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Juli, im Würzburger Kiliansdom vier Frauen und einen Mann zum Dienst als Gemeinde- oder Pastoralreferenten und -referentinnen beauftragt. Verena Deuchert&nbsp;(39) begrüßte er als Gemeindereferentin. Lea Brenner (29), Susanne Händel (27), Karolin Proksch (27) und Markus Wissel (27) ernannte er zur Pastoralreferentin beziehungsweise -referenten. Mit den neu Beauftragten gibt es derzeit 132&nbsp;Pastoralreferentinnen und -referenten sowie 101 Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum Würzburg.<br /><br />Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Begeistert ins Weite“. Ihn feierten Angehörige und Freunde der Beauftragten sowie Seelsorgerinnen und Seelsorger aus den aktuellen Einsatzpfarreien und Pastoralen Räumen der neuen Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten mit. Die über 30&nbsp;Ministrantinnen und Ministranten kamen mehrheitlich aus den Einsatzorten der neu Beauftragten.<br /><br />Bischof Jung ermutigte die Beauftragten zu Offenheit für Neues und zu ehrlicher Selbstprüfung. In seiner Predigt stellte er die biblische Szene vom erfolglosen Fischfang der Jünger in den Mittelpunkt und deutete sie als Bild für persönliche und kirchliche Krisenerfahrungen. Viele Menschen verharrten wie die Jünger zunächst in vertrauten Mustern, obwohl diese „fruchtlos“ blieben, sagte der Bischof. Entscheidend sei der Mut, „anzulanden“ und sich der eigenen Wirklichkeit zu stellen. Erst eine solche Haltung eröffne die Möglichkeit, neue Wege zu erkennen.<br /><br />Mit Blick auf die Zukunft der Kirche sprach Bischof Jung von notwendigen „Teachable Moments“ – Momenten, in denen Menschen bereit seien, dazuzulernen und neue Perspektiven zuzulassen. Oft seien es nicht große Umbrüche, sondern kleine Veränderungen, die Wirkung zeigten: „Das Netz auf der rechten Seite auswerfen“ bedeute, Neues zu wagen, auch ohne sichere Erfolgsaussicht. Zugleich betonte der Bischof die geistliche Dimension des Handelns. Nicht Organisation oder Aktivität allein führten zum Ziel, sondern die Beziehung zu Christus. „Es ist die Liebe zum Herrn, die uns Jesus erkennen lässt“, sagte Jung mit Verweis auf den Lieblingsjünger im Evangelium.<br /><br />Gott komme den Menschen bereits entgegen, betonte der Bischof: Wie im Evangelium sei der Tisch schon gedeckt. In der Eucharistie werde diese Wirklichkeit sichtbar, müsse jedoch im eigenen Leben immer neu entdeckt werden. Bischof Jung wünschte den Ausgesandten „österliche Augen“, um auch in schwierigen Situationen Fülle und neue Möglichkeiten zu erkennen, und dankte ihnen für ihre Bereitschaft zum Dienst.<br /><br />Bei der Beauftragung überreichte Bischof Jung den Frauen und Männern neben einer bischöflichen Urkunde jeweils eine Heilige Schrift als Symbol für ihre Aufgaben im Dienst der Diözese. Zuvor stellten die Diözesanreferenten der beiden Berufsgruppen, Pastoralreferent Johannes Reuter und Gemeindereferentin Roswitha Schuhmann, dem Bischof die zu Beauftragenden vor. Diese bekannten vor der Gemeinde ihren Glauben. Ordinariatsrat Robert Hambitzer, Leiter der Hauptabteilung Personal, bat darum, die Frauen und Männer dauerhaft in den Dienst des Bistums Würzburg zu übernehmen.<br /><br />Im Namen aller Beauftragten dankte Verena Deuchert Bischof Jung, allen Ausbildungsverantwortlichen, den Heimat- und Ausbildungsgemeinden sowie allen, die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben. Besonderer Dank galt den Familien, Partnerinnen und Partnern, Freundinnen und Freunden : „Ihr habt unsere Begeisterung geteilt, unsere Sorgen ausgehalten und uns immer wieder Mut gemacht.“&nbsp;<br /><br />Domorganist Professor Stefan Schmidt und die Band „Project Heaven“ begleiteten die Feier musikalisch. An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang vor dem Burkardushaus an. Die Kollekte geht an den Ökumenischen Hospizverein im Landkreis Miltenberg (<a href="https://www.hospizverein-miltenberg.de)" target="_blank" rel="noreferrer">www.hospizverein-miltenberg.de)</a>.</p><p class="text-right"><br />mh (POW)</p><p><br />(3026/0721; E-Mail voraus)</p><p><br />Weitere Bilder finden Sie hier: <a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1784313336MNsr6WHPru5fbb" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1784313336MNsr6WHPru5fbb</a></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Aschaffenburg</category><category>Kitzingen</category><category>Würzburg</category><category>Bad Kissingen</category><category>Miltenberg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74010</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 21:00:26 +0200</pubDate><title>„Der Einzelne zählt“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/der-einzelne-zaehlt/</link><description>Weihbischof Reder verleiht im Namen von Bischof Dr. Franz Jung 22 Frauen und Männern die Missio canonica – Langjährige Religionslehrkräfte in den Ruhestand verabschiedet – Kiliani-Tag für Verantwortliche in Schule und Erziehung</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) 20 Frauen und zwei Männern hat Weihbischof Paul Reder am Freitagabend, 10. Juli, beim Kiliani-Tag der Verantwortlichen in Schule und Erziehung im Namen von Bischof Dr. Franz Jung die Missio canonica verliehen. Christlicher Glaube ist nach den Worten des Weihbischofs „weit mehr als eine Weltanschauung oder ein spirituelles Gefühl“. Im Pontifikalamt für Verantwortliche in Erziehung und Schule rief er vor rund 400 Gläubigen die Religionslehrkräfte dazu auf, zunächst selbst „Hörende auf Gott und sein Wort“ zu sein. Mit Blick auf den blinden Bartimäus betonte er in der Predigt: „Der Einzelne zählt und hat auch mit seinen Defiziten Bedeutung.“ Religionsunterricht solle den Glauben als Ermutigung zu einem selbstbestimmten Leben erfahrbar machen. Mit dem Überreichen der Missio canonica würden die Lehrkräfte offiziell in diesen Dienst gesandt, betonte der Weihbischof. „Ihre Coaching-Zone ist das Klassenzimmer, der Pausenhof, das Lehrerzimmer, die Klassenfahrt und nicht zuletzt Gebet und Gottesdienst.“</p><p>Gemeinsam mit Leitendem Schulamtsdirektor im Kirchendienst Jürgen Engel, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule, übergab der Weihbischof den neuen Religionslehrerinnen und -lehrern dieses Schuljahres die Beauftragungsurkunden.</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Gymnasium nahmen Florian Krappmann (Würzburg) und Paulina Weiss (Würzburg) entgegen.</p><p>Die Missio canonica für Realschulen erhielten Judith Lang (Höchberg) und Laura Welscher (Höchberg).</p><p>Für das Lehramt an Mittelschulen bekamen die Missio canonica Melina Gröger (Hofheim) und Julia Hammer (Burkardroth)</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Grund- und Mittelschulen erhielten Clara Bracker (Kürnach), Julika Hauck (Bischofsheim), Sabrina Heim (Aschaffenburg), Simon Holler (Karlstadt-Wiesenfeld), Natascha Löffelmann (Königsberg), Veronica Scherzer (Gailbach), Maren Schneider (Haßfurt), Stina Schölzel (Bad Bocklet) und Jennifer Zankl (Aura im Sinngrund).</p><p>Für das Lehramt an Grundschulen wurden mit der Missio canonica beauftragt Franziska Full (Schweinfurt), Sophia Hochrein (Zellingen-Retzbach), Magdalena Streun (Bürgstadt), Marleen Kretschmer (Großheubach), Nina Nitsche (Stadtlauringen) und Selina Onayli (Randersacker).</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Förderschulen nahm Franziska Breitenhuber (Karlstadt) entgegen.</p><p>Am Ende des Gottesdiensts, der, wie Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, es nannte, eine „spiritueller Staffelholzübergabe“ war, wurden Religionslehrkräfte verabschiedet, die zum Schuljahresende in den Ruhestand gehen. „Die einen erhielten heute ihre Missio, die anderen beenden ihren Auftrag“, sagte sie. Weihbischof Reder erteilte den künftigen Ruheständlern für den neuen Lebensabschnitt Gottes Segen: den staatlichen Lehrkräften Karin Biernat (Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg), Harald Drescher (Frobenius-Gymnasium Hammelburg), Anette Rudolph (Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg), Stefanie Schuhmann (Philipp-Melanchton-Berufsfachschule Würzburg) und Gertrud Vorderobermeier (Leopold-Sonnemann-Realschule Höchberg) sowie den Religionslehrkräften im Kirchendienst Roland Bauer, Winfried Bauer, Helga Kiesel und Marianne Oßwald und Leitendem Schulamtsdirektor im Kirchendienst Engel, der im Herbst in den Ruhestand geht. „Danke für Ihren wertvollen Dienst“, rief ihnen der Weihbischof zu.</p><p>Für den musikalischen Rahmen des Gottesdiensts sorgte neben Domorganist Professor Stefan Schmidt und Kantor Daniel Mattick der Chor „Singing Voices“ der Walburg-Realschule aus Eltmann unter der Leitung von Sebastian Franz. Eine Begegnung auf dem Platz vor dem Burkardushaus schloss sich an.</p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(2926/0680; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Weiter Bilder finden Sie hier:&nbsp;<a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783710635aZMmOvpetqtDKW" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783710635aZMmOvpetqtDKW</a></b></u></i></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74011</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 19:00:00 +0200</pubDate><title>„Zuallererst eine Frage der inneren Haltung“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/zuallererst-eine-frage-der-inneren-haltung/</link><description>Predigt von Weihbischof Paul Reder beim Kiliani-Pontifikalamt für Verantwortliche in Schule und Erziehung am Freitag, 10. Juli 2026, im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western">Liebe Schwestern und Brüder Christi,<br />liebe Verantwortliche in Erziehung und Schule,<br />liebe Verantwortliche für die Ausbildung,</p><p class="western">zur Anrede hätte ich auch sagen können: „Liebe Expertinnen und Experten der christlichen Elementarisierung“. Denn diese Kernkompetenz der didaktischen Reduktion ist ein wesentliches Instrument zur Vermittlung fachwissenschaftlicher Inhalte – auch im Blick auf Religion und Glaube. Alle, die sich in Erziehung und Schule auf den Weg machen, Kinder, Jugendliche oder Erwachsene zu begleiten, zu lehren und zu bilden, werden in dieser „Elementarisierung“ professionalisiert. Mitunter lohnt es sich auch, das kirchliche Leben zu elementarisieren, und dazu gehört auch das, was wir heute hier tun.</p><p>Denn ein wesentliches Element der christlichen Verantwortung in Erziehung und Schule ist, gemeinsam zu beten und Gottesdienst zu feiern. Dieses Element ist sogar in den staatlichen Ordnungen Bayerns verankert (BaySchO, §27,1). Das gibt es so in keinem anderen Fach. Ganz gewiss könnte die Missio canonica auch in einem anderen Rahmen übergeben oder einfach per Einschreiben zugestellt werden. Aber es hat seinen guten Grund, warum wir hier zum Gottesdienst zusammenkommen, um Ihre kirchliche Sendung im wahrsten Sinn des Wortes zu feiern.</p><p>Zunächst kommen wir gemeinsam vor Gott, um auf sein Wort zu hören. Christliche Inhalte zu vermitteln, ist nämlich zuallererst eine Frage der inneren Haltung. „Der Glaube kommt vom Hören“ (Röm 10,17), betont der Apostel Paulus. Christlicher Glaube und seine Vermittlung ist damit weit mehr als eine Weltanschauung oder ein spirituelles Gefühl. Christlicher Glaube lebt von der Überzeugung, dass sich Gott in Jesus Christus auf unvergleichliche Weise mitteilt und dass wir auf sein Wort hören und es verstehen können, damit es unser Leben formt. Zuallererst eine Hörende und ein Hörender auf Gott und sein Wort hin zu sein, ist besonders für diejenigen elementar, die sich in den Dienst der Vermittlung religiöser Inhalte stellen. Wenn Kinder, Jugendliche oder Erwachsene diese Haltung bei ihnen wahrnehmen können, dann vermitteln sie etwas über alle fachliche Expertise und Lehrpläne hinaus: dass sie selbst im Blick auf ihre Gottesbeziehung lernend bleiben. Das heißt, dass sie ihr eigenes Leben, unser Miteinander und die Schöpfung, in der wir leben, mit all dem, was diese Dimensionen an Schönheit und Fragwürdigkeit in sich tragen, auf Gott hin wahrnehmen. Damit wird Glauben zum Weg, die Wirklichkeit über das menschlich Zugängliche auf die Offenbarung Gottes hin zu öffnen. Der Brief an die Epheser spricht im Abschnitt der heutigen Lesung von diesem Weg: „Ihr wart einst Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Lebt als Kinder des Lichts!“ (Eph 5,8-14). Paulus erinnert daran, dass Glaube weit mehr als Wissen ist. Glaube in diesem Sinn ist ein neuer Lebensstil. Dieser Lebensstil hat mit der Entscheidung zu tun, sich dem zuzuwenden, was dem Licht Wirksamkeit verschafft, oder aber der Dunkelheit Raum zu geben. Dunkelheit bekommt dort Raum, wo Menschen sich verlieren, wo Wahrheit verschwiegen wird oder die Orientierungslosigkeit anderer ausgenutzt wird, um Einzelinteressen durchzusetzen.</p><p>Sich dem Licht zuzuwenden, heißt: die eigenen Augen zu öffnen und offen zu halten, wo Wahrhaftigkeit, Menschenfreundlichkeit, Gerechtigkeit und Mut zum Guten gefördert werden können. Damit wird neben dem menschlichen Verstand ein weiteres Kompetenzzentrum beschrieben, das für die Identität und Lebenspraxis eines gläubigen Menschen elementar ist: das Herz.</p><p>In diesem Licht können wir auch das Evangelium des blinden Bettlers Bartimäus lesen. Seine Ausgangssituation ist prekär. Am Straßenrand im Dunkel sitzend, vom Wohlwollen anderer abhängig, aber Bartimäus bleibt nicht stumm und er lässt sich offenkundig nicht entmutigen, als ihn die Menschenmenge an seinen Platz verweist. Er ruft weiter nach Jesus, der stehenbleibt, ihn nicht übersieht, zu sich in seine Nähe holt, nach dem fragt, was er auf dem Herzen hat, und ihm in der persönlichen Zuwendung die Augen öffnet.</p><p>Bei all dem, was den Kontext der biblischen Geschichte von Orten der Erziehung, von Schule und Unterricht unterscheidet, gibt es doch zumindest die Gemeinsamkeit einer Menge von Personen und dem Blick auf den Einzelnen. Würden wir die Haltung Jesu auf unser Classroom-Management anwenden, würde es bedeuten, dass niemand aus dem Blick geraten darf, der ohnehin schon am Rand steht. Gerade die digitale Generation und der Umgang mit ihr scheint mir vor dieser gewaltigen Herausforderung zu stehen: Auf der Suche nach Orientierung und dem, was dem Leben Halt gibt, immer mehr auf das Display oder den Bildschirm zu schauen und immer weniger Menschen um sich zu haben, die ihnen mehr als einen flüchtigen Blick schenken. Jesus macht Bartimäus und uns im Evangelium deutlich, dass der Einzelne zählt und auch in seinen Defiziten Bedeutung hat. Er wird gerufen, geheilt und in die Nachfolge geführt.</p><p>Religionsunterricht will im Sinn dieser Botschaft den christlichen Glauben als Ermutigung zu einem selbstbestimmten Leben identifizierbar und – so gut es im Rahmen der Institution Schule geht – erfahrbar machen. In der Schulpastoral, im Religionsunterricht oder der Erwachsenenbildung braucht es Menschen wie Sie, die mit ihrer Persönlichkeit und ihren fachlichen Kompetenzen anderen dabei helfen, die Augen für die Zusammenhänge von Lebensgestaltung und Sinnangeboten, von Schöpfung und Umweltbewusstsein, vom Umgang mit Schuld und Versöhnung, von der Kraft der biblischen Botschaft und Hoffnungsmenschen, die Mut machen, mit dem kritischen Verstand zu hinterfragen und für das Kompetenzzentrum des Herzens zu erschließen. Wenn dann in der Lerngemeinschaft vom Einzelnen entdeckt wird: Ich bin nicht unsichtbar, ich werde gesehen und mit meinen Fragen und Zweifeln, mit meinen Bedürfnissen und Ideen in den Blick genommen, sind wir im Geist des Evangeliums auf Sendung. Diese Sendung, deren Relevanz für unsere individuelle Lebenspraxis und für unser mitmenschliches Zusammenleben elementar ist, wird Ihnen heute mit Überreichung der „Missio canonica“ offiziell anvertraut.