtbar werde. Ob durch die Unterstützung der Familie während der Abiturphase, das Gefühl von Geborgenheit auf Chorfahrten oder kleine Gesten der Nächstenliebe im Alltag: Liebe sei das Fundament des Miteinanders. Sie erfordere jedoch auch Selbstliebe sowie Offenheit und Toleranz gegenüber dem Neuen.</p><p>Für die drei Glaubenszeugnisse wie für die musikalische Darbietung gab es großen Applaus.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(2826/0663; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong></em><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783194290u7SMiovkA4S7Te" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783194290u7SMiovkA4S7Te</a></em></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73872</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 23:21:37 +0200</pubDate><title>„Gott loben für den gemeinsamen Weg“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/gott-loben-fuer-den-gemeinsamen-weg/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Pontifikalgottesdienst mit Silberpaaren</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg</strong> (POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Freitagabend, 3. Juli, mit rund 350 Ehepaaren, die seit 25&nbsp;Jahren verheiratet sind, im Würzburger Kiliansdom unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ einen Pontifikalgottesdienst gefeiert. „Gott segne und begleite Sie in all den Jahren, die da noch kommen mögen“, rief er den Eheleuten zu. Im Gottesdienst erneuerten die Paare ihr Eheversprechen. Am Eingang zum Dom erhielt jedes Paar ein geschnitztes Herz aus Olivenholz, hergestellt von palästinensischen Christen im Heiligen Land.</p><p>Nach dem Gottesdienst konnten sich die Paare vom Bischof und weiteren Seelsorgerinnen und Seelsorgern einzeln segnen lassen. Die anschließende Begegnung fand auf dem Platz vor dem Würzburger Burkardushaus statt. Der Kiliansplatz, wo sonst nach dem Gottesdienst Raum für Austausch und Erfrischung ist, ist in diesem Jahr aufgrund der Bauarbeiten am Kilianshaus gesperrt. Viele Ehepaare nutzten die Gelegenheit, um ein Erinnerungsfoto mit dem Bischof zu schießen.</p><p>In seiner Predigt zog Bischof Jung Parallelen zwischen dem biblischen Bettler Bartimäus und den Phasen einer langjährigen Partnerschaft. Das gemeinsame Leben erfordere immer wieder den Mut, neu aufzustehen, um sich „die Augen öffnen“ zu lassen. Der Bischof dankte den Jubilaren für ihre gelebte Treue und gratulierte ihnen zu ihrem gemeinsamen Weg: „Die Zeit zum Singen ist da, die Zeit, Gott zu loben für den gemeinsamen Weg.“</p><p>Der Weg führe Paare durch viele Stationen: vom „Lockruf in eine neue Zweisamkeit“ über das Verlassen der eigenen Komfortzone in den ersten Jahren bis hin zur Familienphase, erläuterte der Bischof in seiner Predigt. Auch das Älterwerden bringe Umbrüche. Wenn die Kinder das Haus verlassen, gelte es, die Rollen neu zu definieren. Dabei sei es wichtig, „mutig die eigenen blinden Flecken sehen zu lernen“.</p><p>Besonders in schweren Lebens- und Glaubenskrisen wie Krankheit oder dem Verlust des Arbeitsplatzes sei es eine große Gnade, sich gegenseitig tragen und bestärken zu können. Dieses gemeinsame Aufstehen sei „immer schon ein Abglanz des österlichen Auferstehens“, erklärte Bischof Jung.</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(2826/0660; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Weitere Bilder finden Sie unter: </b></u></i><i><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783083803bvG8Nh2AwydjJu" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783083803bvG8Nh2AwydjJu</a></i></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73866</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 15:27:20 +0200</pubDate><title>Den Anderen mit den Augen von heute sehen</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/den-anderen-mit-den-augen-von-heute-sehen/</link><description>Weihbischof Reder feiert im Kiliansdom Pontifikalmesse mit Ehejubilaren die 50, 60 oder mehr Jahre verheiratet sind – Paare erneuern ihr Eheversprechen und erhalten einen Segen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Am Freitagmorgen, 3. Juli, hat Weihbischof Paul Reder mit rund 1000 Menschen im Würzburger Kiliansdom einen Pontifikalgottesdienst für Ehejubilare gefeiert. Ehepaare, die seit 50, 60&nbsp;oder mehr Jahren verheiratet sind, konnten im Gottesdienst ihr Eheversprechen erneuern. Am Eingang wurden geschnitzte Herzen aus Olivenholz verteilt, welche zahlreiche Paare im Moment der Erneuerung des Eheversprechens zusammen in der Hand hielten. Nach dem Gottesdienst hatten die Ehejubilare die Möglichkeit, durch Weihbischof Reder und weitere Seelsorgerinnen und Seelsorger einen Segen für ihre Ehe zu empfangen. Im Anschluss an den Gottesdienst kamen die Ehejubilare vor dem Würzburger Burkardushaus zur Begegnung zusammen.</p><p>In der <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/miteinander-und-aneinander-wachsen/" target="_blank" class="external-link">Predigt</a>, welche an die Lesung aus dem Hohelied der Liebe und das Markusevangelium über den blinden Bettler Bartimäus angelehnt war, sprach der Weihbischof über die Bedeutung von Begegnungen und die Geheimnisse der Liebe. Der gemeinsame Weg habe mit einer Begegnung begonnen. Ein erster Blickwechsel, das erste Gespräch oder das Kennenlernen der Eltern: „Immer stehen Begegnungen am Anfang“, sagte Weihbischof Reder. Dies sei auch Teil des ersten Geheimnisses der Liebe: einander in den Blick zu nehmen und sich Gehör zu schenken. Das zweite Geheimnis der Liebe sei in den unterschiedlichen Phasen der Ehe verwurzelt. Nicht nur die Frühlingsphase einer Ehe sei der Ausdruck echter Liebe, sondern vor allem die alte Liebe. „Diese Liebe kann echt und innig sein, gerade weil sie sich gewandelt hat“, betonte der Weihbischof.