</p><p>Wenn wir dies im Rahmen der Eucharistiefeier tun, dann kommt auch das Element des Dankens ins Spiel: Dank an Gott, der Menschen ruft, sich in den Dienst der Frohen Botschaft zu stellen. Dank an alle, die in seinem Geist dazu beitragen, dass Menschen befähigt werden, durch Ausbildung und Erweiterungen ihrer pädagogischen und fachlichen Kompetenzen als Lehrkräfte in Schulen und erzieherischen Einrichtungen zu wirken. Dank an Sie, dass Sie Mut hatten, aufzustehen und sich über viele Jahre ausbilden zu lassen, um jetzt an Ihren Einsatzorten auf Sendung zu gehen. Wenn wir die Gaben von Brot und Wein auf den Altar legen, werden Sie mit hineingenommen in das erlösende Wirken Gottes, damit Sie gestärkt durch die Gemeinschaft mit Christus sein Licht bezeugen und in der Welt verbreiten.</p><p>Der Mut und das Herz, das es dazu braucht, haben eine Gemeinsamkeit: Sie werden durch die Praxis trainiert. Ihre Coaching-Zone ist das Klassenzimmer, der Pausenhof, das Lehrerzimmer, die Klassenfahrt und nicht zuletzt Gebet und Gottesdienst auch hier und heute. Amen.</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73958</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 15:52:40 +0200</pubDate><title>In der Not Christus begegnen</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/in-der-not-christus-begegnen/</link><description>Blaulicht-Gottesdienst mit rund 500 Einsatzkräften und Notfalseelsorgerinnen – Bischof Jung: „‚Hab Mut, steh auf!‘ als Motto der täglichen Arbeit“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Bei einer ökumenischen Wort-Gottes-Feier hat Bischof Dr. Franz Jung am Dienstagabend, 7. Juli, den Einsatzkräften und Notfallseelsorgern für ihre Arbeit gedankt: „Danke für Ihren Einsatz für all die Menschen in Unterfranken und darüber hinaus, die sich auf Ihre Hilfe verlassen dürfen.“ Dabei sprach Bischof Jung auch über das Motto der Kiliani-Wallfahrtswoche „Hab Mut, steh auf!“, das zugleich das Motto der täglichen Arbeit der Anwesenden sei. „In der Not des Nächsten, das ist unsere christliche Überzeugung, begegnen wir Jesus Christus selbst.“ Bei dem ökumenischen Gottesdienst, der gemeinsam mit dem evangelischen Dekan Dr. Wenrich Slenczka gefeiert und von den Maltesern mitgestaltet wurde, waren rund 500 Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, der Rettungsdienste, der Malteser, der Johanniter, des Roten Kreuzes, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, des Technischen Hilfswerks sowie Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger anwesend. Auszubildende der Bereitschaftspolizei übernahmen den Ministrantendienst.</p><p>Der Gottesdienst war auch von den persönlichen Erlebnissen der Anwesenden geprägt. So berichteten fünf Einsatzkräfte und Notfallseelsorger von prägenden Momenten und Einsätzen, von Schicksalsschlägen und besonders schweren Situationen, in denen sie Mut beweisen mussten. Marco Völker, Polizeibeamter der Polizeiinspektion Ochsenfurt, sprach von einem Einsatz, bei dem eine psychisch belastete Frau Einsatzkräfte mit einer Metallstange angriff. „Dieser Einsatz hat mich viel beschäftigt, weil er gezeigt hat, wie schnell man in unserer Blaulichtfamilie in einer lebensgefährlichen Situation ist“, sagte Völker. Polizistinnen und Polizisten bräuchten immer wieder Mut und Kraft, um aufzustehen und in gefährlichen Situationen einzugreifen. Uwe Kinstle von den Johannitern in Unterfranken berichtete von einem Einsatz, bei dem er eine junge Mutter über den Tod ihres fünf Monate alten Mädchens informieren musste. Es sei die Geburtsstunde der Notfallseelsorge gewesen. „Habt Mut, steht auf, dass Menschen, die Opfer von Gewalttaten geworden sind, erfahren, dass die Blaulichtfamilie Sie in ihrer Not versorgt und sie begleitetet werden.“</p><p>In seiner Predigt hob Dekan Slenczka, der für Regionalbischöfin Gisela Bornowski eingesprungen war, die Ruhe und den Mut hervor, mit denen Einsatzkräfte ihren täglichen Dienst versehen. „Ich bewundere auch den Mut, den man braucht, um sich rufen zu lassen, wenn es um erschreckende Situationen geht und man vorher nicht weiß: Was kommt jetzt auf mich zu?“ Dekan Slenczka lobte zudem, dass bei der Fürsorge für andere keine Unterschiede gemacht würden: „Ich bewundere es, wie Sie sich um die kümmern, die verunfallt sind, und nicht erst fragen: Wer bist du? Hast du es überhaupt verdient?“</p><p>Nach dem Gottesdienst kamen die Einsatzkräfte sowie die Seelsorgerinnen und Seelsorger zu einer Begegnung bei Brezeln und Getränken vor dem Burkardushaus zusammen.</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/344-wo-einsatzkrafte-mutig-sind/embed?context=external&amp;theme=default" style="border: 0" frameborder="0" height="150" width="100%"></iframe></p><p class="text-right">pdf (POW)</p><p>(2826/0676; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783518734Y6PJOVdZPwuOOU" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783518734Y6PJOVdZPwuOOU</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73957</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 14:35:15 +0200</pubDate><title>Mit Jesus an der Seite Neues wagen</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/mit-jesus-an-der-seite-neues-wagen/</link><description>Weihbischof em. Ulrich Boom feiert Kiliani-Gottesdienst für Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus der Region Main-Rhön</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Frankenapostel machen Mut beim Wagnis des Glaubens. Das hat Weihbischof em. Ulrich Boom beim Kiliani-Gottesdienst am Mittwochvormittag, 8. Juli, dem Gedenktag der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan, betont. Mit rund 400 Gläubigen aus der Region Main-Rhön feierte er die Messe im Würzburger Kiliansdom. „Bei allem, was schlecht läuft in der Welt und in unserem Leben, wir können darauf vertrauen, dass Gott alles zum Guten wenden wird.“</p><p>Welche Gründe mögen den heiligen Kilian und seine Gefährten bewogen haben, ihre Heimat Irland und ihre klösterliche Gemeinschaft zu verlassen? Diese Frage stellte Weihbischof Boom an den Beginn seiner Predigt. Die Gemeinschaft habe Sicherheit geboten, sei aber gewiss auch ein Ort mit Konflikten und Auseinandersetzungen gewesen. „Wo alles sicher zu sein scheint, tauchen schnell die Fragen auf, ob das schon das ganze Leben ist. Es muss im Leben doch mehr als alles geben.“ Im Alltag des Mönchseins hätten sie die Wahrheit entdeckt, die im Wort Jesu zu finden sei: Wer sein Leben retten wolle, werde es verlieren. Wer aber sein Leben um Christi willen verliere, der werde es finden. „Aber mit der Erkenntnis ist noch lange nicht der Weg gegangen. Es braucht Mut und Durchhaltevermögen, um den Aufbruch zu wagen.“</p><p>Das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“, das die Kiliani-Wallfahrtswoche wie auch den zurückliegenden 104.&nbsp;Deutschen Katholikentag im Mai begleitet, passe auch zum Leben der Frankenapostel, sagte der Weihbischof. Aufbruch gelinge da, wo mutig Neues angegangen werde. Dazu gehöre immer „eine gehörige Portion Vertrauen – in Gott, in die Menschen und natürlich in sich selbst“. In der Erzählung vom blinden Bettler Bartimäus sei es Jesus, der dem Blinden helfe, die Zukunft wieder zuversichtlich in den Blick zu nehmen und das Leben mit einer neuen Sicht anzugehen. „Er ruft dich!“ heiße, das Christus mitgehe, wo man Neues wage und Gewohntes verlasse. Das gelte nicht nur für Bartimäus, sondern auch für Kilian und seine Gefährten, „für mich und für uns, hier und heute“.</p><p>In den Seligpreisungen aus der Bergpredigt werde Gottes Reich und Herrschaft auf Erden sichtbar, fuhr Weihbischof Boom fort. Sein Herz schlage für die Armen und jene, die arm dran sind, für die Trauernden und Weinenden, die Barmherzigen und Gerechten, bei denen, die das Herz eines Kindes haben und die Frieden bringen. „Bitten wir den heiligen Kilian und seine Gefährten, dass wir gleich ihnen Botinnen und Boten von Gottes Treue und Barmherzigkeit sind.“</p><p>Nach dem Gottesdienst trafen sich die Wallfahrerinnen und Wallfahrer zu Getränken und einem Imbiss auf dem Platz vor dem Burkardushaus. Viele suchten das persönliche Gespräch mit Weihbischof Boom.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(2826/0673; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17835139243xIIqbLTEpByBF" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/17835139243xIIqbLTEpByBF</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73950</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 09:41:31 +0200</pubDate><title>„Loben kann man nie genug!“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/loben-kann-man-nie-genug/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Kiliani-Gottesdienst mit Priestern, Diakonen und hauptamtlichen Mitarbeitenden</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) „Was gibt mir Mut für meinen Dienst?“ Diese Frage hat Bischof Dr. Franz Jung beim Kiliani-Gottesdienst für Priester, Diakone sowie hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums Würzburg und seiner Caritas am Dienstagnachmittag, 7. Juli, in den Mittelpunkt gestellt. Das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“, das über der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche wie auch über dem diesjährigen 104. Deutschen Katholikentag steht, sei „mehr als eine Durchhalteparole“, sagte der Bischof zu den rund 550 Gläubigen. „Ich sage heute von ganzem Herzen Ihnen allen Dankeschön für das, was wir miteinander erreicht haben. Es lohnt sich, das heute zu feiern.“</p><p>Was gibt im Alltag und als Dienstgemeinschaft Mut, aufzustehen? Er habe fünf Quellen der Ermutigung gefunden, sagte der Bischof in seiner Predigt. Anstelle des typisch fränkischen „Nix gesagt ist genug gelobt“ rief er zu einem „Wort des Lobes zur rechten Zeit“ auf. „Das bewirkt Wunder, das geht mir selbst auch so.“ Es gebe das Gefühl, etwas zu können, wichtig zu sein und gesehen zu werden. „Loben kann man nie genug!“</p><p>Im Leben gebe es aber auch mal Durchhänger. Sei es, weil es einem körperlich nicht gut gehe, weil es in der Familie krisele oder man mit einer Aufgabe nicht zurechtkomme. Da sei es wichtig, ein Team zu haben, dem man sich anvertrauen könne, das einen auffange und dabei helfe, gut durch die nächste Phase zu kommen. „Es gibt Mut, zu wissen, dass man im Team getragen wird.“</p><p>Das Bistum stecke in einem großen Umbruchsprozess, fuhr der Bischof fort. Viele Maßnahmen seien langfristig angelegt, und das könne entmutigen. „Es ist gut, große Projekte in kleine Teilprojekte zu zerlegen und jeden Tag die Herausforderungen des heutigen Tages gut zu bewältigen“, erklärte der Bischof die dritte Quelle der Ermutigung. Dann werde auch ein „Riesenberg“ Stück für Stück plötzlich schneller zu bewältigen sein.</p><p>„Mut macht, sich des Sinns des eigenen Tuns zu vergewissern“, nannte der Bischof als vierte Quelle. „Wer nicht weiß, warum er etwas tut, der hat auch keinen Mut und lässt es einfach laufen.“ Ein Beispiel sei die Geschichte von den beiden Maurern: Der eine arbeite missmutig vor sich hin, doch der andere erzähle stolz, dass er an einer Kathedrale mitbaue. Die neue Grundordnung lege die Verantwortung in die Hände des Dienstgebers. Er sei dafür verantwortlich, den Mitarbeitenden den Sinn ihres Tuns nahezubringen: „Ist es noch sinnvoll, wie wir es machen? Was ist das Ziel, zu dem wir angetreten sind? Erreichen wir es auf diesem Weg? Sinn schenkt Mut, Unsinn macht mutlos.“</p><p>Schließlich gehöre zur Ermutigung, Erfolge miteinander zu feiern. „Dazu möchte ich am heutigen Tag ermutigen.“ Der Bischof erinnerte an den „wunderbaren Katholikentag“, bei dem sich das Bistum und die Dienstgemeinschaft „wunderbar präsentiert“ hätten. Die Mitarbeitenden dankten dem Bischof für seine Worte mit herzlichem Applaus.</p><p>Als Erinnerung an den Katholikentag brachten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter symbolisch Gaben vor den Altar. Ein Plakat vom „Abend der Begegnung“ stand für das vielfältige Kulturangebot, ein Aufsteller aus der „Demokratiekirche“ in der Marienkapelle für die politische Dimension des Evangeliums und das Ringen um eine bessere Welt. Ein Wegweiser zum „Spirituellen Rastplatz“ im Innenhof des Domkreuzgangs stand für Gastfreundschaft, Brot und Wein erinnerten an die Zeit, Ideen und Begeisterung der vielen Menschen, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung des Katholikentags einbrachten.</p><p>Im Gottesdienst wurde eigens an die im vergangenen Jahr verstorbenen Kolleginnen und Kollegen erinnert und für diese gebetet.&nbsp;Das Bläserensemble des Bischöflichen Ordinariats sowie der Chor des Diözesan-Caritasverbands unter der Leitung von Angela M. Lixfeld gestalteten den Gottesdienst.</p><p>Im Anschluss waren alle zur Begegnung im Kilianeum eingeladen. Mitglieder der Mitarbeitervertretung (MAV) sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kilianeums kümmerten sich um die Bewirtung.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(2826/0674; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783437569DqbITN5thMuTqC" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783437569DqbITN5thMuTqC</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73932</guid><pubDate>Tue, 07 Jul 2026 10:28:56 +0200</pubDate><title>„Gesellschaft und Kirche leben davon, dass möglichst viele sich einbringen“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/gesellschaft-und-kirche-leben-davon-dass-moeglichst-viele-sich-einbringen/</link><description>Kiliani-Pontifikalgottesdienst für Politiker und Räte – Bischof Dr. Franz Jung wirbt für Solidarität mit Menschen am Rand, Eigenverantwortung und einen klaren Blick auf die Wirklichkeit</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Montagabend, 6. Juli, beim Kiliani-Pontifikalgottesdienst für Politiker und Räte im Würzburger Kiliansdom dazu aufgerufen, den Notschrei von Menschen am Rand der Gesellschaft wahrzunehmen und sie zu ermutigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Zugleich warnte er vor Ideologisierung, Kleinmut und Nationalismus, die den Blick verengten. „Habt Mut, steht auf! Es lohnt sich!“, rief er den rund 800 Menschen im Kiliansdom zu.</p><p>Das Motto „Hab Mut, steh auf!“ des diesjährigen 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg und der Kiliani-Wallfahrtswoche stammt aus der Erzählung über die Heilung des blinden Bartimäus im Markusevangelium. Daraus leitete der Bischof in seiner Predigt drei zentrale Aufgaben für Politik und Kirche ab: den Ruf der Bedürftigen hören, Menschen zur Eigenverantwortung befähigen und die Welt mit neuen Augen sehen. Er betonte, Menschen in Not seien oft beschämt und wagten nicht, auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Deshalb brauche es in Politik und Kirche einen „Außenblick“ über die eigene Blase hinaus, damit niemand abgehängt oder vergessen werde. „In unserem Projekt der Sozialraumorientierung versuchen wir, genau diesen Außenblick über den eigenen Kirchturm hinaus einzuüben, um den Ruf der Notleidenden hören zu lernen, in dem Jesus selbst uns anruft.