</p><p>Das Hohelied aus dem Alten Testament sei eine kunstvoll zusammengestellte Sammlung von Liebesliedern. Es sei aber kein Text über die Perfektion der Liebe, sondern über die erfahrbare Schönheit, Begegnung und Sehnsucht. Daher stamme auch das dritte Geheimnis der Liebe: einander wieder ins Leben zu rufen – durch ein Lächeln am Morgen, eine Umarmung oder das Halten und Gehaltenwerden. An dieser Stelle sprach Weihbischof Reder auch vom blinden Bettler Bartimäus, der am Straßenrand sitzend erst Jesus rufen musste, bevor er gehört wurde. In einer Beziehung könne es auch Phasen geben, in denen sich Partner nicht gesehen und an den Rand gedrängt fühlten. Doch genau wie in der Erzählung von Bartimäus brauche es in einer Ehe den Mut, sich selbst einem anderen mitzuteilen.</p><p>So wie das Rufen sei auch das Stehenbleiben ein Geheimnis der Liebe, das vierte. Innezuhalten und nicht aneinander vorbeizugehen, statt vor Herausforderungen zu flüchten, sei auch in einer Ehe wichtig. Letztlich sei die Frage „Was willst du, dass ich dir tue?“, welche Jesus Bartimäus stellt, das fünfte Geheimnis der Liebe: der anderen Person Raum zu geben und es möglich zu machen, sich mitzuteilen und einander neu zu sehen. „Nicht nur mit den Augen von früher, mit den Augen der Frühlingsliebe, sondern mit den Augen von heute.“</p><p class="text-right">pdf (POW)</p><p>(2826/0662; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weiter Bilder finden Sie hier: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17830845252HXB51lkPXefDL" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/17830845252HXB51lkPXefDL</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73858</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 10:36:26 +0200</pubDate><title>Die Geheimnisse der Liebe</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/die-geheimnisse-der-liebe/</link><description>Weihbischof Reder feiert Pontifikalgottesdienst mit Jubelpaaren, die 50, 60 oder mehr Jahre verheiratet sind – Paare erneuern im Kiliansdom ihr Eheversprechen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mit rund 375 Ehepaaren, die seit 50, 60 oder mehr Jahren verheiratet sind, hat Weihbischof Paul Reder am Donnerstagnachmittag, 2. Juli, einen Pontifikalgottesdienst im Würzburger Kiliansdom gefeiert. „Sie sind heute nicht hier, weil Ihre Ehe ein perfekter Weg war, sondern weil Sie den Weg, wie er war, bis heute miteinander gegangen sind“, sagte der Weihbischof. Er wünschte ihnen für den weiteren Weg Mut und Gottes Segen. Im Gottesdienst erneuerten die Paare ihr Eheversprechen. Nach der Messe hatten sie Gelegenheit, sich von Weihbischof Reder und weiteren Seelsorgerinnen und Seelsorgern segnen zu lassen.</p><p>In seiner <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/miteinander-und-aneinander-wachsen/" target="_blank" class="external-link">Predigt</a> sprach der Weihbischof, angelehnt an die Lesung aus dem Hohelied der Liebe und das Evangelium vom blinden Bettler Bartimäus, von fünf Geheimnissen der Liebe. Der gemeinsame Weg habe vor vielen Jahrzehnten mit einem hörbaren Jawort vor dem Traualtar begonnen. Einander Gehör zu schenken und in den Blick zu nehmen sei das erste Geheimnis. Die Bilder im Hohelied der Liebe seien voll Aufbruch und Frühling. Als er einmal ein Jubelpaar zum Gratulieren besucht habe, habe der Mann gesagt: „Damals waren wir noch frisch verliebt“, worauf seine Frau ergänzt habe: „Und jetzt sind wir eben alt verliebt.“ Diese veränderten Erscheinungsformen der Liebe anzunehmen, sei das zweite Geheimnis der Liebe. Wenn es im Hohelied heiße „Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!“, dann klinge es, als rufe einer den anderen in ein neues Leben hinein. Einander ins Leben zu rufen, sei das dritte Geheimnis der Liebe – durch ein Lächeln am Morgen oder auch durch eine geteilte Sorge.</p><p>Wenn Bartimäus Jesus rufe und dieser stehenbleibe, sei das „einer der schönsten und ermutigendsten Sätze“ des Evangeliums, fuhr Weihbischof Reder fort. Dieser „Bartimäus-Moment“, füreinander stehen zu bleiben und einzustehen, sei das vierte Geheimnis echter Liebe. Jesu Antwort „Was willst du, dass ich dir tue?“ deutete er so, dass man einander Raum gebe, um sich mitzuteilen. Das sei das fünfte Geheimnis der Liebe, denn dadurch entdecke man den anderen immer wieder neu – „einen Humor, der gewachsen ist, eine Geduld, die gereift ist, eine Treue, die sich bewährt hat. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Tag für Tag in diesen Geheimnissen der Liebe weiter miteinander und aneinander wachsen.“</p><p>Am Eingang zum Dom erhielt jedes Paar ein geschnitztes Herz aus Olivenholz, hergestellt im Heiligen Land. Die anschließende Begegnung fand auf dem Platz vor dem Würzburger Burkardushaus statt. Der Kiliansplatz, wo sonst nach dem Gottesdienst Raum für Austausch und Erfrischung ist, ist in diesem Jahr aufgrund der Bauarbeiten am Kilianshaus gesperrt.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(2826/0656; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie unter: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17830120584UQ2Wo2fTsEJUI" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/17830120584UQ2Wo2fTsEJUI</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73857</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 10:33:54 +0200</pubDate><title>„Miteinander und aneinander wachsen“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/miteinander-und-aneinander-wachsen/</link><description>Predigt von Weihbischof Paul Reder bei der Pontifikalmesse für Gold- und Diamant-Ehejubilare am Donnerstag, 2. Juli 2026, im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Jubelpaare,</p><p>liebe Schwestern und Brüder Christi,</p><p>Würzburg feiert Kiliani – und Sie mittendrin. Kiliani, für die einen ist das Festplatzrummel mit Riesenrad, Achterbahn und Festzelt, für die anderen heißt das Kiliansdom, Orgelmusik und Festmesse. Auf unterschiedliche Weise sind doch beide Kiliani geprägt von einer Gemeinsamkeit: von Begegnungen.</p><p>Auch Ihr gemeinsamer Weg begann genau damit: mit einer Begegnung. Vielleicht haben Sie sich im Zusammenhang mit Ihrem Jubiläum nochmal den Anfang in Erinnerung gerufen: den ersten Blickwechsel, das erste längere Gespräch, das erste Vorstellen bei den Eltern – immer stehen Begegnungen am Anfang… Und heute feiern wir gemeinsam, dass aus diesen ersten Begegnungen persönliche Zuwendung und gegenseitiges Vertrauen gewachsen sind und daraus dann mit Ihrer Trauung vor 50, 60 Jahren zu einem verbindlichen Weg der Liebe wurden, den Sie seither miteinander gehen. Diesen Weg über viele Jahrzehnte wollen wir heute dankbar vor Gott bringen. Ihr gemeinsamer Weg, ihre von Ihnen gestaltete Geschichte hat mit einem hörbaren Jawort begonnen, als Sie sich vor dem Traualtar in den Blick genommen haben. Einander Gehör schenken und einander in den Blick nehmen ist das erste Geheimnis der Liebe. Dazu gehören immer zwei.</p><p>In der Lesung aus dem biblischen Buch des Hoheliedes wurde diese Wichtigkeit besonders betont, Gehör zu finden und einander in den Blick zu nehmen: „Horch! Mein Geliebter! Siehe, er kommt!“ – und dann folgen lauter Bilder, die nach „frisch verliebt“ klingen. Alles ist Aufbruch, alles ist Frühling, alles positiv: „Die Blumen erscheinen im Land, die Zeit des Singens ist da.“ Vielleicht klingt das gar nicht nach einem Text für Paare mit 50 und mehr Jahren gemeinsamer Geschichte. Aber vielleicht geht es Ihnen wie einem Jubelpaar, das ich zum Gratulieren besucht habe, und beim Blick auf das Hochzeitsfoto von damals sagte der Jubilar: „Ja, damals waren wir noch frisch verliebt.“ Woraufhin seine Frau ergänzte: „Und jetzt sind wir eben alt verliebt.”</p><p>Denn wer sagt eigentlich, dass nur die Frühlingsliebe am Anfang mit ihren großen Emotionen echte Liebe ist? Wenn wir nur dafür ein Gehör haben und nur dem einen Blick schenken, was sich „frühlingshaft“ frisch verliebt anfühlt, dann verkennen wir, dass auch das Jahr aus dem Wechsel der Jahreszeiten seine ganze Fülle gewinnt. Vielleicht besteht das zweite Geheimnis der Liebe ja genau darin, die Veränderungen ihrer Erscheinungsformen anzunehmen, was die Ehejubilarin mit dem Wort ausgedrückt hat: „Jetzt sind wir eben alt verliebt.“ Auch diese „alte Liebe“ kann echt und innig sein, gerade weil sie sich gewandelt hat und anders geworden ist. Das Hohelied aus dem Alten Testament ist wohl eine kunstvoll zusammengestellte Sammlung von Liebesliedern. Und wie bei allen Liedern kann man nicht sagen: So und nur so muss ein Liebeslied sein. Wie im richtigen Leben kennen auch Liebeslieder die Gestimmtheit in Dur und in Moll, die Beschwingtheit und die Wehmut, den „Himmel voller Geigen“ und die kleine, einfache Melodie. Alles kann – wie auch die unterschiedlichen Phasen Ihrer Ehe – Ausdruck echter Liebe sein, gerade dann, wenn es nicht perfekt eingeübt wird, sondern ehrlich gelebt wird.</p><p>Das Hohelied ist ja kein Text über die Perfektion der Liebe, sondern über ihre erfahrbare Schönheit. Es ist ein Lied über Sehnsucht, über Freude, über Begegnung: „Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!“ Und es klingt, als rufe einer den anderen mit diesen Worten in ein neues Leben hinein. Und das scheint mir ein drittes Geheimnis der Liebe zu sein: einander ins Leben zu rufen. Das kann tausend Gesichter haben: ein Lächeln am Morgen, ein miteinander geteilter, sorgenvoller Blick, eine Umarmung und ein Kuss, ein verständnisvolles Halten und Gehaltenwerden.</p><p>Im Evangelium hören wir von einem Menschen, der sich in ein neues Leben gerufen weiß und den nichts mehr zurückhält. Dabei hat sich Bartimäus zuvor die Seele aus dem Leib geschrien und ist von den anderen nur noch mehr an den Rand gedrängt worden. Bis zu diesem Zeitpunkt saß Bartimäus am Straßenrand und hatte vor allem ein Ziel: genügend Geld für seinen Lebensunterhalt zu erbetteln. Vielleicht hat er das auch von Jesus erhofft, als er hörte, dass Jesus mit einer Menschenmenge durch Jericho an ihm vorbeizieht, und er ruft: „Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!“ Vermutlich gibt es auch in unserem Leben Zeiten, wo wir den Eindruck haben: Das Leben läuft an uns vorbei und wir sitzen eher am Rand. Solche Beziehungsphasen sind bitter: Zeiten, in denen wir uns nicht gesehen fühlen. Zeiten, in denen wir kein Gehör beim anderen finden. Zeiten, in denen wir blind sind für die Bedürfnisse des anderen.</p><p>Und dann brauchen wir diesen Bartimäus-Moment, der darin besteht, dass wir uns nicht mit dieser Situation abfinden. Bartimäus hilft nicht, andere Menschen anzuklagen oder die widrigen Umstände zu beklagen. Ihm hilft es, dass er Jesus das sagen darf, was er wirklich und am meisten braucht. Genau das bringt er in den Worten zum Ausdruck: „Rabbi, ich möchte wieder sehen können.“ Das heißt auch: Ich habe mich nicht aufgegeben. Ich sage, was ich auf dem Herzen habe. Es braucht mitunter viel Mut, sich selbst einem anderen mitzuteilen. Es braucht das Vertrauen, dass sich etwas ändert, wenn ich Gehör finde – bei Menschen und bei Gott. Und wie Jesus auf diesen Menschen zunächst reagiert, ist einer der schönsten und ermutigendsten Sätze des Evangeliums. Es heißt: „Jesus blieb stehen.“ Mitten im Trubel. Mitten auf dem Weg. Er bleibt stehen für einen Augenblick, auf einen Menschen, der ihn ruft.</p><p>Könnte es nicht das vierte Geheimnis einer echten Liebe sein? Stehen zu bleiben, um nicht aneinander vorbeizugehen oder aneinander vorbeizuleben. Innezuhalten, statt über das weiter, immer nur weiter, auch vor mancher Herausforderung zu flüchten.</p><p>Ich bin sicher, wir haben hier und heute viele unter uns, die in all den Ehejahren immer wieder auch füreinander stehen geblieben sind und füreinander eingestanden sind. Weil es Situationen gab, in denen Zuwendung, im Gespräch, einfach Zeit gebraucht hat. Weil manche Lösung Geduld gebraucht hat und länger dauerte als geplant. Weil Konflikte sich dadurch entschärfen, wenn wir lernen, uns mitzuteilen, Zeit zu nehmen, stehen zu bleiben.