“</p><p>Mit Blick auf Demokratie und kirchliche Gremien warb der Bischof für „selbstbestimmte Teilhabe“ und verwies auf das Subsidiaritätsprinzip der katholischen Soziallehre. Staat, Kommune und Bistum könnten Verantwortung nicht einfach abnehmen, sondern müssten Menschen befähigen, selbst tätig zu werden. Bischof Jung kritisierte eine verbreitete Service-Mentalität, die er als problematisch für das Gemeinwesen ansah. Gesellschaft und Kirche lebten davon, dass möglichst viele mitdenken, mitentscheiden und sich einbringen.</p><p>Zudem mahnte der Bischof einen realistischen politischen Blick an. Politik dürfe sich nicht an Ideologien orientieren, sondern müsse die Wirklichkeit nüchtern wahrnehmen und auch unbequeme Entscheidungen treffen. Gerade in Zeiten globaler Krisen dürften sich Entscheidungen nicht an nationalen Eigeninteressen verengen, sagte der Bischof. Gemeinsame Herausforderungen ließen sich nur gemeinsam lösen.</p><p>Bischof Jung dankte allen, die sich in Politik, Räten und kirchlichen Gremien engagieren. Wer sich zur Wahl stelle, mache sich verletzlich, sagte er, doch auch Niederlagen gehörten dazu. Wichtig sei, wieder aufzustehen und neu anzufangen. Zudem würdigte er den langen Atem, das bessere Argument und die Freude am eigenen Tun als Voraussetzungen für gutes politisches und kirchliches Engagement.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2826/0668; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783411428HAukdvPIat85YG" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783411428HAukdvPIat85YG</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73900</guid><pubDate>Mon, 06 Jul 2026 10:53:49 +0200</pubDate><title>Weihbischof em. Boom gestaltet Orgelimpuls „5 nach 12“ im Kiliansdom</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/weihbischof-em-boom-gestaltet-orgelimpuls-5-nach-12-im-kiliansdom-8/</link><description>Würzburg (POW) Weihbischof em. Ulrich Boom gestaltet den Orgelimpuls „5 nach 12“ am Dienstag, 7. Juli, um 12.05 Uhr im Würzburger Kiliansdom. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Dompastoral und Dommusik laden die Besucherinnen und Besucher jeweils montags bis samstags zu dieser kleinen Auszeit mitten am Tag ein.</p><p>(2826/0665; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Veranstaltungen</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73887</guid><pubDate>Sun, 05 Jul 2026 15:10:59 +0200</pubDate><title>„Getauft zu sein bedeutet, einen persönlichen Auftrag zu haben“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/getauft-zu-sein-bedeutet-einen-persoenlichen-auftrag-zu-haben/</link><description>Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 feierlich eröffnet – Delegationen aus Irland und Schottland feiern mit – Rund 1100 Gläubige beim Pontifikalgottesdienst – Reliquienprozession von Sankt Burkard zum Kiliansdom 
</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Die Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 hat begonnen: Bischof Dr.&nbsp;Franz Jung eröffnete sie feierlich am Sonntag, 5. Juli, mit der Reliquienprozession mit den Häuptern der Frankenapostel von der Pfarrkirche Sankt Burkard über die Alte Mainbrücke in den Kiliansdom. Dort feierte der Bischof einen Pontifikalgottesdienst mit rund 1100&nbsp;Gläubigen. In seiner Predigt ermahnte der Bischof die Gläubigen nachdrücklich zu gesellschaftlichem Engagement und zum Übernehmen persönlicher Verantwortung. Die Wallfahrtswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“.</p><p>Verbunden über die gleiche iro-schottische Mönchs- und Glaubenstradition, in der Kilian, Kolonat und Totnan standen, nahmen Delegationen aus der Würzburger Partnerstadt Dundee in Schottland und dem County Cavan (Irland), in dem Kilians Geburtsort Mullagh liegt. An der Spitze der schottischen Delegation stand George Laidlaw, Vorsitzender der Dundee Würzburg Twinning Association, die irische wurde von Niall Smith, stellvertretender Vorsitzender des Cavan County Council, angeführt.&nbsp;</p><p>Die Prozession mit den Häuptern der Frankenapostel begann mit einer Statio in der Pfarrkirche Sankt Burkard auf der anderen Mainseite. Dort begrüßte Bischof Jung besonders die ausländischen Gäste. Den Zug zum Dom begleitete eine große Zahl von Gläubigen, unter anderem Weihbischof Dompropst Paul Reder, Weihbischof em. Ulrich Boom, Vertreter des Domkapitels und des Allgemeinen Geistlichen Rats, Mitglieder des Diözesanrats der Katholiken, Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig, Landrat Thomas Ebert (Würzburg), Ordensleute, außerdem Familiaren des Deutschen Ordens, Ritter vom Heiligen Grab sowie Fahnenabordnungen von Verbänden, Vereinen, Studentenverbindungen und Innungen. Den Reliquienschrein trugen abwechselnd Priesterseminaristen, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg, der Malteser sowie des Diözesanrats.</p><p>Zum Kiliani-Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ erklärte der Bischof in seiner Predigt, dass die Kirche und das Gemeinwesen von Menschen lebten, die selbst aktiv werden, statt die Verantwortung auf andere oder staatliche und kirchliche Institutionen abzuwälzen. Getauft zu sein bedeute, einen persönlichen Auftrag zu haben. Orientierung böten hierbei die drei Bistumspatrone Kilian, Kolonat und Totnan, die als Frankenapostel mutig ihre Heimat verließen, um den Glauben in die Welt zu tragen.</p><p>Bischof Jung betonte, dass der christliche Glaube „zutiefst politisch“ sei und nicht an der Kirchentür ende. Er rief dazu auf, sich mutig in gesellschaftliche Debatten einzumischen – sei es durch den Einsatz für Hilfsbedürftige am Rande der Gesellschaft, den Schutz des ungeborenen Lebens, die Ablehnung des assistierten Suizids oder das Engagement gegen die gesellschaftliche Polarisierung. „Deshalb stellen wir Plattformen bereit, um das Gespräch untereinander nicht abreißen zu lassen und der Polarisierung entgegenzuwirken – wie in der Demokratiekirche beim Katholikentag oder in der Akademiearbeit“, betonte Bischof Jung. Trotz eines zunehmend raueren gesellschaftlichen Klimas, das von Verunglimpfungen bis hin zu offener Gewalt reiche, dürften Christinnen und Christen sich nicht einschüchtern lassen. Das Vorbild der Frankenapostel ermutige dazu, dem Gegenwind ohne Furcht standzuhalten, Missständen zu widersprechen und auf die Kraft des Evangeliums zu vertrauen.</p><p>Viele Gläubige ließen sich nach dem Gottesdienst einzeln unter Auflegung von Reliquien der Frankenapostel segnen. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdiensts im Dom sorgten Domorganist Professor Stefan Schmidt sowie der Domchor, die Domsingknaben und zwei Bläserensembles unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth und Domkantor Julian Beutmiller, unter anderem mit der „Kiliani-Intrada“ von Julian Beutmiller, der „Missa octo vocum“ von Hans Leo Hassler sowie Werken von Michael Praetorius, Peter Planyavsky und Eugène Gigout. Die Prozession gestalteten das Symphonische Blasorchester Kürnach und der Kammerchor der Würzburger Kantorei musikalisch. Eine Begegnung auf dem Platz vor dem Burkardushaus schloss sich an den Gottesdienst an. Der Kiliansplatz, wo sich sonst die Menschen austauschen und erfrischen, steht in diesem Jahr wegen Bauarbeiten am Kilianshaus nicht zur Verfügung.</p><p class="text-right"><br /><em>mh (POW)</em></p><p><br />(2826/0661; E-Mail voraus)<br /><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hie</strong>r: <a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783084002wZxUU3QUteziwR" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783084002wZxUU3QUteziwR</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73881</guid><pubDate>Sat, 04 Jul 2026 21:47:00 +0200</pubDate><title>Musik verbindet über Kontinente hinweg</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/musik-verbindet-ueber-kontinente-hinweg/</link><description>Mädchenkantorei gestaltet musikalisches Abendgebet im Neumünster – Persönliche Zeugnisse zu Glaube, Liebe und Hoffnung – Chorreise nach Tansania in den Sommerferien</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mit einem musikalischen Abendgebet unter der Überschrift „Hope – Faith – Love“ (Hoffnung, Glaube, Liebe) hat die Mädchenkantorei am Würzburger Dom am Samstagabend, 4. Juli, einen tiefgründigen Akzent zum Auftakt der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 gesetzt. Rund 250&nbsp;Personen nahmen an dem Gebet teil. Die spirituellen Impulse der von Domdekan Dr. Jürgen Vorndran geleiteten Feier kamen von Mitgliedern des Chores. Die neu gewählte Generaloberin der Erlöserschwestern, Schwester Tadea Mpanda aus Tansania, las das Evangelium auf Kisuaheli vor.</p><p>Unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth trugen die Sängerinnen neben Mia Makaroffs „Spes“ oder Ola Gjeilos „Ubi caritas et amor“ auch Lieder auf Suaheli vor. Unter anderem erklangen „Baba yetu“ von Christopher Tin und „Kein schöner Land/Sayari yetu“ von Oliver Gies. Das Programm haben die jungen Sängerinnen für ihre Begegnungsreise in das Partnerbistum Mbinga in Tansania in den Sommerferien vorbereitet. Als Kulturbotschafter will die Mädchenkantorei, begleitet von Domdekan Vorndran, dort in Konzerten, musikalischen Begegnungen, gemeinsamen Proben und Workshops in einen musikalischen und emotionalen Dialog treten und die gegenseitige Verbindung vertiefen.</p><p>Drei Chormitglieder erläuterten zwischen den Liedern die drei christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe mit Erfahrungen aus ihrem eigenen Alltag – geprägt von Abiturstress, persönlichen Krisen, aber vor allem von einer unerschütterlichen Chorgemeinschaft und der großen Vorfreude auf eine anstehende Reise nach Tansania.</p><p>Dass diese Gemeinschaft auch durch schwere Zeiten trägt, verdeutlichte Marie Häusler in ihrem Impuls zur Hoffnung. Hoffnung sei nichts, womit man geboren werde, man müsse diese erst aktivieren. Das gelte gerade für Phasen, in denen man nicht mehr weiterwisse. Wie greifbar diese Hoffnung durch Mitmenschen werden kann, symbolisierte der Plüschpinguin „Hazel“: Dieses Geschenk des Chores habe sie in einer dunklen Lebensphase daran erinnert, dass eine Gemeinschaft hinter ihr stehe, die den Glauben an sie nie aufgegeben hat. „Am Ende ist Hoffnung das Wertvollste, was man einander schenken kann“, betonte sie.</p><p>Theophanu Opel erklärte in ihrem Impuls zum Thema Glauben, dass sich das Gottesbild beim Aufwachsen verändere und entwickle. Neben kindliche Gewissheiten träten im Jugendalter unweigerlich Zweifel und Fragen. Die Antwort darauf lasse sich im Vertrauen auf Gottes Zusage „Ich bin da“ und ganz praktisch im gemeinsamen Erleben finden: Wenn der Chor singt, werde der Glaube durch die Musik unmittelbar spürbar und verbinde Menschen über Kontinente hinweg.</p><p>Marie Schulze schließlich beschrieb Liebe als einen komplexen Zustand, der durch Werte wie Zusammenhalt, Respekt und Wertschätzung sichtbar werde. Ob durch die Unterstützung der Familie während der Abiturphase, das Gefühl von Geborgenheit auf Chorfahrten oder kleine Gesten der Nächstenliebe im Alltag: Liebe sei das Fundament des Miteinanders. Sie erfordere jedoch auch Selbstliebe sowie Offenheit und Toleranz gegenüber dem Neuen.</p><p>Für die drei Glaubenszeugnisse wie für die musikalische Darbietung gab es großen Applaus.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(2826/0663; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong></em><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783194290u7SMiovkA4S7Te" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783194290u7SMiovkA4S7Te</a></em></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73872</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 23:21:37 +0200</pubDate><title>„Gott loben für den gemeinsamen Weg“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/gott-loben-fuer-den-gemeinsamen-weg/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Pontifikalgottesdienst mit Silberpaaren</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg</strong> (POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Freitagabend, 3. Juli, mit rund 350 Ehepaaren, die seit 25&nbsp;Jahren verheiratet sind, im Würzburger Kiliansdom unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ einen Pontifikalgottesdienst gefeiert. „Gott segne und begleite Sie in all den Jahren, die da noch kommen mögen“, rief er den Eheleuten zu. Im Gottesdienst erneuerten die Paare ihr Eheversprechen. Am Eingang zum Dom erhielt jedes Paar ein geschnitztes Herz aus Olivenholz, hergestellt von palästinensischen Christen im Heiligen Land.</p><p>Nach dem Gottesdienst konnten sich die Paare vom Bischof und weiteren Seelsorgerinnen und Seelsorgern einzeln segnen lassen. Die anschließende Begegnung fand auf dem Platz vor dem Würzburger Burkardushaus statt. Der Kiliansplatz, wo sonst nach dem Gottesdienst Raum für Austausch und Erfrischung ist, ist in diesem Jahr aufgrund der Bauarbeiten am Kilianshaus gesperrt. Viele Ehepaare nutzten die Gelegenheit, um ein Erinnerungsfoto mit dem Bischof zu schießen.</p><p>In seiner Predigt zog Bischof Jung Parallelen zwischen dem biblischen Bettler Bartimäus und den Phasen einer langjährigen Partnerschaft. Das gemeinsame Leben erfordere immer wieder den Mut, neu aufzustehen, um sich „die Augen öffnen“ zu lassen. Der Bischof dankte den Jubilaren für ihre gelebte Treue und gratulierte ihnen zu ihrem gemeinsamen Weg: „Die Zeit zum Singen ist da, die Zeit, Gott zu loben für den gemeinsamen Weg.“</p><p>Der Weg führe Paare durch viele Stationen: vom „Lockruf in eine neue Zweisamkeit“ über das Verlassen der eigenen Komfortzone in den ersten Jahren bis hin zur Familienphase, erläuterte der Bischof in seiner Predigt. Auch das Älterwerden bringe Umbrüche. Wenn die Kinder das Haus verlassen, gelte es, die Rollen neu zu definieren. Dabei sei es wichtig, „mutig die eigenen blinden Flecken sehen zu lernen“.</p><p>Besonders in schweren Lebens- und Glaubenskrisen wie Krankheit oder dem Verlust des Arbeitsplatzes sei es eine große Gnade, sich gegenseitig tragen und bestärken zu können. Dieses gemeinsame Aufstehen sei „immer schon ein Abglanz des österlichen Auferstehens“, erklärte Bischof Jung.</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(2826/0660; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Weitere Bilder finden Sie unter: </b></u></i><i><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783083803bvG8Nh2AwydjJu" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783083803bvG8Nh2AwydjJu</a></i></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73866</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 15:27:20 +0200</pubDate><title>Den Anderen mit den Augen von heute sehen</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/den-anderen-mit-den-augen-von-heute-sehen/</link><description>Weihbischof Reder feiert im Kiliansdom Pontifikalmesse mit Ehejubilaren die 50, 60 oder mehr Jahre verheiratet sind – Paare erneuern ihr Eheversprechen und erhalten einen Segen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Am Freitagmorgen, 3. Juli, hat Weihbischof Paul Reder mit rund 1000 Menschen im Würzburger Kiliansdom einen Pontifikalgottesdienst für Ehejubilare gefeiert. Ehepaare, die seit 50, 60&nbsp;oder mehr Jahren verheiratet sind, konnten im Gottesdienst ihr Eheversprechen erneuern. Am Eingang wurden geschnitzte Herzen aus Olivenholz verteilt, welche zahlreiche Paare im Moment der Erneuerung des Eheversprechens zusammen in der Hand hielten. Nach dem Gottesdienst hatten die Ehejubilare die Möglichkeit, durch Weihbischof Reder und weitere Seelsorgerinnen und Seelsorger einen Segen für ihre Ehe zu empfangen. Im Anschluss an den Gottesdienst kamen die Ehejubilare vor dem Würzburger Burkardushaus zur Begegnung zusammen.