</p><p>Und diese Aufforderung, sich ehrlich selbst mitzuteilen, steckt hinter der Frage Jesu: „Was willst du, dass ich dir tue?“ Jesus sieht ja, dass Bartimäus blind ist, aber jetzt gibt er seinem Leben und seinen Bedürfnissen Raum. Den Raum, den ihm die anderen verwehrt haben, wenn sie ihn anherrschten, still zu sein.</p><p>Ich glaube, das ist das fünfte Geheimnis einer Liebe, die sagt: „Jetzt sind wir eben alt verliebt.“ Echte Beziehung lebt nicht davon, dass man glaubt, den anderen ohnehin in- und auswendig zu kennen. Sondern dass der andere Raum bekommt, sich mitzuteilen, und die Ermutigung, sich selbst zur Sprache zu bringen.</p><p>Wenn es dann heißt, der Glaube hat Bartimäus geheilt, und er ist Jesus nachgefolgt, dann scheint es mir nicht falsch, in diesem „neu sehen lernen“ ein schönes Bild für die Liebe zu sehen, die es immer wieder neu zu entdecken gilt. Den anderen immer wieder neu zu sehen. Nicht nur mit den Augen von früher, mit den Augen der „Frühlingsliebe“, sondern mit den Augen von heute. Und vielleicht entdecken Sie dabei Dinge neu, die Sie längst zu kennen glaubten – und die doch niemals alt sind: ein Humor, der gewachsen ist, eine Geduld, die gereift ist, eine Treue, die sich bewährt hat.</p><p>Liebe Jubelpaare, Sie sind heute nicht hier, weil Ihre Ehe ein perfekter Weg war, sondern weil Sie den Weg, wie er war, bis heute miteinander gegangen sind. Weil Sie miteinander auf dem Weg geblieben sind, Tag für Tag, Schritt für Schritt.</p><p>Ich wünsche Ihnen, nicht nur heute an Kiliani, dass Sie Tag für Tag in diesen Geheimnissen der Liebe weiter miteinander und aneinander wachsen: im Gehör schenken und gegenseitig in den Blick nehmen, in der Bereitschaft, die Veränderungen der Liebe anzunehmen, in der Fürsorge, einander ins Leben zu rufen, in der Sensibilität, stehen zu bleiben, um nicht aneinander vorbeizuleben, und in der Beherztheit, dem anderen Raum zu geben, um sich ehrlich mitzuteilen.</p><p>Herzlichen Glückwunsch also zu Ihrem besonderen Ehejubiläum und weiterhin Mut für den künftigen Weg, Gottes Segen und Glück auf!</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Weihbischof Paul Reder</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73845</guid><pubDate>Thu, 02 Jul 2026 14:48:32 +0200</pubDate><title>350 Paare erneuern ihr Eheversprechen im Kiliansdom</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/350-paare-erneuern-ihr-eheversprechen-im-kiliansdom/</link><description>Pontifikalgottesdienst mit Jubelpaaren, die seit 50, 60 oder 65 Jahren verheiratet sind – Bischof Jung ermutigt Eheleute, Gottes Ruf in allen Phasen ihres gemeinsamen Lebens zu vertrauen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mit rund 350 Ehepaaren, die seit 50, 60 oder 65 Jahren verheiratet sind, hat Bischof Dr. Franz Jung am Donnerstag vormittag, 2. Juli, im Würzburger Kiliansdom einen Pontifikalgottesdienst gefeiert. „Ich freue mich mit Ihnen über Ihren gemeinsamen Weg. Gott segne und begleite Sie in all den Jahren, die da noch kommen mögen“, rief der Bischof den Jubelpaaren zu. Diese erneuerten im Gottesdienst ihr Eheversprechen. Auf 65 gemeinsame Ehejahre („Eiserne Hochzeit“) blickten beispielsweise Albin und Lieselotte Ising aus Stalldorf (Landkreis Würzburg) zurück. Nach der Messe hatten die Paare Gelegenheit, sich vom Bischof und weiteren Seelsorgerinnen und Seelsorgern segnen zu lassen. Eine Begegnung auf dem Platz vor dem Würzburger Burkardushaus schloss sich an. Der Kiliansplatz, wo sonst nach dem Gottesdienst Raum für Austausch und Erfrischung ist, ist in diesem Jahr wegen Bauarbeiten am Kilianshaus gesperrt.</p><p>In seiner Predigt griff Bischof Jung das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche auf und verband es mit der Heilung des blinden Bartimäus. Er deutete diesen Ruf als Einladung Gottes, die sich im gemeinsamen Eheleben immer wieder neu zeige – beginnend mit der Erfahrung, von einem anderen Menschen geliebt zu werden. Von den ersten Jahren des Zusammenlebens über die Familiengründung bis hin zu neuen Lebensphasen fordere die Ehe dazu heraus, die eigene Komfortzone zu verlassen, sich aufeinander einzulassen und den gemeinsamen Weg immer wieder neu zu gestalten. Dabei gehe es darum, sich füreinander und für die eigenen Stärken und Schwächen die Augen öffnen zu lassen.</p><p>Auch Krisen, Krankheiten, Verluste und das Älterwerden gehörten nach den Worten von Bischof Jung untrennbar zum gemeinsamen Lebensweg. Gerade in diesen schweren Zeiten brauche es den Mut, Gottes Ruf zum Aufstehen zu vertrauen und gemeinsam neue Perspektiven zu finden. Dieses Aufstehen sei ein Vorgeschmack auf die österliche Auferstehung und schenke Hoffnung über das irdische Leben hinaus. Mit dem Bild aus dem Hohelied – „Steh auf, meine Freundin“ – ermutigte der Bischof die Ehepaare, sich auch nach Jahrzehnten gegenseitig zum Aufbruch zu motivieren, Gott für die Treue zu danken und den gemeinsamen Weg mit Zuversicht weiterzugehen.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2826/0652; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie unter:&nbsp;</strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1782997430WWVvSLpTMBZ9zK" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1782997430WWVvSLpTMBZ9zK</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73758</guid><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:54:30 +0200</pubDate><title>Vier Frauen und ein Mann werden Gemeinde- oder Pastoralreferent/innen</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/vier-frauen-und-ein-mann-werden-gemeinde-oder-pastoralreferent-innen/</link><description>Beauftragungsfeier mit Bischof Dr. Franz Jung am Freitag, 17. Juli, im Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Vier Frauen und einen Mann beauftragt Bischof Dr. Franz Jung am Freitagabend, 17.&nbsp;Juli, um 17.30 Uhr bei einem Pontifikalgottesdienst im Würzburger Kiliansdom für den Dienst als Gemeinde- beziehungsweise Pastoralreferent/innen. Verena Deuchert wird als Gemeindereferentin beauftragt, Lea Brenner, Susanne Händel, Karolin Proksch und Markus Wissel als Pastoralreferent/in.</p><p><em><strong>Als Gemeindereferentin wird beauftragt:</strong></em></p><p><em>Verena Deuchert</em> (39) ist Gemeindeassistentin im Pastoralen Raum Elsenfeld. Deuchert, Jahrgang 1986, wurde in Miltenberg geboren und wuchs in Amorbach auf. Nach dem Abitur in Walldürn im Jahr 2006&nbsp;absolvierte sie einen Au-pair-Aufenthalt in Belgien. Im Anschluss studierte sie von 2007 bis 2014 in Tübingen Geschichte und Katholische Theologie und schloss mit dem ersten Staatsexamen ab. 2015&nbsp;begann Deuchert ein Referendariat am Ganztagesgymnasium Osterburken. 2015/16&nbsp;sowie 2017&nbsp;nahm sie eine Elternzeit und schloss 2018 den Pastoraltheologischen Kurs von „Theologie im Fernkurs“ ab. Als Gemeindeassistentin im Vorbereitungsdienst wirkte sie ab Januar 2018&nbsp;in der Pfarreiengemeinschaft „Um den Gotthard im Odenwald“. Dort absolvierte Deuchert von September 2018&nbsp;bis August 2019 auch das Berufspraktische Jahr. Im Schuljahr 2019/2020 war sie an der Grundschule Großheubach eingesetzt. 2020 wurde sie Gemeindeassistentin für die Pfarreiengemeinschaft „Christi Himmelfahrt, Kleinwallstadt“. Seit 2023 ist sie im Pastoralen Raum Elsenfeld eingesetzt. Deuchert ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.</p><p><em><strong>Als Pastoralreferent/innen werden beauftragt:</strong></em></p><p><em>Lea Brenner</em> (29) ist Pastoralassistentin für den Pastoralen Raum Burkardroth. Brenner wurde 1997 in Heidenheim an der Brenz geboren und wuchs in Herbrechtingen auf. Nach dem Abitur am Buigengymnasium Herbrechtingen im Jahr 2015&nbsp;absolvierte sie einen Freiwilligendienst in Taizé. Von 2017 bis 2023 studierte sie Katholische Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie am Institut Catholique de Paris und schloss als Magistra Theologiae ab. Seit 2023 ist sie Pastoralassistentin im Pastoralen Raum Burkardroth.</p><p><em>Susanne Händel </em>(27) ist Pastoralassistentin für den Pastoralen Raum Bergtheim-Fährbrück. Händel wurde 1998 in Würzburg geboren. Nach dem Abitur am Wirsberg-Gymnasium in Würzburg im Jahr 2017&nbsp;absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Seniorenstift des Juliusspitals Würzburg. Von 2018 bis 2023 studierte sie Katholische Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und schloss als Magistra Theologiae ab. 2023 wurde sie Pastoralassistentin für den Pastoralen Raum Bergtheim-Fährbrück. 2025 wurde sie zudem für den Dienst als Präventionsberaterin im Bistum Würzburg beauftragt. Händel ist verheiratet.</p><p><em>Karolin Proksch</em> (27) ist Pastoralassistentin für den Pastoralen Raum Hammelburg. Proksch wurde 1999&nbsp;in Aschaffenburg geboren. Nach dem Abitur am Spessart-Gymnasium in Alzenau im Jahr 2017&nbsp;absolvierte sie einen Bundesfreiwilligendienst im katholischen Pfarrhaus Sankt Laurentius Kleinostheim. Von 2018 bis 2023 studierte sie Katholische Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Universidad Pontificia de Salamanca (Spanien) und schloss als Magistra Theologiae ab. Seit 2023 ist Proksch Pastoralassistentin für den Pastoralen Raum Hammelburg.</p><p><em>Markus Wissel</em> (27) ist Pastoralassistent für den Pastoralen Raum Schwarzach am Main – Sankt Benedikt. Wissel wurde 1998 in Mömbris-Niedersteinbach geboren. Nach dem Abitur am Spessart-Gymnasium Alzenau im Jahr 2017 absolvierte er einen Bundesfreiwilligendienst in der Regionalstelle für Kirchliche Jugendarbeit (kja) Aschaffenburg. Von 2018 bis 2023 studierte er Katholische Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie an der Universitá Cattolica del Sacro Cuore in Mailand (Italien) und schloss mit dem Magister Theologiae ab. Seit 2023 ist Wissel Pastoralassistent für den Pastoralen Raum Schwarzach am Main – Sankt Benedikt. Er ist verheiratet.</p><p>(2726/0635; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Personalmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73754</guid><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 10:52:34 +0200</pubDate><title>„Musikalisches Abendgebet“ als Auftakt</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/musikalisches-abendgebet-als-auftakt-1/</link><description>Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ – Insgesamt vier Gottesdienste für Ehejubilare – „Musikalisches Abendgebet“ zum Auftakt der Wallfahrtswoche – Sonderverkauf des Playmobil-Sets mit den Frankenaposteln</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Kiliani-Wallfahrtswoche wird von Sonntag, 5. Juli, bis Sonntag, 12. Juli, in Würzburg gefeiert. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“, unter dem auch schon der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg begangen wurde. „Das aufrüttelnde Leitwort ,Hab Mut, steh auf!‘ hat schon beim Katholikentag viele Menschen zusammengeführt, begeistert und inspiriert. Den Schwung dieses Wortes wollen wir mit in die Kiliani-Wallfahrtswoche hineinnehmen“, sagt Bischof Dr. Franz Jung.</p><p>Die Gottesdienste zum Auftakt am 5. Juli und zum Abschluss am 12. Juli werden jeweils um 10 Uhr auf TV Mainfranken (Kabel), auf der <a href="http://livestreams.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Bistums-Homepage</a> sowie dem YouTube-Kanal des Bistums Würzburg live aus dem Kiliansdom übertragen. Der Gottesdienst am 12. Juli wird zudem in Bibel TV Fernsehen gezeigt.</p><p>Aufgrund der Generalsanierung des Kilianshauses werden die Begegnungen und Zusammenkünfte, die traditionell auf dem Kiliansplatz stattfanden, während der Bauzeit auf die Terrasse vor das Burkardushaus am Bruderhof verlegt. Das gilt auch für die Begegnungen nach den Gottesdiensten für die Ehejubilare in der Woche vor der Kiliani-Wallfahrt.