</p><p>In der <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/miteinander-und-aneinander-wachsen/" target="_blank" class="external-link">Predigt</a>, welche an die Lesung aus dem Hohelied der Liebe und das Markusevangelium über den blinden Bettler Bartimäus angelehnt war, sprach der Weihbischof über die Bedeutung von Begegnungen und die Geheimnisse der Liebe. Der gemeinsame Weg habe mit einer Begegnung begonnen. Ein erster Blickwechsel, das erste Gespräch oder das Kennenlernen der Eltern: „Immer stehen Begegnungen am Anfang“, sagte Weihbischof Reder. Dies sei auch Teil des ersten Geheimnisses der Liebe: einander in den Blick zu nehmen und sich Gehör zu schenken. Das zweite Geheimnis der Liebe sei in den unterschiedlichen Phasen der Ehe verwurzelt. Nicht nur die Frühlingsphase einer Ehe sei der Ausdruck echter Liebe, sondern vor allem die alte Liebe. „Diese Liebe kann echt und innig sein, gerade weil sie sich gewandelt hat“, betonte der Weihbischof.</p><p>Das Hohelied aus dem Alten Testament sei eine kunstvoll zusammengestellte Sammlung von Liebesliedern. Es sei aber kein Text über die Perfektion der Liebe, sondern über die erfahrbare Schönheit, Begegnung und Sehnsucht. Daher stamme auch das dritte Geheimnis der Liebe: einander wieder ins Leben zu rufen – durch ein Lächeln am Morgen, eine Umarmung oder das Halten und Gehaltenwerden. An dieser Stelle sprach Weihbischof Reder auch vom blinden Bettler Bartimäus, der am Straßenrand sitzend erst Jesus rufen musste, bevor er gehört wurde. In einer Beziehung könne es auch Phasen geben, in denen sich Partner nicht gesehen und an den Rand gedrängt fühlten. Doch genau wie in der Erzählung von Bartimäus brauche es in einer Ehe den Mut, sich selbst einem anderen mitzuteilen.</p><p>So wie das Rufen sei auch das Stehenbleiben ein Geheimnis der Liebe, das vierte. Innezuhalten und nicht aneinander vorbeizugehen, statt vor Herausforderungen zu flüchten, sei auch in einer Ehe wichtig. Letztlich sei die Frage „Was willst du, dass ich dir tue?“, welche Jesus Bartimäus stellt, das fünfte Geheimnis der Liebe: der anderen Person Raum zu geben und es möglich zu machen, sich mitzuteilen und einander neu zu sehen. „Nicht nur mit den Augen von früher, mit den Augen der Frühlingsliebe, sondern mit den Augen von heute.“</p><p class="text-right">pdf (POW)</p><p>(2826/0662; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weiter Bilder finden Sie hier: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17830845252HXB51lkPXefDL" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/17830845252HXB51lkPXefDL</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73858</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 10:36:26 +0200</pubDate><title>Die Geheimnisse der Liebe</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/die-geheimnisse-der-liebe/</link><description>Weihbischof Reder feiert Pontifikalgottesdienst mit Jubelpaaren, die 50, 60 oder mehr Jahre verheiratet sind – Paare erneuern im Kiliansdom ihr Eheversprechen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mit rund 375 Ehepaaren, die seit 50, 60 oder mehr Jahren verheiratet sind, hat Weihbischof Paul Reder am Donnerstagnachmittag, 2. Juli, einen Pontifikalgottesdienst im Würzburger Kiliansdom gefeiert. „Sie sind heute nicht hier, weil Ihre Ehe ein perfekter Weg war, sondern weil Sie den Weg, wie er war, bis heute miteinander gegangen sind“, sagte der Weihbischof. Er wünschte ihnen für den weiteren Weg Mut und Gottes Segen. Im Gottesdienst erneuerten die Paare ihr Eheversprechen. Nach der Messe hatten sie Gelegenheit, sich von Weihbischof Reder und weiteren Seelsorgerinnen und Seelsorgern segnen zu lassen.</p><p>In seiner <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/miteinander-und-aneinander-wachsen/" target="_blank" class="external-link">Predigt</a> sprach der Weihbischof, angelehnt an die Lesung aus dem Hohelied der Liebe und das Evangelium vom blinden Bettler Bartimäus, von fünf Geheimnissen der Liebe. Der gemeinsame Weg habe vor vielen Jahrzehnten mit einem hörbaren Jawort vor dem Traualtar begonnen. Einander Gehör zu schenken und in den Blick zu nehmen sei das erste Geheimnis. Die Bilder im Hohelied der Liebe seien voll Aufbruch und Frühling. Als er einmal ein Jubelpaar zum Gratulieren besucht habe, habe der Mann gesagt: „Damals waren wir noch frisch verliebt“, worauf seine Frau ergänzt habe: „Und jetzt sind wir eben alt verliebt.“ Diese veränderten Erscheinungsformen der Liebe anzunehmen, sei das zweite Geheimnis der Liebe. Wenn es im Hohelied heiße „Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!“, dann klinge es, als rufe einer den anderen in ein neues Leben hinein. Einander ins Leben zu rufen, sei das dritte Geheimnis der Liebe – durch ein Lächeln am Morgen oder auch durch eine geteilte Sorge.</p><p>Wenn Bartimäus Jesus rufe und dieser stehenbleibe, sei das „einer der schönsten und ermutigendsten Sätze“ des Evangeliums, fuhr Weihbischof Reder fort. Dieser „Bartimäus-Moment“, füreinander stehen zu bleiben und einzustehen, sei das vierte Geheimnis echter Liebe. Jesu Antwort „Was willst du, dass ich dir tue?“ deutete er so, dass man einander Raum gebe, um sich mitzuteilen. Das sei das fünfte Geheimnis der Liebe, denn dadurch entdecke man den anderen immer wieder neu – „einen Humor, der gewachsen ist, eine Geduld, die gereift ist, eine Treue, die sich bewährt hat. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Tag für Tag in diesen Geheimnissen der Liebe weiter miteinander und aneinander wachsen.“</p><p>Am Eingang zum Dom erhielt jedes Paar ein geschnitztes Herz aus Olivenholz, hergestellt im Heiligen Land. Die anschließende Begegnung fand auf dem Platz vor dem Würzburger Burkardushaus statt. Der Kiliansplatz, wo sonst nach dem Gottesdienst Raum für Austausch und Erfrischung ist, ist in diesem Jahr aufgrund der Bauarbeiten am Kilianshaus gesperrt.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(2826/0656; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie unter: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17830120584UQ2Wo2fTsEJUI" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/17830120584UQ2Wo2fTsEJUI</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73857</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 10:33:54 +0200</pubDate><title>„Miteinander und aneinander wachsen“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/miteinander-und-aneinander-wachsen/</link><description>Predigt von Weihbischof Paul Reder bei der Pontifikalmesse für Gold- und Diamant-Ehejubilare am Donnerstag, 2. Juli 2026, im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Jubelpaare,</p><p>liebe Schwestern und Brüder Christi,</p><p>Würzburg feiert Kiliani – und Sie mittendrin. Kiliani, für die einen ist das Festplatzrummel mit Riesenrad, Achterbahn und Festzelt, für die anderen heißt das Kiliansdom, Orgelmusik und Festmesse. Auf unterschiedliche Weise sind doch beide Kiliani geprägt von einer Gemeinsamkeit: von Begegnungen.</p><p>Auch Ihr gemeinsamer Weg begann genau damit: mit einer Begegnung. Vielleicht haben Sie sich im Zusammenhang mit Ihrem Jubiläum nochmal den Anfang in Erinnerung gerufen: den ersten Blickwechsel, das erste längere Gespräch, das erste Vorstellen bei den Eltern – immer stehen Begegnungen am Anfang… Und heute feiern wir gemeinsam, dass aus diesen ersten Begegnungen persönliche Zuwendung und gegenseitiges Vertrauen gewachsen sind und daraus dann mit Ihrer Trauung vor 50, 60 Jahren zu einem verbindlichen Weg der Liebe wurden, den Sie seither miteinander gehen. Diesen Weg über viele Jahrzehnte wollen wir heute dankbar vor Gott bringen. Ihr gemeinsamer Weg, ihre von Ihnen gestaltete Geschichte hat mit einem hörbaren Jawort begonnen, als Sie sich vor dem Traualtar in den Blick genommen haben. Einander Gehör schenken und einander in den Blick nehmen ist das erste Geheimnis der Liebe. Dazu gehören immer zwei.</p><p>In der Lesung aus dem biblischen Buch des Hoheliedes wurde diese Wichtigkeit besonders betont, Gehör zu finden und einander in den Blick zu nehmen: „Horch! Mein Geliebter! Siehe, er kommt!“ – und dann folgen lauter Bilder, die nach „frisch verliebt“ klingen. Alles ist Aufbruch, alles ist Frühling, alles positiv: „Die Blumen erscheinen im Land, die Zeit des Singens ist da.“ Vielleicht klingt das gar nicht nach einem Text für Paare mit 50 und mehr Jahren gemeinsamer Geschichte. Aber vielleicht geht es Ihnen wie einem Jubelpaar, das ich zum Gratulieren besucht habe, und beim Blick auf das Hochzeitsfoto von damals sagte der Jubilar: „Ja, damals waren wir noch frisch verliebt.“ Woraufhin seine Frau ergänzte: „Und jetzt sind wir eben alt verliebt.”</p><p>Denn wer sagt eigentlich, dass nur die Frühlingsliebe am Anfang mit ihren großen Emotionen echte Liebe ist? Wenn wir nur dafür ein Gehör haben und nur dem einen Blick schenken, was sich „frühlingshaft“ frisch verliebt anfühlt, dann verkennen wir, dass auch das Jahr aus dem Wechsel der Jahreszeiten seine ganze Fülle gewinnt. Vielleicht besteht das zweite Geheimnis der Liebe ja genau darin, die Veränderungen ihrer Erscheinungsformen anzunehmen, was die Ehejubilarin mit dem Wort ausgedrückt hat: „Jetzt sind wir eben alt verliebt.“ Auch diese „alte Liebe“ kann echt und innig sein, gerade weil sie sich gewandelt hat und anders geworden ist. Das Hohelied aus dem Alten Testament ist wohl eine kunstvoll zusammengestellte Sammlung von Liebesliedern. Und wie bei allen Liedern kann man nicht sagen: So und nur so muss ein Liebeslied sein. Wie im richtigen Leben kennen auch Liebeslieder die Gestimmtheit in Dur und in Moll, die Beschwingtheit und die Wehmut, den „Himmel voller Geigen“ und die kleine, einfache Melodie. Alles kann – wie auch die unterschiedlichen Phasen Ihrer Ehe – Ausdruck echter Liebe sein, gerade dann, wenn es nicht perfekt eingeübt wird, sondern ehrlich gelebt wird.</p><p>Das Hohelied ist ja kein Text über die Perfektion der Liebe, sondern über ihre erfahrbare Schönheit. Es ist ein Lied über Sehnsucht, über Freude, über Begegnung: „Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!“ Und es klingt, als rufe einer den anderen mit diesen Worten in ein neues Leben hinein. Und das scheint mir ein drittes Geheimnis der Liebe zu sein: einander ins Leben zu rufen. Das kann tausend Gesichter haben: ein Lächeln am Morgen, ein miteinander geteilter, sorgenvoller Blick, eine Umarmung und ein Kuss, ein verständnisvolles Halten und Gehaltenwerden.</p><p>Im Evangelium hören wir von einem Menschen, der sich in ein neues Leben gerufen weiß und den nichts mehr zurückhält. Dabei hat sich Bartimäus zuvor die Seele aus dem Leib geschrien und ist von den anderen nur noch mehr an den Rand gedrängt worden. Bis zu diesem Zeitpunkt saß Bartimäus am Straßenrand und hatte vor allem ein Ziel: genügend Geld für seinen Lebensunterhalt zu erbetteln. Vielleicht hat er das auch von Jesus erhofft, als er hörte, dass Jesus mit einer Menschenmenge durch Jericho an ihm vorbeizieht, und er ruft: „Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!“ Vermutlich gibt es auch in unserem Leben Zeiten, wo wir den Eindruck haben: Das Leben läuft an uns vorbei und wir sitzen eher am Rand. Solche Beziehungsphasen sind bitter: Zeiten, in denen wir uns nicht gesehen fühlen. Zeiten, in denen wir kein Gehör beim anderen finden. Zeiten, in denen wir blind sind für die Bedürfnisse des anderen.</p><p>Und dann brauchen wir diesen Bartimäus-Moment, der darin besteht, dass wir uns nicht mit dieser Situation abfinden. Bartimäus hilft nicht, andere Menschen anzuklagen oder die widrigen Umstände zu beklagen. Ihm hilft es, dass er Jesus das sagen darf, was er wirklich und am meisten braucht. Genau das bringt er in den Worten zum Ausdruck: „Rabbi, ich möchte wieder sehen können.“ Das heißt auch: Ich habe mich nicht aufgegeben. Ich sage, was ich auf dem Herzen habe. Es braucht mitunter viel Mut, sich selbst einem anderen mitzuteilen. Es braucht das Vertrauen, dass sich etwas ändert, wenn ich Gehör finde – bei Menschen und bei Gott. Und wie Jesus auf diesen Menschen zunächst reagiert, ist einer der schönsten und ermutigendsten Sätze des Evangeliums. Es heißt: „Jesus blieb stehen.“ Mitten im Trubel. Mitten auf dem Weg. Er bleibt stehen für einen Augenblick, auf einen Menschen, der ihn ruft.</p><p>Könnte es nicht das vierte Geheimnis einer echten Liebe sein? Stehen zu bleiben, um nicht aneinander vorbeizugehen oder aneinander vorbeizuleben. Innezuhalten, statt über das weiter, immer nur weiter, auch vor mancher Herausforderung zu flüchten.</p><p>Ich bin sicher, wir haben hier und heute viele unter uns, die in all den Ehejahren immer wieder auch füreinander stehen geblieben sind und füreinander eingestanden sind. Weil es Situationen gab, in denen Zuwendung, im Gespräch, einfach Zeit gebraucht hat. Weil manche Lösung Geduld gebraucht hat und länger dauerte als geplant. Weil Konflikte sich dadurch entschärfen, wenn wir lernen, uns mitzuteilen, Zeit zu nehmen, stehen zu bleiben.</p><p>Und diese Aufforderung, sich ehrlich selbst mitzuteilen, steckt hinter der Frage Jesu: „Was willst du, dass ich dir tue?“ Jesus sieht ja, dass Bartimäus blind ist, aber jetzt gibt er seinem Leben und seinen Bedürfnissen Raum. Den Raum, den ihm die anderen verwehrt haben, wenn sie ihn anherrschten, still zu sein.</p><p>Ich glaube, das ist das fünfte Geheimnis einer Liebe, die sagt: „Jetzt sind wir eben alt verliebt.“ Echte Beziehung lebt nicht davon, dass man glaubt, den anderen ohnehin in- und auswendig zu kennen. Sondern dass der andere Raum bekommt, sich mitzuteilen, und die Ermutigung, sich selbst zur Sprache zu bringen.</p><p>Wenn es dann heißt, der Glaube hat Bartimäus geheilt, und er ist Jesus nachgefolgt, dann scheint es mir nicht falsch, in diesem „neu sehen lernen“ ein schönes Bild für die Liebe zu sehen, die es immer wieder neu zu entdecken gilt. Den anderen immer wieder neu zu sehen. Nicht nur mit den Augen von früher, mit den Augen der „Frühlingsliebe“, sondern mit den Augen von heute. Und vielleicht entdecken Sie dabei Dinge neu, die Sie längst zu kennen glaubten – und die doch niemals alt sind: ein Humor, der gewachsen ist, eine Geduld, die gereift ist, eine Treue, die sich bewährt hat.</p><p>Liebe Jubelpaare, Sie sind heute nicht hier, weil Ihre Ehe ein perfekter Weg war, sondern weil Sie den Weg, wie er war, bis heute miteinander gegangen sind. Weil Sie miteinander auf dem Weg geblieben sind, Tag für Tag, Schritt für Schritt.</p><p>Ich wünsche Ihnen, nicht nur heute an Kiliani, dass Sie Tag für Tag in diesen Geheimnissen der Liebe weiter miteinander und aneinander wachsen: im Gehör schenken und gegenseitig in den Blick nehmen, in der Bereitschaft, die Veränderungen der Liebe anzunehmen, in der Fürsorge, einander ins Leben zu rufen, in der Sensibilität, stehen zu bleiben, um nicht aneinander vorbeizuleben, und in der Beherztheit, dem anderen Raum zu geben, um sich ehrlich mitzuteilen.