</p><p><em><strong>Kilian, Kolonat und Totnan mit nach Hause nehmen</strong></em></p><p>Auf der Suche nach einem besonderen Mitbringsel von der Kiliani-Wallfahrtswoche? Noch gibt es genügend Exemplare der limitierten Playmobil-Sonderedition mit den Frankenaposteln Kilian, Kolonat und Totnan. Die Sets sind bei den Begegnungen nach den Pontifikalgottesdiensten an einem Stand auf der Terrasse des Burkardushauses zum Stückpreis von 15 Euro erhältlich. Der Verkauf findet statt nach den Gottesdiensten für die Ehejubilare am Donnerstag, 2. Juli, um 10.30 und 14.30 Uhr sowie am Freitag, 3. Juli, um 10.30 und 19 Uhr. Außerdem nach den Pontifikalmessen am Montag, 6. Juli, um 19 Uhr; Dienstag, 7. Juli, um 10 und 19 Uhr; Mittwoch, 8. Juli, um 10 Uhr; Donnerstag, 9. Juli, um 10 Uhr; Freitag, 10. Juli, um 17 Uhr.</p><p><em><strong>Das Programm der Kiliani-Wallfahrtswoche</strong></em></p><p>Zum Auftakt der Kiliani-Wallfahrtswoche findet am Samstag, 4. Juli, um 19.30 Uhr im Neumünster ein „Musikalisches Abendgebet“ mit Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran statt. Es steht unter der Überschrift „Hope – Faith – Love“. Die Mädchenkantorei am Würzburger Dom unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth singt „O come, let us sing“ von Egil Hovland, „Spes“ von Mia Makaroff, „Baba Yetu“ von Christopher Tinn (Arrangement: Dorothy Horn), „Ubi caritas et amor“ von Ola Gjeilo und „Kein schöner Land / Sayari yetu“ von Oliver Gies. Der Eintritt ist frei.</p><p>Eröffnet wird die Kiliani-Wallfahrtswoche am Sonntag, 5. Juli, um 9.30 Uhr mit der Reliquienprozession von der Pfarrkirche Sankt Burkard in den Kiliansdom. Bischof Jung, Weihbischof Paul Reder, Mitglieder des Domkapitels sowie Gläubige aus den Innenstadtpfarreien begleiten die Häupter der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan über die Alte Mainbrücke zum Dom. Bischof Jung feiert den Pontifikalgottesdienst um 10 Uhr im Kiliansdom. Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übersetzt. Eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus schließt sich an. Um 17 Uhr feiert Bischof Jung im Kiliansdom die Pontifikalvesper.</p><p>Am Montag, 6. Juli, feiert Weihbischof Reder um 10.30 Uhr im Kiliansdom eine Pontifikalmesse für die Kommunionkinder. Nach dem Gottesdienst treffen sich die Kinder auf der Terrasse des Burkardushauses. Im Anschluss wird ein Programm angeboten, unter anderem Domerkundungen, ein Actionbound auf den Spuren des heiligen Kilian, Angebote der Ministrant:innenarbeit, der Weltkirche, der Erlöserschwestern oder bei der Fachstelle Inklusion im Kilianeum. Um 19 Uhr feiert Bischof Jung einen Pontifikalgottesdienst für Rätinnen und Räte, Politikerinnen und Politiker im Kiliansdom. Eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus schließt sich an.</p><p>Am Dienstag, 7. Juli, sind die Gläubigen aus der Region Aschaffenburg sowie die Pfarrhausfrauen um 10 Uhr zum Pontifikalgottesdienst mit Weihbischof em. Ulrich Boom im Kiliansdom eingeladen mit anschließender Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus. Um 13.30 Uhr feiert Bischof Jung eine Pontifikalmesse mit Priestern, Diakonen sowie hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kiliansdom. Daran schließt sich eine Begegnung im Kilianeum an. Einsatzkräfte sowie Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger sind um 19 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst mit Bischof Jung und Regionalbischöfin Gisela Bornowski im Kiliansdom eingeladen. Anschließend treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus.</p><p>Am Mittwoch, 8. Juli, feiert Weihbischof em. Boom mit den Gläubigen aus der Region Main-Rhön um 10 Uhr einen Pontifikalgottesdienst im Kiliansdom mit anschließender Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus. Um 16 Uhr sind die Ordensleute zu einer Pontifikalmesse mit Bischof Jung im Kiliansdom eingeladen, eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus schließt sich an.</p><p>Am Donnerstag, 9. Juli, sind die Marktkaufleute, Schaustellerinnen und Schausteller um 7.30 Uhr zu einer Messfeier mit Generalvikar Vorndran in die Marienkapelle eingeladen. Bischof Jung feiert mit den Gläubigen aus der Region Würzburg um 10 Uhr eine Pontifikalmesse im Kiliansdom, eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus schließt sich an.</p><p>Am Freitag, 10. Juli, ist die Wallfahrt der Kindergartenkinder aus den Dekanaten Main-Spessart und Miltenberg. Sie beginnt um 10.30 Uhr mit einer Statio in der Pfarrkirche Sankt Burkard. Von dort ziehen die Kinder in einer Prozession zum Dom, wo eine Segensfeier mit Bischof Jung stattfindet. Anschließend können die Kinder den Bischof auf der Terrasse vor dem Burkardushaus treffen. Weihbischof Reder feiert um 17 Uhr im Kiliansdom einen Pontifikalgottesdienst für Religionslehrkräfte an Real-, Grund-, Mittel- und Förderschulen mit Verleihung der Missio canonica und Segensspendung für alle, die aus dem Dienst als Religionslehrkraft ausscheiden. Eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus schließt sich an.</p><p>Am Samstag, 11. Juli, feiert Bischof Jung um 10.30 Uhr eine Pontifikalmesse im Kiliansdom für Menschen im Alter, in Krankheit und mit Behinderung. Bei dieser besonderen Messe werden die Gläubigen im Dom verpflegt.</p><p>Auch in diesem Jahr öffnet der Kiliansdom seine Türen für die „Nacht der Hoffnung“. Bischof Jung feiert um 20 Uhr eine Pontifikalmesse mit Aussetzung. Danach ist bis 24 Uhr Zeit für Stille und Gebet, Licht und Musik, Beichte, Segen und Gespräche. An verschiedenen Orten stehen „Inseln der Hoffnung“ bereit. Den Abschluss bilden ein gemeinsames Gebet der Hoffnung und der Segen. Auch alle, die nur eine Kerze anzünden wollen, sind eingeladen.