</p><p>Herzlichen Glückwunsch also zu Ihrem besonderen Ehejubiläum und weiterhin Mut für den künftigen Weg, Gottes Segen und Glück auf!</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Weihbischof Paul Reder</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73845</guid><pubDate>Thu, 02 Jul 2026 14:48:32 +0200</pubDate><title>350 Paare erneuern ihr Eheversprechen im Kiliansdom</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/350-paare-erneuern-ihr-eheversprechen-im-kiliansdom/</link><description>Pontifikalgottesdienst mit Jubelpaaren, die seit 50, 60 oder 65 Jahren verheiratet sind – Bischof Jung ermutigt Eheleute, Gottes Ruf in allen Phasen ihres gemeinsamen Lebens zu vertrauen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mit rund 350 Ehepaaren, die seit 50, 60 oder 65 Jahren verheiratet sind, hat Bischof Dr. Franz Jung am Donnerstag vormittag, 2. Juli, im Würzburger Kiliansdom einen Pontifikalgottesdienst gefeiert. „Ich freue mich mit Ihnen über Ihren gemeinsamen Weg. Gott segne und begleite Sie in all den Jahren, die da noch kommen mögen“, rief der Bischof den Jubelpaaren zu. Diese erneuerten im Gottesdienst ihr Eheversprechen. Auf 65 gemeinsame Ehejahre („Eiserne Hochzeit“) blickten beispielsweise Albin und Lieselotte Ising aus Stalldorf (Landkreis Würzburg) zurück. Nach der Messe hatten die Paare Gelegenheit, sich vom Bischof und weiteren Seelsorgerinnen und Seelsorgern segnen zu lassen. Eine Begegnung auf dem Platz vor dem Würzburger Burkardushaus schloss sich an. Der Kiliansplatz, wo sonst nach dem Gottesdienst Raum für Austausch und Erfrischung ist, ist in diesem Jahr wegen Bauarbeiten am Kilianshaus gesperrt.</p><p>In seiner Predigt griff Bischof Jung das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche auf und verband es mit der Heilung des blinden Bartimäus. Er deutete diesen Ruf als Einladung Gottes, die sich im gemeinsamen Eheleben immer wieder neu zeige – beginnend mit der Erfahrung, von einem anderen Menschen geliebt zu werden. Von den ersten Jahren des Zusammenlebens über die Familiengründung bis hin zu neuen Lebensphasen fordere die Ehe dazu heraus, die eigene Komfortzone zu verlassen, sich aufeinander einzulassen und den gemeinsamen Weg immer wieder neu zu gestalten. Dabei gehe es darum, sich füreinander und für die eigenen Stärken und Schwächen die Augen öffnen zu lassen.</p><p>Auch Krisen, Krankheiten, Verluste und das Älterwerden gehörten nach den Worten von Bischof Jung untrennbar zum gemeinsamen Lebensweg. Gerade in diesen schweren Zeiten brauche es den Mut, Gottes Ruf zum Aufstehen zu vertrauen und gemeinsam neue Perspektiven zu finden. Dieses Aufstehen sei ein Vorgeschmack auf die österliche Auferstehung und schenke Hoffnung über das irdische Leben hinaus. Mit dem Bild aus dem Hohelied – „Steh auf, meine Freundin“ – ermutigte der Bischof die Ehepaare, sich auch nach Jahrzehnten gegenseitig zum Aufbruch zu motivieren, Gott für die Treue zu danken und den gemeinsamen Weg mit Zuversicht weiterzugehen.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2826/0652; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie unter:&nbsp;</strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1782997430WWVvSLpTMBZ9zK" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1782997430WWVvSLpTMBZ9zK</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73758</guid><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:54:30 +0200</pubDate><title>Vier Frauen und ein Mann werden Gemeinde- oder Pastoralreferent/innen</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/vier-frauen-und-ein-mann-werden-gemeinde-oder-pastoralreferent-innen/</link><description>Beauftragungsfeier mit Bischof Dr. Franz Jung am Freitag, 17. Juli, im Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Vier Frauen und einen Mann beauftragt Bischof Dr. Franz Jung am Freitagabend, 17.&nbsp;Juli, um 17.30 Uhr bei einem Pontifikalgottesdienst im Würzburger Kiliansdom für den Dienst als Gemeinde- beziehungsweise Pastoralreferent/innen. Verena Deuchert wird als Gemeindereferentin beauftragt, Lea Brenner, Susanne Händel, Karolin Proksch und Markus Wissel als Pastoralreferent/in.</p><p><em><strong>Als Gemeindereferentin wird beauftragt:</strong></em></p><p><em>Verena Deuchert</em> (39) ist Gemeindeassistentin im Pastoralen Raum Elsenfeld. Deuchert, Jahrgang 1986, wurde in Miltenberg geboren und wuchs in Amorbach auf. Nach dem Abitur in Walldürn im Jahr 2006&nbsp;absolvierte sie einen Au-pair-Aufenthalt in Belgien. Im Anschluss studierte sie von 2007 bis 2014 in Tübingen Geschichte und Katholische Theologie und schloss mit dem ersten Staatsexamen ab. 2015&nbsp;begann Deuchert ein Referendariat am Ganztagesgymnasium Osterburken. 2015/16&nbsp;sowie 2017&nbsp;nahm sie eine Elternzeit und schloss 2018 den Pastoraltheologischen Kurs von „Theologie im Fernkurs“ ab. Als Gemeindeassistentin im Vorbereitungsdienst wirkte sie ab Januar 2018&nbsp;in der Pfarreiengemeinschaft „Um den Gotthard im Odenwald“. Dort absolvierte Deuchert von September 2018&nbsp;bis August 2019 auch das Berufspraktische Jahr. Im Schuljahr 2019/2020 war sie an der Grundschule Großheubach eingesetzt. 2020 wurde sie Gemeindeassistentin für die Pfarreiengemeinschaft „Christi Himmelfahrt, Kleinwallstadt“. Seit 2023 ist sie im Pastoralen Raum Elsenfeld eingesetzt. Deuchert ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.</p><p><em><strong>Als Pastoralreferent/innen werden beauftragt:</strong></em></p><p><em>Lea Brenner</em> (29) ist Pastoralassistentin für den Pastoralen Raum Burkardroth. Brenner wurde 1997 in Heidenheim an der Brenz geboren und wuchs in Herbrechtingen auf. Nach dem Abitur am Buigengymnasium Herbrechtingen im Jahr 2015&nbsp;absolvierte sie einen Freiwilligendienst in Taizé. Von 2017 bis 2023 studierte sie Katholische Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie am Institut Catholique de Paris und schloss als Magistra Theologiae ab. Seit 2023 ist sie Pastoralassistentin im Pastoralen Raum Burkardroth.</p><p><em>Susanne Händel </em>(27) ist Pastoralassistentin für den Pastoralen Raum Bergtheim-Fährbrück. Händel wurde 1998 in Würzburg geboren. Nach dem Abitur am Wirsberg-Gymnasium in Würzburg im Jahr 2017&nbsp;absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Seniorenstift des Juliusspitals Würzburg. Von 2018 bis 2023 studierte sie Katholische Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und schloss als Magistra Theologiae ab. 2023 wurde sie Pastoralassistentin für den Pastoralen Raum Bergtheim-Fährbrück. 2025 wurde sie zudem für den Dienst als Präventionsberaterin im Bistum Würzburg beauftragt. Händel ist verheiratet.</p><p><em>Karolin Proksch</em> (27) ist Pastoralassistentin für den Pastoralen Raum Hammelburg. Proksch wurde 1999&nbsp;in Aschaffenburg geboren. Nach dem Abitur am Spessart-Gymnasium in Alzenau im Jahr 2017&nbsp;absolvierte sie einen Bundesfreiwilligendienst im katholischen Pfarrhaus Sankt Laurentius Kleinostheim. Von 2018 bis 2023 studierte sie Katholische Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Universidad Pontificia de Salamanca (Spanien) und schloss als Magistra Theologiae ab. Seit 2023 ist Proksch Pastoralassistentin für den Pastoralen Raum Hammelburg.</p><p><em>Markus Wissel</em> (27) ist Pastoralassistent für den Pastoralen Raum Schwarzach am Main – Sankt Benedikt. Wissel wurde 1998 in Mömbris-Niedersteinbach geboren. Nach dem Abitur am Spessart-Gymnasium Alzenau im Jahr 2017 absolvierte er einen Bundesfreiwilligendienst in der Regionalstelle für Kirchliche Jugendarbeit (kja) Aschaffenburg. Von 2018 bis 2023 studierte er Katholische Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie an der Universitá Cattolica del Sacro Cuore in Mailand (Italien) und schloss mit dem Magister Theologiae ab. Seit 2023 ist Wissel Pastoralassistent für den Pastoralen Raum Schwarzach am Main – Sankt Benedikt. Er ist verheiratet.</p><p>(2726/0635; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Personalmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73754</guid><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 10:52:34 +0200</pubDate><title>„Musikalisches Abendgebet“ als Auftakt</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/musikalisches-abendgebet-als-auftakt-1/</link><description>Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ – Insgesamt vier Gottesdienste für Ehejubilare – „Musikalisches Abendgebet“ zum Auftakt der Wallfahrtswoche – Sonderverkauf des Playmobil-Sets mit den Frankenaposteln</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Kiliani-Wallfahrtswoche wird von Sonntag, 5. Juli, bis Sonntag, 12. Juli, in Würzburg gefeiert. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“, unter dem auch schon der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg begangen wurde. „Das aufrüttelnde Leitwort ,Hab Mut, steh auf!‘ hat schon beim Katholikentag viele Menschen zusammengeführt, begeistert und inspiriert. Den Schwung dieses Wortes wollen wir mit in die Kiliani-Wallfahrtswoche hineinnehmen“, sagt Bischof Dr. Franz Jung.</p><p>Die Gottesdienste zum Auftakt am 5. Juli und zum Abschluss am 12. Juli werden jeweils um 10 Uhr auf TV Mainfranken (Kabel), auf der <a href="http://livestreams.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Bistums-Homepage</a> sowie dem YouTube-Kanal des Bistums Würzburg live aus dem Kiliansdom übertragen. Der Gottesdienst am 12. Juli wird zudem in Bibel TV Fernsehen gezeigt.</p><p>Aufgrund der Generalsanierung des Kilianshauses werden die Begegnungen und Zusammenkünfte, die traditionell auf dem Kiliansplatz stattfanden, während der Bauzeit auf die Terrasse vor das Burkardushaus am Bruderhof verlegt. Das gilt auch für die Begegnungen nach den Gottesdiensten für die Ehejubilare in der Woche vor der Kiliani-Wallfahrt.</p><p><em><strong>Kilian, Kolonat und Totnan mit nach Hause nehmen</strong></em></p><p>Auf der Suche nach einem besonderen Mitbringsel von der Kiliani-Wallfahrtswoche? Noch gibt es genügend Exemplare der limitierten Playmobil-Sonderedition mit den Frankenaposteln Kilian, Kolonat und Totnan. Die Sets sind bei den Begegnungen nach den Pontifikalgottesdiensten an einem Stand auf der Terrasse des Burkardushauses zum Stückpreis von 15 Euro erhältlich. Der Verkauf findet statt nach den Gottesdiensten für die Ehejubilare am Donnerstag, 2. Juli, um 10.30 und 14.30 Uhr sowie am Freitag, 3. Juli, um 10.30 und 19 Uhr. Außerdem nach den Pontifikalmessen am Montag, 6. Juli, um 19 Uhr; Dienstag, 7. Juli, um 10 und 19 Uhr; Mittwoch, 8. Juli, um 10 Uhr; Donnerstag, 9. Juli, um 10 Uhr; Freitag, 10. Juli, um 17 Uhr.</p><p><em><strong>Das Programm der Kiliani-Wallfahrtswoche</strong></em></p><p>Zum Auftakt der Kiliani-Wallfahrtswoche findet am Samstag, 4. Juli, um 19.30 Uhr im Neumünster ein „Musikalisches Abendgebet“ mit Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran statt. Es steht unter der Überschrift „Hope – Faith – Love“. Die Mädchenkantorei am Würzburger Dom unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth singt „O come, let us sing“ von Egil Hovland, „Spes“ von Mia Makaroff, „Baba Yetu“ von Christopher Tinn (Arrangement: Dorothy Horn), „Ubi caritas et amor“ von Ola Gjeilo und „Kein schöner Land / Sayari yetu“ von Oliver Gies. Der Eintritt ist frei.</p><p>Eröffnet wird die Kiliani-Wallfahrtswoche am Sonntag, 5. Juli, um 9.30 Uhr mit der Reliquienprozession von der Pfarrkirche Sankt Burkard in den Kiliansdom. Bischof Jung, Weihbischof Paul Reder, Mitglieder des Domkapitels sowie Gläubige aus den Innenstadtpfarreien begleiten die Häupter der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan über die Alte Mainbrücke zum Dom. Bischof Jung feiert den Pontifikalgottesdienst um 10 Uhr im Kiliansdom. Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übersetzt. Eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus schließt sich an. Um 17 Uhr feiert Bischof Jung im Kiliansdom die Pontifikalvesper.</p><p>Am Montag, 6. Juli, feiert Weihbischof Reder um 10.30 Uhr im Kiliansdom eine Pontifikalmesse für die Kommunionkinder. Nach dem Gottesdienst treffen sich die Kinder auf der Terrasse des Burkardushauses. Im Anschluss wird ein Programm angeboten, unter anderem Domerkundungen, ein Actionbound auf den Spuren des heiligen Kilian, Angebote der Ministrant:innenarbeit, der Weltkirche, der Erlöserschwestern oder bei der Fachstelle Inklusion im Kilianeum. Um 19 Uhr feiert Bischof Jung einen Pontifikalgottesdienst für Rätinnen und Räte, Politikerinnen und Politiker im Kiliansdom. Eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus schließt sich an.</p><p>Am Dienstag, 7. Juli, sind die Gläubigen aus der Region Aschaffenburg sowie die Pfarrhausfrauen um 10 Uhr zum Pontifikalgottesdienst mit Weihbischof em. Ulrich Boom im Kiliansdom eingeladen mit anschließender Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus. Um 13.30 Uhr feiert Bischof Jung eine Pontifikalmesse mit Priestern, Diakonen sowie hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kiliansdom. Daran schließt sich eine Begegnung im Kilianeum an. Einsatzkräfte sowie Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger sind um 19 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst mit Bischof Jung und Regionalbischöfin Gisela Bornowski im Kiliansdom eingeladen. Anschließend treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus.</p><p>Am Mittwoch, 8. Juli, feiert Weihbischof em. Boom mit den Gläubigen aus der Region Main-Rhön um 10 Uhr einen Pontifikalgottesdienst im Kiliansdom mit anschließender Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus. Um 16 Uhr sind die Ordensleute zu einer Pontifikalmesse mit Bischof Jung im Kiliansdom eingeladen, eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus schließt sich an.</p><p>Am Donnerstag, 9. Juli, sind die Marktkaufleute, Schaustellerinnen und Schausteller um 7.30 Uhr zu einer Messfeier mit Generalvikar Vorndran in die Marienkapelle eingeladen. Bischof Jung feiert mit den Gläubigen aus der Region Würzburg um 10 Uhr eine Pontifikalmesse im Kiliansdom, eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus schließt sich an.</p><p>Am Freitag, 10. Juli, ist die Wallfahrt der Kindergartenkinder aus den Dekanaten Main-Spessart und Miltenberg. Sie beginnt um 10.30 Uhr mit einer Statio in der Pfarrkirche Sankt Burkard. Von dort ziehen die Kinder in einer Prozession zum Dom, wo eine Segensfeier mit Bischof Jung stattfindet. Anschließend können die Kinder den Bischof auf der Terrasse vor dem Burkardushaus treffen. Weihbischof Reder feiert um 17 Uhr im Kiliansdom einen Pontifikalgottesdienst für Religionslehrkräfte an Real-, Grund-, Mittel- und Förderschulen mit Verleihung der Missio canonica und Segensspendung für alle, die aus dem Dienst als Religionslehrkraft ausscheiden. Eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus schließt sich an.</p><p>Am Samstag, 11. Juli, feiert Bischof Jung um 10.30 Uhr eine Pontifikalmesse im Kiliansdom für Menschen im Alter, in Krankheit und mit Behinderung. Bei dieser besonderen Messe werden die Gläubigen im Dom verpflegt.</p><p>Auch in diesem Jahr öffnet der Kiliansdom seine Türen für die „Nacht der Hoffnung“. Bischof Jung feiert um 20 Uhr eine Pontifikalmesse mit Aussetzung. Danach ist bis 24 Uhr Zeit für Stille und Gebet, Licht und Musik, Beichte, Segen und Gespräche. An verschiedenen Orten stehen „Inseln der Hoffnung“ bereit. Den Abschluss bilden ein gemeinsames Gebet der Hoffnung und der Segen. Auch alle, die nur eine Kerze anzünden wollen, sind eingeladen.</p><p>Die Kiliani-Wallfahrtswoche endet am Sonntag, 12. Juli, mit dem Pontifikalgottesdienst um 10 Uhr mit Bischof Jung für Familien und muttersprachliche Gemeinden im Kiliansdom. Die Feier steht unter der Überschrift „Eine Kirche in vielen Sprachen“. Unter den Konzelebranten sind Jesuitenpater Ngoc The Nguyen (Seelsorger für die vietnamesisch sprechenden Katholiken), Pfarrer Ivan Shokan (ukrainische griechisch-katholische Gemeinde), Franziskaner-Minoriten-Pater Ivan Penava (Kroatische Katholische Mission Würzburg), Pfarrvikar Pater Corradino Di Sante von der Franziskanischen Gemeinschaft von Betanien (Italienische Katholische Mission) sowie ein Vertreter der Polnischen Katholischen Mission. Im Anschluss gibt es eine Begegnung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus.</p><p><em><strong>Vier Gottesdienste für Ehejubilare</strong></em></p><p>Die Gottesdienste für die Ehejubilare finden vor der offiziellen Eröffnung der Wallfahrtswoche statt. Eingeladen sind alle Ehepaare, die im Jahr 2026 Silbernes, Goldenes oder Diamantenes Ehejubiläum feiern oder gefeiert haben. Die Begegnungen nach den Ehejubilarsgottesdiensten finden auf der Terrasse vor dem Burkardushaus statt.</p><p>Am Donnerstag, 2. Juli, feiert Bischof Jung um 10.30 Uhr im Kiliansdom ein Pontifikalamt für Gold- und Diamant-Ehejubilare. Um 14.30 Uhr feiert Weihbischof Reder im Dom ein Pontifikalamt für Gold- und Diamant-Ehejubilare.</p><p>Am Freitag, 3. Juli, feiert Weihbischof Reder um 10.30 Uhr im Kiliansdom ein Pontifikalamt für Gold- und Diamant-Ehejubilare. Um 19 Uhr sind alle Ehepaare zum Gottesdienst mit Bischof Jung in den Dom eingeladen, die ihr Silberjubiläum feiern.</p><p>Jeweils eine Stunde vor den Gottesdiensten für die Gold- und Diamant-Ehejubilare besteht die Gelegenheit zum Empfang des Bußsakraments.</p><p><em><strong>Andachten und Beichtgelegenheiten</strong></em></p><p>Während der Kiliani-Wallfahrtswoche wird von Montag, 6. Juli, bis Samstag, 11. Juli, täglich um 8 Uhr eine Messe in der Kilianskrypta im Neumünster gefeiert.</p><p>Der Orgelimpuls „5 nach 12“ im Kiliansdom findet am Samstag, 4. Juli, sowie von Dienstag, 7. Juli, bis Donnerstag, 9. Juli, täglich um 12.05 Uhr statt.</p><p>Führungen im Dom werden am Samstag, 4. Juli, Mittwoch, 8. Juli, und Donnerstag, 9. Juli, jeweils um 12.30 Uhr angeboten. Treffpunkt ist am Siebenarmigen Leuchter. Tickets gibt es bei der Dominfo am Domvorplatz.</p><p><em><strong>Kiliani-Lecture</strong></em></p><p>Am Donnerstag, 9. Juli, wird um 19 Uhr im Honorine-Saal der Erlöserschwestern, Domerschulstraße 1, eine Kiliani-Lecture angeboten. Dr. Joshua Furnal, Dozent für Systematische Theologie an der Saint Patrick‘s Pontifical University in Maynooth/Irland, spricht zum Thema „Rising to Hope: Catholic Identity and the Courage of Transformation – Aufbruch zur Hoffnung: Katholische Identität und der Mut zur Veränderung“.</p><p>Weitere Informationen zur Kiliani-Wallfahrtswoche gibt es im Internet unter <a href="https://kiliani.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link">https://kiliani.bistum-wuerzburg.de</a>.</p><p class="text-right">(Programmänderungen jederzeit möglich)</p><p>(2726/0634; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73439</guid><pubDate>Mon, 22 Jun 2026 15:23:31 +0200</pubDate><title>„Wie klingt es, wenn ich hier draufdrücke?“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/wie-klingt-es-wenn-ich-hier-draufdruecke-1/</link><description>„Tag der offenen Dommusik“ begeistert Kinder und Familien mit vielen Mitmachangeboten
</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Beim „Tag der offenen Dommusik“ haben am Samstag, 20. Juni, Kinder, Jugendliche und Familien die Welt der Würzburger Dommusik mit allen Sinnen erlebt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die angenehm kühlen Räume der Dommusik zu erkunden und die vielfältigen Mitmachangebote auszuprobieren, heißt es in einer Pressemitteilung.</p><p><br />Viele bunte Luftballons schwebten am Samstag durch den Kiliansdom und die Würzburger Innenstadt. Mancher Ohrwurm begleitete die Familien noch auf dem Heimweg. Bei den offenen Chorworkshops konnten alle mitsingen. „Beim Singen klingt unser ganzer Körper“, erklärte Domkantor Julian Beutmiller. Gemeinsam sangen, klatschten und klopften die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rhythmen und Melodien. Mit den Tipps der Chorleiter gelang es ihnen schnell, neue Lieder einzustudieren. Entsprechend stolz präsentierten sie am Ende die Ergebnisse.</p><p><br />Auch die jüngsten Besucherinnen und Besucher entdeckten ihre Stimme. In den Eltern-Kind-Sing-Workshops mit Musikpädagogin Rosa Färber standen gemeinsames Singen und musikalisches Erleben im Mittelpunkt. Färber legte besonderen Wert darauf, Momente zu schaffen, in denen Kinder zusammen mit ihren Eltern ihren eigenen Klang entdecken können.</p><p><br />Ein besonderes Erlebnis war für viele die Führung zur großen Domorgel. Jakob Keller, musikalischer Assistent der Dommusik, führte die Interessierten über zahlreiche Treppenstufen in die Türme des Doms, auf die Empore und bis zum Spieltisch der Orgel. Dort konnten die Besucherinnen und Besucher hören und spüren, wie die Orgel vom tiefsten Ton, der den ganzen Raum vibrieren ließ, bis zu den höchsten, kaum wahrnehmbaren Klängen klingt. Besonders faszinierend war es für die Kinder, selbst am riesigen Spieltisch Platz zu nehmen und die mächtigen Töne im Dom erklingen zu lassen. Nicht selten war dabei die Frage zu hören: „Wie klingt es, wenn ich hier draufdrücke?“</p><p><br />Unter dem Motto „Deine Stimme. Dein Chor“ stand in diesem Jahr die Gemeinschaft des Chorsingens im Mittelpunkt. Domkapellmeister Alexander Rüth freute sich über das große Engagement der Sängerinnen und Sänger der Kinder- und Jugendchöre. „Das Gefühl der Gemeinschaft und das Wissen, mit der eigenen Stimme einen wichtigen Beitrag zum gemeinsamen Chorklang zu leisten, ist ein nicht zu unterschätzender Effekt des Chorsingens“, betonte er.</p><p><br />Viele junge Chormitglieder nutzten den Tag, um Verwandten und Freunden „ihre“ Dommusik zu zeigen. Stolz führten sie durch die Räume und erklärten, was hinter den öffentlichen Auftritten alles an Vorbereitung steckt. Auch der Vorsitzende des Dommusikvereins, Dr. Matthias Wagner, freute sich über das große Interesse. Er begrüßte die Gäste und informierte über die Fördermöglichkeiten des Vereins.</p><p><br />Zum Abschluss konnten Interessierte bei einem Vorsingen ihr Talent unter Beweis stellen. Vor Domkapellmeister Rüth, Domkantor Beutmiller und Gesangspädagogin Maria Bernius hatten alle Chorbegeisterten die Möglichkeit, sich für einen Chor der Dommusik zu bewerben. Wer erfolgreich vorsang, kann bereits bei den nächsten Proben mitmachen.&nbsp;</p><p><br />Interessierte, die den „Tag der offenen Dommusik“ verpasst haben, können sich jederzeit bei der Dommusik melden und eine Schnupperprobe vereinbaren. Weitere Informationen gibt es bei der Dommusik unter Telefon 0931/38662271 oder per E-Mail an<a href="mailto:info@wuerzburger-dommusik.de"> info@wuerzburger-dommusik.de</a>.</p><p>(2626/0627; E-Mail voraus)<br /><br /><em><strong>Hinweis für Redaktionen</strong>: Fotos abrufbar im Internet&nbsp;</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73013</guid><pubDate>Thu, 11 Jun 2026 10:34:32 +0200</pubDate><title>Die Dommusik einmal anders erleben</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/die-dommusik-einmal-anders-erleben/</link><description>Würzburger Dommusik lädt zum „Tag der offenen Dommusik“ ein – Chorworkshops, Backstage-Führungen und Stimmberatung – Wieder Stimmencasting für die Chöre der Dommusik – Bewerbung bis 15. Juni</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Unter dem Motto „Deine Stimme. Dein Chor.“ lädt die Dommusik Würzburg am Samstag, 20. Juni, von 10.30 bis 13 Uhr Familien, Kinder und Jugendliche zum „Tag der offenen Dommusik“ ein. In den modernen Proberäumen im Würzburger Kiliansdom erwartet sie ein vielfältiges Programm. Ab 14 Uhr findet wieder ein Stimmencasting für die Chöre der Dommusik statt. „Der ,Tag der offenen Dommusik‘ ist die beste Gelegenheit, die modernen Räumlichkeiten der Dommusik anzuschauen, das bunte Angebot der Dommusik in verschiedenen Workshops, Aktionen und Führungen selbst zu erleben und auszuprobieren und die Menschen in der Dommusik kennen zu lernen“, heißt es in der Einladung.</p><p>Ab 10.30 Uhr können Kinder und Jugendliche in offenen Chorworkshops zusammen mit anderen Kindern gemeinsam singen, mit ihren Eltern am offenen Eltern-Kind-Singen teilnehmen, sich bewegen und die Stimme erfahren oder bei musikpädagogischen Spielen die Welt der Musik auf kreative Weise erkunden. Bei einer Rallye gibt es Accessoires der Dommusik zu gewinnen. Domorganist Professor Stefan Schmidt demonstriert bei einer Backstage-Tour zur Domorgel deren klangliche Vielfalt.</p><p>Wertvolle Tipps zur eigenen Stimme und Stimmlage geben die Gesangspädagoginnen und&nbsp;<br />-pädagogen der Dommusik bei der kostenlosen Stimmberatung. Das Angebot richtet sich an alle – Kinder, Jugendliche, Eltern und sonstige Angehörige. Vor allem unerfahrene Sängerinnen und Sänger sind eingeladen, zu entdecken, wie ihre Singstimme klingen kann.</p><p>Bei Kaffee und Kuchen können alle Interessierten mit Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Chorleiterinnen und -leitern ins Gespräch kommen. Außerdem gibt es Informationen und individuelle Beratung zu den Schulkooperationen der Dommusik und den Chören.</p><p><em><strong>Jetzt bewerben für das Stimmencasting</strong></em></p><p>Beim Stimmencasting im Anschluss an den „Tag der offenen Dommusik“ kann sich jeder, der gerne singt, mit einem selbstgewählten Lied vorstellen und für einen der Chöre der Dommusik bewerben. Das Casting beginnt um 14 Uhr. Die Jury besteht aus Domkapellmeister Alexander Rüth, Domkantor Julian Beutmiller und weiteren Gesangspädagoginnen. Anmeldung bis Montag, 15. Juni, per E-Mail an <a href="mailto:info@wuerzburger-dommusik.de">info@wuerzburger-dommusik.de</a>.</p><p>Die Dommusik Würzburg bietet im Herzen der Stadt eine professionelle vokale Ausbildung, die altersgerecht aufgebaut ist. Dabei folgt die Chorarbeit dem Motto: Singen im Chor fördert nicht nur die Musikalität und Kreativität von Kindern, sondern darüber hinaus auch die Wahrnehmung und Konzentration, die Persönlichkeit und nicht zuletzt die sozial-emotionale Entwicklung und das Verantwortungsbewusstsein. Die Chöre der Dommusik sind ein kostenloses Angebot der Diözese Würzburg und bieten musikalische und kulturelle Teilhabe und professionelle musikalische Ausbildung über alle konfessionellen und sozialen Unterschiede hinweg.</p><p><strong><em>Programm am „Tag der offenen Dommusik“&nbsp;</em></strong></p><p><em>Workshops und Führungen:</em></p><p>11 und 12 Uhr: offene Chorworkshops für Kinder und Jugendliche zum Reinschnuppern und Mitsingen</p><p>10.30, 11.30 und 12.30 Uhr: Workshops Eltern-Kind-Singen</p><p>11, 11.30, 12 und 12.30 Uhr: Backstage-Führung durch die Dommusik und den Dom mit Begegnung mit der großen Domorgel (Anmeldung und Treffen im Foyer der Dommusik)</p><p><em>durchgängig von 10.30 bis 13 Uhr:</em></p><p>- musikpädagogische Aktivitäten, um spielerisch in die Welt der Musik einzutauchen, und Musik-Mandala-Malen</p><p>- kostenlose Stimmberatung bei professionellen Gesangspädagoginnen und Schnupperstunde in einen individuellen Stimmbildungsunterricht</p><p>- Rallye durch die Dommusik</p><p>- Kaffee, Getränke und Kuchen im Eltern-Café mit Möglichkeit für Gespräche mit Mitarbeitenden, Chorleiterinnen und Chorleitern sowie Eltern aktiver Sängerinnen und Sänger</p><p>- Vorstellung der Schulkooperationen und individuelle Beratung</p><p>(2526/0593; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72647</guid><pubDate>Thu, 21 May 2026 15:50:26 +0200</pubDate><title>Generalsanierung des Kilianshauses beginnt</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/generalsanierung-des-kilianshauses-beginnt/</link><description>Wege zum Kiliansdom und dem Neumünster bleiben offen – Begegnungen während der Kiliani-Wallfahrtswoche vor dem Burkardushaus</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mit dem Einrichten der Baustelle am Kiliansplatz hat die Generalsanierung des Kilianshauses begonnen. Die Arbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Die Baustelleneinrichtung in der Würzburger Innenstadt ist mit erheblichem logistischem Aufwand verbunden. Ziel ist es nach den Worten von Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, die Beeinträchtigungen für Anwohner, Besucher und den innerstädtischen Verkehr so gering wie möglich zu halten. Dennoch müsse mit Einschränkungen gerechnet werden.</p><p>Das Museum am Dom ist bereits seit dem Ende des Katholikentags am Sonntag,17. Mai, geschlossen und inzwischen fast vollständig geräumt. Laut Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, werden die Kunstwerke fachgerecht eingelagert, größtenteils im Depot der Kunstsammlungen. Parallel arbeitet das Bistum an einer Neukonzeption des Museums. Künftig sollen dort Objekte aus dem Domschatz gezeigt und die Geschichte des Bistums stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Auch zeitgenössische Kunst soll weiterhin Teil des Ausstellungskonzepts bleiben.</p><p>Einige Kunstwerke sind wegen der Baustelleneinrichtung vom Kiliansplatz entfernt worden. Auch der Kiliansplatz soll neu gestaltet werden Grund dafür ist die neue Eingangssituation in das Kilianshaus. „Der Zugang wird klarer und für die Besucher leichter zu erkennen sein“, betont der Generalvikar. Am Platz werde zu gegebener Zeit ein Denkmal gegen sexualisierten Missbrauch aufgestellt werden. Zusätzlich sollen im Zuge der Neukonzeption auch archäologische Befunde als Fenster durch die Zeiten im Platz integriert werden, um die reiche Geschichte dieses Platzes im Herzen der Stadt erfahrbar zu machen. Der Platz soll zudem die Besucherströme zwischen Kiliansdom und Neumünster besser lenken und auch an Orte wie das Lusamgärtchen, die Schönbornkapelle und den Domkreuzgang mit der Sepultur leiten.</p><p>Trotz der Bauarbeiten bleibt der Kiliansplatz für Fußgänger passierbar. Sie können weiterhin über den Platz zur Domstraße gelangen. Auch die Eingänge zum Kiliansdom und zum Neumünster bleiben geöffnet. „Gottesdienstbesucher und Touristen haben damit weiterhin ungehinderten Zugang zu beiden Kirchen“, erklärt Dompfarrer Stefan Gessner.</p><p>Für einige Veranstaltungen der Kiliani-Wallfahrtswoche gibt es jedoch Änderungen. Die Begegnungen und Zusammenkünfte, die traditionell auf dem Kiliansplatz stattfinden, werden während der Bauzeit auf die Terrasse vor das Burkardushaus am Bruderhof verlegt. Das gilt auch für die Begegnungen nach den Gottesdiensten für Ehejubilare in der Woche vor der Kiliani-Wallfahrt, teilt Matthias Reichert von der Hauptabteilung Seelsorge mit.</p><p>(2226/0542; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet&nbsp;</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72582</guid><pubDate>Tue, 19 May 2026 11:36:01 +0200</pubDate><title>Priesterweihe von Benedict Dürrlauf am Samstag im Kiliansdom</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/priesterweihe-von-benedict-duerrlauf-am-samstag-im-kiliansdom/</link><description>Würzburg/Ochsenfurt/Bad Kissingen (POW) Bischof Dr. Franz Jung weiht am Samstag vor Pfingsten, 23. Mai, um 9.30 Uhr Benedict Dürrlauf (33) aus Kleinochsenfurt im Würzburger Kiliansdom zum Priester.