</p><p>Die Kiliani-Wallfahrtswoche endet am Sonntag, 12. Juli, mit dem Pontifikalgottesdienst um 10 Uhr mit Bischof Jung für Familien und muttersprachliche Gemeinden im Kiliansdom. Die Feier steht unter der Überschrift „Eine Kirche in vielen Sprachen“. Unter den Konzelebranten sind Jesuitenpater Ngoc The Nguyen (Seelsorger für die vietnamesisch sprechenden Katholiken), Pfarrer Ivan Shokan (ukrainische griechisch-katholische Gemeinde), Franziskaner-Minoriten-Pater Ivan Penava (Kroatische Katholische Mission Würzburg), Pfarrvikar Pater Corradino Di Sante von der Franziskanischen Gemeinschaft von Betanien (Italienische Katholische Mission) sowie ein Vertreter der Polnischen Katholischen Mission. Im Anschluss gibt es eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus.</p><p><em><strong>Vier Gottesdienste für Ehejubilare</strong></em></p><p>Die Gottesdienste für die Ehejubilare finden vor der offiziellen Eröffnung der Wallfahrtswoche statt. Eingeladen sind alle Ehepaare, die im Jahr 2026 Silbernes, Goldenes oder Diamantenes Ehejubiläum feiern oder gefeiert haben. Die Begegnungen nach den Ehejubilarsgottesdiensten finden auf der Terrasse vor dem Burkardushaus statt.</p><p>Am Donnerstag, 2. Juli, feiert Bischof Jung um 10.30 Uhr im Kiliansdom ein Pontifikalamt für Gold- und Diamant-Ehejubilare. Um 14.30 Uhr feiert Weihbischof Reder im Dom ein Pontifikalamt für Gold- und Diamant-Ehejubilare.</p><p>Am Freitag, 3. Juli, feiert Weihbischof Reder um 10.30 Uhr im Kiliansdom ein Pontifikalamt für Gold- und Diamant-Ehejubilare. Um 19 Uhr sind alle Ehepaare zum Gottesdienst mit Bischof Jung in den Dom eingeladen, die ihr Silberjubiläum feiern.</p><p>Jeweils eine Stunde vor den Gottesdiensten für die Gold- und Diamant-Ehejubilare besteht die Gelegenheit zum Empfang des Bußsakraments.</p><p><em><strong>Andachten und Beichtgelegenheiten</strong></em></p><p>Während der Kiliani-Wallfahrtswoche wird von Montag, 6. Juli, bis Samstag, 11. Juli, täglich um 8 Uhr eine Messe in der Kilianskrypta im Neumünster gefeiert.</p><p>Der Orgelimpuls „5 nach 12“ im Kiliansdom findet am Samstag, 4. Juli, sowie von Dienstag, 7. Juli, bis Donnerstag, 9. Juli, täglich um 12.05 Uhr statt.</p><p>Führungen im Dom werden am Samstag, 4. Juli, Mittwoch, 8. Juli, und Donnerstag, 9. Juli, jeweils um 12.30 Uhr angeboten. Treffpunkt ist am Siebenarmigen Leuchter. Tickets gibt es bei der Dominfo am Domvorplatz.</p><p><em><strong>Kiliani-Lecture</strong></em></p><p>Am Donnerstag, 9. Juli, wird um 19 Uhr im Honorine-Saal der Erlöserschwestern, Domerschulstraße 1, eine Kiliani-Lecture angeboten. Dr. Joshua Furnal, Dozent für Systematische Theologie an der Saint Patrick‘s Pontifical University in Maynooth/Irland, spricht zum Thema „Rising to Hope: Catholic Identity and the Courage of Transformation – Aufbruch zur Hoffnung: Katholische Identität und der Mut zur Veränderung“.</p><p>Weitere Informationen zur Kiliani-Wallfahrtswoche gibt es im Internet unter <a href="https://kiliani.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link">https://kiliani.bistum-wuerzburg.de</a>.</p><p class="text-right">(Programmänderungen jederzeit möglich)</p><p>(2726/0634; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73439</guid><pubDate>Mon, 22 Jun 2026 15:23:31 +0200</pubDate><title>„Wie klingt es, wenn ich hier draufdrücke?“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/wie-klingt-es-wenn-ich-hier-draufdruecke-1/</link><description>„Tag der offenen Dommusik“ begeistert Kinder und Familien mit vielen Mitmachangeboten
</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Beim „Tag der offenen Dommusik“ haben am Samstag, 20. Juni, Kinder, Jugendliche und Familien die Welt der Würzburger Dommusik mit allen Sinnen erlebt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die angenehm kühlen Räume der Dommusik zu erkunden und die vielfältigen Mitmachangebote auszuprobieren, heißt es in einer Pressemitteilung.</p><p><br />Viele bunte Luftballons schwebten am Samstag durch den Kiliansdom und die Würzburger Innenstadt. Mancher Ohrwurm begleitete die Familien noch auf dem Heimweg. Bei den offenen Chorworkshops konnten alle mitsingen. „Beim Singen klingt unser ganzer Körper“, erklärte Domkantor Julian Beutmiller. Gemeinsam sangen, klatschten und klopften die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rhythmen und Melodien. Mit den Tipps der Chorleiter gelang es ihnen schnell, neue Lieder einzustudieren. Entsprechend stolz präsentierten sie am Ende die Ergebnisse.</p><p><br />Auch die jüngsten Besucherinnen und Besucher entdeckten ihre Stimme. In den Eltern-Kind-Sing-Workshops mit Musikpädagogin Rosa Färber standen gemeinsames Singen und musikalisches Erleben im Mittelpunkt. Färber legte besonderen Wert darauf, Momente zu schaffen, in denen Kinder zusammen mit ihren Eltern ihren eigenen Klang entdecken können.</p><p><br />Ein besonderes Erlebnis war für viele die Führung zur großen Domorgel. Jakob Keller, musikalischer Assistent der Dommusik, führte die Interessierten über zahlreiche Treppenstufen in die Türme des Doms, auf die Empore und bis zum Spieltisch der Orgel. Dort konnten die Besucherinnen und Besucher hören und spüren, wie die Orgel vom tiefsten Ton, der den ganzen Raum vibrieren ließ, bis zu den höchsten, kaum wahrnehmbaren Klängen klingt. Besonders faszinierend war es für die Kinder, selbst am riesigen Spieltisch Platz zu nehmen und die mächtigen Töne im Dom erklingen zu lassen. Nicht selten war dabei die Frage zu hören: „Wie klingt es, wenn ich hier draufdrücke?“</p><p><br />Unter dem Motto „Deine Stimme. Dein Chor“ stand in diesem Jahr die Gemeinschaft des Chorsingens im Mittelpunkt. Domkapellmeister Alexander Rüth freute sich über das große Engagement der Sängerinnen und Sänger der Kinder- und Jugendchöre. „Das Gefühl der Gemeinschaft und das Wissen, mit der eigenen Stimme einen wichtigen Beitrag zum gemeinsamen Chorklang zu leisten, ist ein nicht zu unterschätzender Effekt des Chorsingens“, betonte er.</p><p><br />Viele junge Chormitglieder nutzten den Tag, um Verwandten und Freunden „ihre“ Dommusik zu zeigen. Stolz führten sie durch die Räume und erklärten, was hinter den öffentlichen Auftritten alles an Vorbereitung steckt. Auch der Vorsitzende des Dommusikvereins, Dr. Matthias Wagner, freute sich über das große Interesse. Er begrüßte die Gäste und informierte über die Fördermöglichkeiten des Vereins.</p><p><br />Zum Abschluss konnten Interessierte bei einem Vorsingen ihr Talent unter Beweis stellen. Vor Domkapellmeister Rüth, Domkantor Beutmiller und Gesangspädagogin Maria Bernius hatten alle Chorbegeisterten die Möglichkeit, sich für einen Chor der Dommusik zu bewerben. Wer erfolgreich vorsang, kann bereits bei den nächsten Proben mitmachen.&nbsp;</p><p><br />Interessierte, die den „Tag der offenen Dommusik“ verpasst haben, können sich jederzeit bei der Dommusik melden und eine Schnupperprobe vereinbaren. Weitere Informationen gibt es bei der Dommusik unter Telefon 0931/38662271 oder per E-Mail an<a href="mailto:info@wuerzburger-dommusik.de"> info@wuerzburger-dommusik.de</a>.</p><p>(2626/0627; E-Mail voraus)<br /><br /><em><strong>Hinweis für Redaktionen</strong>: Fotos abrufbar im Internet&nbsp;</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73013</guid><pubDate>Thu, 11 Jun 2026 10:34:32 +0200</pubDate><title>Die Dommusik einmal anders erleben</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/die-dommusik-einmal-anders-erleben/</link><description>Würzburger Dommusik lädt zum „Tag der offenen Dommusik“ ein – Chorworkshops, Backstage-Führungen und Stimmberatung – Wieder Stimmencasting für die Chöre der Dommusik – Bewerbung bis 15. Juni</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Unter dem Motto „Deine Stimme. Dein Chor.“ lädt die Dommusik Würzburg am Samstag, 20. Juni, von 10.30 bis 13 Uhr Familien, Kinder und Jugendliche zum „Tag der offenen Dommusik“ ein. In den modernen Proberäumen im Würzburger Kiliansdom erwartet sie ein vielfältiges Programm. Ab 14 Uhr findet wieder ein Stimmencasting für die Chöre der Dommusik statt. „Der ,Tag der offenen Dommusik‘ ist die beste Gelegenheit, die modernen Räumlichkeiten der Dommusik anzuschauen, das bunte Angebot der Dommusik in verschiedenen Workshops, Aktionen und Führungen selbst zu erleben und auszuprobieren und die Menschen in der Dommusik kennen zu lernen“, heißt es in der Einladung.</p><p>Ab 10.30 Uhr können Kinder und Jugendliche in offenen Chorworkshops zusammen mit anderen Kindern gemeinsam singen, mit ihren Eltern am offenen Eltern-Kind-Singen teilnehmen, sich bewegen und die Stimme erfahren oder bei musikpädagogischen Spielen die Welt der Musik auf kreative Weise erkunden. Bei einer Rallye gibt es Accessoires der Dommusik zu gewinnen. Domorganist Professor Stefan Schmidt demonstriert bei einer Backstage-Tour zur Domorgel deren klangliche Vielfalt.</p><p>Wertvolle Tipps zur eigenen Stimme und Stimmlage geben die Gesangspädagoginnen und&nbsp;<br />-pädagogen der Dommusik bei der kostenlosen Stimmberatung. Das Angebot richtet sich an alle – Kinder, Jugendliche, Eltern und sonstige Angehörige. Vor allem unerfahrene Sängerinnen und Sänger sind eingeladen, zu entdecken, wie ihre Singstimme klingen kann.</p><p>Bei Kaffee und Kuchen können alle Interessierten mit Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Chorleiterinnen und -leitern ins Gespräch kommen. Außerdem gibt es Informationen und individuelle Beratung zu den Schulkooperationen der Dommusik und den Chören.</p><p><em><strong>Jetzt bewerben für das Stimmencasting</strong></em></p><p>Beim Stimmencasting im Anschluss an den „Tag der offenen Dommusik“ kann sich jeder, der gerne singt, mit einem selbstgewählten Lied vorstellen und für einen der Chöre der Dommusik bewerben. Das Casting beginnt um 14 Uhr. Die Jury besteht aus Domkapellmeister Alexander Rüth, Domkantor Julian Beutmiller und weiteren Gesangspädagoginnen. Anmeldung bis Montag, 15. Juni, per E-Mail an <a href="mailto:info@wuerzburger-dommusik.de">info@wuerzburger-dommusik.de</a>.</p><p>Die Dommusik Würzburg bietet im Herzen der Stadt eine professionelle vokale Ausbildung, die altersgerecht aufgebaut ist. Dabei folgt die Chorarbeit dem Motto: Singen im Chor fördert nicht nur die Musikalität und Kreativität von Kindern, sondern darüber hinaus auch die Wahrnehmung und Konzentration, die Persönlichkeit und nicht zuletzt die sozial-emotionale Entwicklung und das Verantwortungsbewusstsein. Die Chöre der Dommusik sind ein kostenloses Angebot der Diözese Würzburg und bieten musikalische und kulturelle Teilhabe und professionelle musikalische Ausbildung über alle konfessionellen und sozialen Unterschiede hinweg.</p><p><strong><em>Programm am „Tag der offenen Dommusik“&nbsp;</em></strong></p><p><em>Workshops und Führungen:</em></p><p>11 und 12 Uhr: offene Chorworkshops für Kinder und Jugendliche zum Reinschnuppern und Mitsingen</p><p>10.30, 11.30 und 12.30 Uhr: Workshops Eltern-Kind-Singen</p><p>11, 11.30, 12 und 12.30 Uhr: Backstage-Führung durch die Dommusik und den Dom mit Begegnung mit der großen Domorgel (Anmeldung und Treffen im Foyer der Dommusik)</p><p><em>durchgängig von 10.30 bis 13 Uhr:</em></p><p>- musikpädagogische Aktivitäten, um spielerisch in die Welt der Musik einzutauchen, und Musik-Mandala-Malen</p><p>- kostenlose Stimmberatung bei professionellen Gesangspädagoginnen und Schnupperstunde in einen individuellen Stimmbildungsunterricht</p><p>- Rallye durch die Dommusik</p><p>- Kaffee, Getränke und Kuchen im Eltern-Café mit Möglichkeit für Gespräche mit Mitarbeitenden, Chorleiterinnen und Chorleitern sowie Eltern aktiver Sängerinnen und Sänger</p><p>- Vorstellung der Schulkooperationen und individuelle Beratung</p><p>(2526/0593; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category></item></channel></rss>