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Im Anschluss an die Weiheliturgie sind die Gläubigen zu einem Empfang im Priesterseminar Würzburg eingeladen. Am Pfingstsonntag, 24. Mai, feiert Dürrlauf um 13.30&nbsp;Uhr in der Stadtpfarrkirche Sankt Andreas in Ochsenfurt seine Primiz, die erste heilige Messe nach der Priesterweihe. Danach sind alle zu einem Empfang auf dem Kirchplatz eingeladen. Um 17.30 Uhr folgt ein Abendlob, danach besteht die Möglichkeit, den Einzelprimizsegen zu empfangen. Am Fronleichnamsfest, 4. Juni, feiert <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/schwimmer-im-fluss-des-lebens/" target="_blank" class="external-link">Dürrlauf</a> in der Maria-Schnee-Kirche in Kleinochsenfurt eine Nachprimiz. Die Nachprimiz für den Pastoralen Raum Bad Kissingen ist für Sonntag, 7. Juni, um 10&nbsp;Uhr in der Herz-Jesu-Kirche in Bad Kissingen angesetzt. Wer den Einzelprimizsegen empfangen möchte, hat auch bei diesen Feiern die Möglichkeit dazu.</p><p>(2126/0528; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72490</guid><pubDate>Fri, 15 May 2026 09:31:49 +0200</pubDate><title>Mit Mut für Gott und die Kirche eintreten</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/mit-mut-fuer-gott-und-die-kirche-eintreten/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert im Neumünster einen Gottesdienst mit katholischen Studentenverbindungen – Gedenken an die Seligsprechung von Pfarrer Georg Häfner am 15. Mai 2011</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Leid und Umbrüche sind „Geburtsschmerzen“ eines neuen Lebens. Das hat Bischof Dr. Franz Jung am Freitag, 15. Mai, beim Gottesdienst für katholische Studentenverbindungen im Würzburger Neumünster betont. Er rief die Mitglieder der Verbindungen auf, aus dem Glauben heraus in Freundschaft und gesellschaftlicher Verantwortung zu handeln, im Einstehen für eine christliche Lebensführung, in der Verteidigung der Würde des Lebens, im politischen Engagement, von dem jede Demokratie lebt, und im Mut, in aktuellen Debatten für Gott und die Kirche die Stimme zu erheben „wie viele es bereits seit Jahren tun“. Denn der erhöhte Herr rufe den Menschen zu: „In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt“, erklärte der Bischof. An dem Gottesdienst nahm auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann teil, seit 1980 Mitglied der KDStV Frankonia (Czernowitz) zu Erlangen im Cartellverband (CV). Insgesamt neun Verbindungen waren mit ihren Fahnen vertreten.</p><p>Bischof Jung nahm Jesu Abschiedsrede mit den Worten „Ihr werdet weinen und klagen“ zum Ausgangspunkt seiner Predigt. Er sprach von der Erfahrung, dass Gott fern erscheine, die Kirche an Glaubwürdigkeit verliere und die Welt religiöse Hoffnung oft ablehne. Zugleich betonte er, dass Trauer nicht das letzte Wort habe.</p><p>Die Argumente der Gottesleugner seien seit Jahrtausenden die gleichen: Krieg und Gewalt, Krankheit und Pandemien, grassierende Ungerechtigkeit und Verbrechen, Armut und Verelendung ganzer Länder und Nationen. Mit dem Bild der Geburtswehen deutete der Bischof die schmerzhaften Entwicklungen in Kirche und Welt als Durchgang zu neuem Leben und neuer Freude.</p><p>Im Blick auf die vier Prinzipien des Cartellverbandes verband der Bischof diese Hoffnung mit konkreten Erwartungen an katholische Studentenverbindungen. Unter „Religio“ forderte er einen glaubenden Blick auf Krisen, unter „Amicitia“ tragfähige Freundschaft in schwierigen Zeiten. Zu „Scientia“ sagte der Bischof, Kirche und Gesellschaft brauchten die besten Köpfe, wissenschaftliche Exzellenz, Problemlösungskraft und Mut zu neuen Wegen. Unter dem Stichwort „Patria“ rief er zu christlichem Engagement in Gesellschaft und Politik auf und verwies auf die Verantwortung von Christen als Bürger zweier Welten. In der Welt sei Bedrängnis, aber Christus habe die Welt besiegt, schreibe der Evangelist Johannes. Bischof Jung leitete daraus den Auftrag ab, sich für Gott und Kirche einzusetzen und „aufzustehen“.</p><p>Im Anschluss an den Schlusssegen gedachten der Bischof, die Konzelebranten und Mitglieder der Unitas-Hetania ihres am 15. Mai 2011 seliggesprochenen Bundesbruders Pfarrer Georg Häfner. Dieser wurde nach kritischen Äußerungen über die damaligen nationalsozialistischen Machthaber 1941 verhaftet und kurz darauf ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Dort starb er nach Misshandlungen und Quälereien am 20. August 1942 den Hungertod. „Auch er war einer, der Mut hatte und aufstand gegen Gewalt und Terror“, betonte Pfarrer i. R. Robert Borawski. Er zitierte aus einem Brief, den Häfner noch aus dem Würzburger Gefängnis an seine Eltern schrieb: „Keinem Menschen wollen wir fluchen, keinem etwas nachtragen, mit allen wollen wir gut sein.“ Das sei die Botschaft des Seligen.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2126/0492; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:&nbsp;</strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17788311127bluft0JsD21LI" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/17788311127bluft0JsD21LI</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Katholikentag 2026</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72378</guid><pubDate>Sun, 10 May 2026 15:51:37 +0200</pubDate><title>Generationenwechsel braucht Mut zur Veränderung</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/generationenwechsel-braucht-mut-zur-veraenderung/</link><description>Partnerschaften mit Tansania und Brasilien als Beispiel „lebendiger Tradition“– Bischof Dr. Franz Jung warnt vor Stillstand in Kirche und Gesellschaft – Bronzeplaketten für die Kathedralen als Zeichen der Verbundenheit</description><content:encoded><![CDATA[<p class="MsoBodyText"><strong>Würzburg </strong>(POW) Bischof Dr. Franz Jung hat einen gelingenden Generationenwechsel in Kirche und Gesellschaft als große Herausforderung bezeichnet. Übergänge zwischen alten und neuen Verantwortungsträgern seien „immer ein prekärer Moment“, sagte er am Sonntag, 10. Mai, in seiner Predigt beim Pontifikalamt anlässlich der Partnerschaft mit Mbinga und Óbidos im Würzburger Kiliansdom. Das gelte für Familienunternehmen ebenso wie für Vereine, Behörden oder Ordensgemeinschaften. An dem Gottesdienst nahmen auch Delegationen aus den Partnerbistümern Mbinga in Tansania und Óbidos in Brasilien teil, die für den 104. Deutschen Katholikentag angereist sind. Im Burkardushaus überreichte Bischof Jung im Anschluss Vertretern der beiden Partnerbistümer jeweils eine bronzene Plakette. Diese sollen in den Kathedralen von Würzburg, Mbinga und Óbidos angebracht werden und so auch ein sichtbares Zeichen der Verbindung über drei Kontinente hinweg sein. Bei einer Statio in der Krypta des Doms gedachte der Bischof auch seines am 10. Mai 2019 verstorbenen Vor-Vorgängers Dr. Paul-Werner Scheele.</p><p>Häufig scheitere ein Generationenwechsel daran, dass die bisher Verantwortlichen nicht loslassen könnten, erklärte Bischof Jung in seiner Predigt. Zugleich müssten die Nachfolgenden die Freiheit haben, „Dinge anders zu machen“, sagte er. Veränderung sei notwendig, um der ursprünglichen Mission treu zu bleiben. Mit Blick auf das Evangelium sagte Bischof Jung, auch Jesus habe seine Jünger auf die Zeit nach seinem Weggang vorbereitet. Entscheidend sei dabei der „Geist der Wahrheit“, der helfe, zwischen bloßer Anpassung an den Zeitgeist und starrem Traditionalismus zu unterscheiden.</p><p>Als Beispiel für eine gelungene Weiterentwicklung nannte der Bischof die Partnerschaften des Bistums Würzburg mit den Diözesen Mbinga in Tansania und Óbidos in Brasilien. Aus früheren missionarischen „Patenschaften“ sei eine „echte Partnerschaft auf Augenhöhe“ geworden. Heute profitierten alle Seiten von einem gegenseitigen Lernen und direktem Austausch zwischen Gemeinden, Schulen und Ordensgemeinschaften. „Das ist lebendige Tradition: die Dankbarkeit für den Ursprung und die früheren Verantwortungsträger, die Freude über die Weiterentwicklung über die Jahre, und jetzt das schöne Miteinander im Geben und Nehmen, von dem alle profitieren.“ Die Kirche müsse sich immer wieder neu positionieren, ohne ihre Grundlagen zu verraten, sagte der Bischof. Dazu gehörten auch schwierige ethische Fragen etwa zum assistierten Suizid oder zur politischen Haltung der Kirche.</p><p>Für den wegen Problemen bei den diözesanen Krankenhäusern verhinderten Bischof Bernardo Johannes Bahlmann von Óbidos grüßte der Priester Érisson Silva Santos die Gläubigen. „Möge unsere Partnerschaft in den Punkten Gemeinschaft, Missionarschaft und gegenseitige Fürsorge ein Vorbild sein für andere Diözesen.“ Den Gottesdienst gestalteten die Gäste aus Óbidos und Mbinga unter anderem mit einem brasilianischen Tanz, bei dem das Evangeliar durch den Dom zum Altar gebracht wurde, und einer Gabenprozession, bei der eine Gruppe aus Mbinga Kaffee, Avocados und Bananen nach vorne trug. Außerdem gaben beide Nationen musikalische Einlagen aus ihrer Heimat. Die beiden Lesungen im Gottesdienst und die Fürbitten wurden auf Portugiesisch und Kisuaheli vorgetragen.</p><p>Domkapitular Albin Krämer, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, wünschte beim Empfang im Burkardushaus den drei Partnerbistümern Würzburg, Mbinga und Óbidos, dass sie immer mehr von den jeweiligen Lebensbedingungen wissen, füreinander beten und sich im Glauben getragen wissen sowie aus dem Geist des Evangeliums heraus handeln, ganz nach dem Motto des 104. Deutschen Katholikentags: „Hab Mut, steh auf!“ Videos aus Óbidos und Mbinga gaben Einblicke in den Alltag der Menschen in Brasilien und Tansania.</p><p>Die Weltwärts-Freiwilligen Ryan Gustavo Souza da Silva aus Óbidos und Oliva Paulus Hyera aus Mbinga dankten für die in ihrer jeweiligen Heimat besondere Gelegenheit, in Deutschland eine neue Kultur und Sprache kennenzulernen. Maria Zepke, Referentin für den Weltfreiwilligendienst beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Würzburg, erklärte, durch den Einsatz von jungen Menschen aus Deutschland in Brasilien und Tansania und umgekehrt seien viele tiefe Freundschaften entstanden, die zum Teil schon seit Jahrzehnten Bestand hätten. Lameck Lawrence Nilongo aus Mbinga erklärte, zwischen den Partnerbistümern herrsche heute gegenseitiges Vertrauen und echter Zusammenhalt.</p><p>Nach den vielen vertrauensvollen Besuchen der Bischöfe in den drei Bistümern – beispielsweise besuchte Bischof Jung gemeinsam mit Bischof Ndimbo Óbidos – sei es jetzt an der Zeit, die Partnerschaft zwischen den drei Bistümern dauerhaft sichtbar zu machen, erklärte Bischof Jung. Er habe seit seinem Amtsantritt nicht zuletzt auch beim Weltjugendtag 2023 in Lissabon, zu dem Würzburg Gruppen aus beiden Partnerdiözesen mitnahm, erlebt, wie bereichernd und verbindend das Miteinander sich entwickele. Er übergab die Partnerschaftsplaketten an Bischof Ndimbo und Pfarrer Jorge Armado Pereira. Die Kunstwerke haben jeweils einen Durchmesser von etwa 30&nbsp;Zentimetern, sind aus Bronze und wiegen etwa acht Kilogramm. Zu sehen sind die drei beteiligten Kontinente, verbunden mit einer Linie, die einem großen Dreieck gleicht. Am Rand sind die Namen der Diözesen verzeichnet. Entworfen und hergestellt wurden die Plaketten von der Goldschmiede in Münsterschwarzach. Alexander Sitter vom Referat Weltkirche dankte dem Goldschmied Andreas Jurowski für die gute Zusammenarbeit.</p><p>Bischof Ndimbo sagte, die Bistumspartnerschaft habe die vor 37 Jahren angezielten Erwartungen mehr als erfüllt. Dafür sei er Gott und allen Menschen, die sich dafür einsetzten, sehr dankbar. Bischof Ndimbo zeigte sich sicher: „Die nächsten 37 Jahre werden nochmals besser. Dafür erbitte ich Gottes Segen.“</p><p>Susanne Warmuth und Klaus Veeh, welche die Partnerschaften mit Óbidos und Mbinga in den Anfängen begleiteten, zeigten sich zuversichtlich, dass sich die Verbindung weiter vertiefe. „Unsere Begegnungen – hoffentlich immer mit genügend Zeit für angenehme Dinge wie Tanz und Musik – sind ein gutes Gegenbeispiel für die leider allgegenwärtigen Konflikte in der Welt“, sagte Warmuth. „Wenn wir wie Jesus mit den Emmaus-Jüngern auf dem Weg miteinander gehen, dann bin ich mir sicher, dass alle Beteiligten die Begeisterung spüren, die wir in den Anfängen gespürt haben“, erklärte Veeh.</p><p>Am Nachmittag schloss sich ein Partnerschaftsfest im Würzburger Kilianeum an.</p><p class="MsoBodyText text-right"><span style="font-size:10pt"><span style="line-height:normal"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><i>mh (POW)</i></span></span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(2026/0468; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen:</u></i></b><i> Fotos abrufbar im Internet </i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Katholikentag 2026</category><category>Mbinga</category><category>Obidos</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72368</guid><pubDate>Sat, 09 May 2026 13:40:37 +0200</pubDate><title>Ein Kompass für Kirche und Gesellschaft</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/ein-kompass-fuer-kirche-und-gesellschaft/</link><description>Festakt zum 25-jährigen Bestehen des ökumenischen Fernsehmagazins „Kirche in Bayern“ – Lob für gelebte Ökumene und nahbaren Lokaljournalismus</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Seit 25 Jahren gibt es das ökumenische Fernsehmagazin „Kirche in Bayern“. Am Gründungsort Würzburg haben das Vertreter der elf Gesellschafter am Freitag, 8. Mai, mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Sepultur des Kiliansdoms und einer Podiumsdiskussion im Burkardushaus gefeiert.</p><p>„Ansprache auf Augenhöhe ist unverzichtbar. Deswegen ist das Interesse an lokalen journalistischen Inhalten ungebrochen.“ Und genau dafür stehe „Kirche in Bayern“ als unverzichtbarer Bestandteil des Angebots im Lokalfernsehen, erklärte Dr. Thorsten Schmiege, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten. „Kirche in Bayern“ betone die Gemeinsamkeiten der Beteiligten und stehe für Lokaljournalismus, der Engagement, Gemeinschaft und das Übernehmen von Verantwortung fördere. „Hier wird authentisch und nah an den Menschen berichtet.“ Dadurch würden Brücken innerhalb der Gesellschaft gebaut und dem Publikum ein Perspektivwechsel ermöglicht. „Es geht im Kern um das demokratische Wertefundament der Gesellschaft.“</p><p>Mit „Kirche in Bayern“ werde das Wirken der beiden christlichen Kirchen in seiner Vielfalt sichtbar, betonte Bischof Dr. Franz Jung. Über die Lokalsender und Bibel TV würden via Fernsehen und Internet jeden Sonntag rund 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer erreicht. „Seit Oktober 2025 auch mit Gebärdensprache – ein wichtiger Schritt für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit“, sagte der Bischof. Das ökumenische Fernsehmagazin mache außerdem sichtbar, wie das Gebot Jesu, „einander zu lieben“, im Alltag umgesetzt werden könne. In Reportagen, Nachrichten und Porträts zeige das Magazin die Vielfalt kirchlichen Engagements – von Gemeinden und Schulen bis zu Verbänden und Initiativen. Dadurch eröffne die Sendung neue Perspektiven und ermutige Menschen, eigene Handlungsspielräume zu entdecken, sagte der Bischof.</p><p>Er betonte zudem, christliches Engagement brauche nachvollziehbare Motive. „Kirche in Bayern“ zeige, aus welchen Beweggründen Menschen handelten – etwa aus der Begegnung mit konkreter Not oder durch kreative Ideen. Wer erklären könne, warum sein Engagement erfüllend sei, könne auch andere motivieren. Mit Blick auf gesellschaftliche Veränderungen sagte Bischof Jung, bleibend seien vor allem Taten der Liebe. Er wünsche der Sendung deshalb, nicht nur zu informieren, sondern Zuschauerinnen und Zuschauer dazu anzuregen, über ihre eigene Berufung nachzudenken und selbst Verantwortung zu übernehmen. Seine Glückwünsche zum Silberjubiläum des Magazins verband der Bischof mit dem Appell des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg: „Hab Mut, steh auf!“ Die Sendung solle Menschen an ihre eigene „Sendung“ und ihre Fähigkeiten erinnern.</p><p>Die evangelische Regionalbischöfin Gisela Bornowski hob im Gottesdienst die Bedeutung kirchlicher Medienarbeit hervor. Die Sendung stehe seit einem Vierteljahrhundert für gelebte Ökumene, Dialog und eine Kirche nah bei den Menschen, sagte Bornowski. Das Magazin bringe christliche Themen und Werte niedrigschwellig in die Wohnzimmer der Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Bischöfin würdigte die große Themenvielfalt der Sendung – von Klimaschutz und Nachbarschaftshilfe bis hin zu spirituellen Impulsen und sozialen Projekten. Kirchliche Medien müssten heute die Lebenswirklichkeit der Menschen aufgreifen, um relevant zu bleiben. Angesichts rückläufiger Auflagen gedruckter Medien und wachsender Bedeutung sozialer Netzwerke müssten die Kirchen in allen Medienformaten präsent sein. Zum Jubiläum wünschte Bornowski den Mitarbeitenden von „Kirche in Bayern“, weiterhin „Glaube, Hoffnung und Liebe in die Welt zu tragen“ und das Magazin als Zeichen gelebter Ökumene fortzuführen.</p><p>Das unterstrich auch Stefan Eß, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Arbeitsgemeinschaft Kirchenmagazin im bayerischen Privatfernsehen und Direktor des Sankt Michaelsbunds. „Dieses christliche Fernsehmagazin war nie nur ein Programm, es war immer auch ein Kompass.“ Zwar hätten sich die Umstände in den vergangenen 25 Jahren massiv gewandelt. Damals seien das Fernsehen linear, die Sendezeiten fest und die Strukturen linear gewesen. Heute reichten ein Bildschirm, ein Sendeplatz nicht mehr. „Und genau deswegen braucht es diese Sendung.“ Gleichgeblieben sei das Finden des Kurses durch die elf Gesellschafter mit ihren elf Perspektiven und der Anspruch, jede Woche die bestmögliche Sendung zu liefern.</p><p>Christoph Rolf, Geschäftsführer von Oberpfalz TV Amberg und wotsch.tv sowie Vorsitzender des Verbands Bayerischer Lokalrundfunk, sagte, durch das Bereitstellen aller Sendungen in der gemeinsamen Medienplattform der bayerischen Lokalsender <a href="http://wotsch.tv" target="_blank" rel="noreferrer">wotsch.tv</a> trage „Kirche in Bayern“ nun auch den geänderten Sehgewohnheiten der Zuschauerinnen und Zuschauer Rechnung. Zusätzliche Reichweite werde durch das gezielte Bewerben der Beiträge in den sozialen Medien generiert.</p><p>Bernhard Schweßinger, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Kirchenmagazin im bayerischen Privatfernsehen und Leiter der Abteilung Medien der Diözese Würzburg, dankte am Ende der Feststunde allen Mitwirkenden und Unterstützern von „Kirche in Bayern“. Sein besonderer Dank galt BLM-Präsident Schmiege. „Danke für alle Unterstützung und für die konstruktive Zusammenarbeit der Bayerischen Landeszentrale mit ‚Kirche in Bayern‘ als Spartenanbieter. Ohne die BLM wäre ‚Kirche in Bayern' nicht leistbar!“</p><h3>Stichwort: Kirche in Bayern</h3><p>Das ökumenische Fernsehmagazin „Kirche in Bayern“ ist ein bunter Querschnitt durch das Leben der beiden großen Kirchen in Bayern. Es wird seit 2001 an jedem Sonntag im Jahr auf 15 lokalen Fernsehsendern in Bayern über Kabel und Satellit sowie bundesweit auf Bibel TV ausgestrahlt. Die Sendung wird durch eine Gebärdendolmetscherin übersetzt und zudem unter der Woche wiederholt. Sie steht außerdem unter wotsch.tv zum Abruf im Internet bereit. Die Finanzierung der Arbeitsgemeinschaft Kirchenmagazin im bayerischen Privatfernsehen GbR erfolgt durch das Förderprogramm für die Programmherstellung und -verbreitung der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) und Finanzierungsanteile der Gesellschafter. Diese sind: die fünf katholischen (Erz-)Diözesen Bamberg, Eichstätt, München und Freising, Regensburg und Würzburg, die evangelische Kirche in Bayern, die Katholische Akademie in Bayern, die Don Bosco Medien GmbH München sowie die Hilfswerke „Kirche in Not“, Missio München und Renovabis. Die Geschäftsführung und die Koordinierungsstelle liegen im Medienhaus der Diözese Würzburg. Hier wird die Sendung moderiert und die zugelieferten Beiträge der beteiligten Fernsehredaktionen zur fertigen Magazinsendung zusammengefügt. Nähere Informationen im Internet unter <a href="http://www.kircheinbayern.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.kircheinbayern.de</a>.</p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><i>mh (POW)</i></font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font color="#000000">(</font><font color="#000000">2026/0465; E-Mail voraus)</font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i></font><font color="#000000"><i> Fotos abrufbar im Internet</i></font></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72253</guid><pubDate>Mon, 04 May 2026 16:34:38 +0200</pubDate><title>Weitere Liveübertragungen vom Katholikentag </title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/weitere-liveuebertragungen-vom-katholikentag/</link><description>​​​​​​​Würzburg (POW) Beim 104. Deutschen Katholikentag werden am Freitag, 15. Mai, und Samstag, 16. Mai, jeweils um 7.30 Uhr die heiligen Messen aus dem Würzburger Kiliansdom bei Bibel TV Fernsehen, auf dem lokalen Fernsehsender TV Mainfranken per Kabel, auf Bibel TV online sowie dem YouTube-Kanal des Bistums Würzburg übertragen. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Den Gottesdienst am 15. Mai zelebriert Weihbischof Paul Reder, die Messfeier am 16. Mai Bischof Dr. Franz Jung. Das Glockenkonzert an Christi Himmelfahrt, 14. Mai, wird von 11.30 bis 12.15 Uhr live auf TV Mainfranken sowie im YouTube-Kanal des Bistums ausgestrahlt.</p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(1926/0438; E-Mail voraus)</span></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Kurzmeldungen</category><category>Katholikentag 2026</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72134</guid><pubDate>Tue, 28 Apr 2026 16:11:01 +0200</pubDate><title>Große Banner am Dom werben für den Katholikentag</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/grosse-banner-am-dom-werben-fuer-den-katholikentag/</link><description>Würzburg (POW) Jetzt kann keiner mehr sagen, er wisse nicht, wie das Motto des 104. Deutschen Katholikentags vom 13. bis 17. Mai in Würzburg heißt: Seit Dienstag, 28. April, sind zwei große Banner mit „Hab Mut, steh auf!“ mit einer Fläche von insgesamt 176 Quadratmetern an den Westtürmen des Würzburger Kiliansdoms befestigt.</description><content:encoded><![CDATA[<p class="Dachzeile2">Eine Spezialfirma brachte die jeweils 20 auf 4,4 Meter großen Transparente an. Neben Statikern war auch der Denkmalschutz im Vorfeld in die Aktion involviert. Nähere Informationen zum Katholikentag im Internet unter <a href="http://katholikentag.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">katholikentag.de</a> wie unter <a href="http://katholikentag.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link">katholikentag.bistum-wuerzburg.de</a>.</p><p class="text-right"><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><i>mh (POW)</i></span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(1826/0415; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen</u></i></b><i>: Fotos abrufbar im Internet </i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Kurzmeldungen</category><category>Katholikentag 2026</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71951</guid><pubDate>Sat, 18 Apr 2026 17:35:32 +0200</pubDate><title>Ein „europaweit einmaliges Klangerlebnis“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/ein-europaweit-einmaliges-klangerlebnis/</link><description>Über 400 Menschen verfolgen Glockenkonzert des Würzburger Domgeläuts auf dem Kiiansplatz ­‒ Wiederholung während des Katholikentags an Christi Himmelfahrt</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) So haben bislang noch wenige die Glocken des Würzburger Kiliansdoms gehört: Bei einem Glockenkonzert am Samstagvormittag, 18. April, ist das 20 Glocken umfassende Geläut der Bischofskirche in seiner Vielfalt und Klangfülle zum Klingen gebracht worden. Über 400 Menschen hatten sich auf dem Kiliansplatz versammelt, um der besonderen Darbietung zu lauschen. Glockenbegeisterte aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, um Tonaufnahmen zu machen, viele andere schnitten das Konzert mit ihrem Handy mit. Domdekan Dr. Jürgen Vorndran gab bei seiner Moderation zwischen den einzelnen Läutemotiven Erläuterungen zur Geschichte der Glocken und zu der jeweils geläuteten Klanggruppierung. Unterstützt wurde er bei der Durchführung von Dr. Dietmar Kretz und Maximilian Sitzmann von der Domschule sowie Dommesner Thomas Schumann.</p><p>###GALERIE###</p><p>So erfuhren die Menschen auf dem Kiliansplatz unter anderem, dass elf der insgesamt 20 Würzburger Glocken aus der Gießerwerkstatt von Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg stammen und am 18.&nbsp;Mai 1966 geweiht wurden. Zusammen mit der mittelalterlichen Lobdeburgglocke bildeten sie das erste große Nachkriegsgeläut im Bistum Würzburg. Dank der Ergänzung durch acht weitere Zimbelglocken im Jahr 2008 ist es möglich, beim Läuten ein ungewöhnlich vielfältiges Spektrum an Motiven in Moll und Dur erklingen zu lassen.</p><p>Die geläuteten Motive reichten vom Trauergeläut über den „Oktavsprung“, bei dem die vier Glocken drei ganze Oktaven einschließen, indem sie den gleichen Ton in vier unterschiedlichen Höhen produzieren, bis hin zum prägnanten „Westminster“-Schlag, den viele vom Londoner Elisabeth-Tower mit seiner berühmtesten Glocke „Big Ben“ her kennen. Den Schlusspunkt nach gut 45 Minuten setzten die elf Schillingglocken.</p><p>Rund 40 Stunden hatte der kommissarische Glockensachverständige Ben Schröder nach eigenen Angaben im Vorfeld mit Planungssitzungen, Motivzusammenstellung und technischen Vorbereitungen zugebracht, zusammen mit der Firma Perner aus Passau, die die Würzburger Domglocken wartet. Beim Konzert steuerte er von einem Laptop aus via Netzwerkkabel die Läutemotoren an.</p><p>Das Publikum auf dem Kiliansplatz spendete zum Abschluss langanhaltenden Applaus. „Es ist beeindruckend zu sehen, dass so viele Menschen gekommen sind. Das macht deutlich, dass die Glocken ein hohes Kulturgut sind, das mit seiner einzigartigen Klangqualität begeistert. Einige Glockenfans sind ja eigens für das Konzert aus Nürnberg, dem Allgäu oder dem Ruhrgebiet angereist“, sagte Domdekan Vorndran. Aber auch für Einheimische wie Margarethe Schieber aus Eibelstadt war das Glockenkonzert ein herausragendes Erlebnis. „Ich habe lang in Würzburg gelebt, aber den großartigen Klang der Domglocken und die musikalische Vielfalt, die sich mit ihnen erzeugen lässt, habe ich heute zum ersten Mal wahrgenommen. Danke dafür!“</p><p>Deutlich weiter angereist war Andreas Boose. Der Glockenfan aus Gelsenkirchen fachsimpelte nach dem Konzert ein wenig mit Schröder. „Die Salvatorglocke war mir persönlich noch ein wenig zu leise, aber deutlich besser zu hören als früher.“ Wie Schröder erläuterte, sei zusammen mit der Glockengießerei Perner der Anschlagwinkel des Klöppels von 37 auf 40 Grad umgestellt worden. Mehr aber gehe nicht, ohne die Glocke zu schädigen. Dann gerät der Kfz-Mechaniker Boose ins Schwärmen. In seiner Freizeit reise er regelmäßig quer durch Europa, um sich Glocken anzuhören. „Einen derartig harmonischen und erhabenen Klang wie in Würzburg findet man aber europaweit nirgends.“</p><p>Wer das Glockenkonzert versäumt hat: Eine Wiederholung findet während des 104. Deutschen Katholikentags an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, von 11.30 bis 12.15 Uhr in Zusammenarbeit mit der Fernsehredaktion des Bistums statt.&nbsp;Der Eintritt ist frei. Dieses Konzert wird auch von TV Mainfranken im Kabelkanal und auf dem YouTube-Kanal des Bistums Würzburg live übertragen.</p><p class="western"></p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:10pt"><span style="font-variant:normal"><font color="#333333"><i><span style="font-weight:normal">mh (POW)</span></i></font></span></span></font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:10pt">(1726/0372; E-Mail voraus)</span></font></span></p><p class="western"><span style="font-variant:normal"><span style="font-style:normal"><span style="font-weight:normal"><span style="line-height:100%"><font color="#333333"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:10pt"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen</b></u></i><i>: Fotos abrufbar im Internet</i></span></font></font></span></span></span></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Katholikentag 2026</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>! überregional interessant (wird auf bistum-wuerzburg.de ausgespielt)</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71670</guid><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 12:15:00 +0200</pubDate><title>Von der Trauer zur Freude</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/von-der-trauer-zur-freude/</link><description>Bischof Jung an Ostern: Davon erzählen, wie Gott die Tränen der Trauer abgewischt hat – Feier der Osternacht: Gott bleibt selbst im Tod gegenwärtig und überwindet diesen</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><span style="line-height:100%"><b>Würzburg</b> (POW) Bischof Dr. Franz Jung hat an Ostern die Hoffnung auf Auferstehung und neues Leben trotz Leid und Verlust betont. In seinen Predigten zur Osternacht und zum Ostersonntag im Würzburger Kiliansdom stellte er die österliche Botschaft in den Zusammenhang existenzieller Erfahrungen von Abschied und Trauer. „Mit Maria von Magdala trägt uns der auferstandene Herr auf, unseren Schwestern und Brüdern von unseren Auferstehungserfahrungen zu berichten. Davon zu erzählen, wie er uns die Tränen der Trauer abgewischt hat, so dass die Tränen der Freude fließen konnten und können.“</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Im Mittelpunkt der Predigt am Ostersonntag stand Maria von Magdala. Ihr Weinen am leeren Grab stehe exemplarisch für die Trauer vieler Menschen, erklärte der Bischof. Diese umfasse den Schmerz über den Verlust eines nahestehenden Menschen, aber auch die Erfahrung der eigenen Endlichkeit. Zugleich bezeichnete Bischof Jung die Fähigkeit zu weinen als Ausdruck eines offenen und mitfühlenden Herzens. In der geistlichen Tradition werde dies als „Gabe der Tränen“ verstanden.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Trauer dürfe nicht verdrängt oder übersprungen werden, sagte der Bischof. Sie brauche Zeit und Raum. Erst wenn Menschen ihre Trauer wirklich durchlebten, könne sich Wandlung vollziehen. Das zeige sich im Osterevangelium, als Maria von Magdala den auferstandenen Christus zunächst nicht erkenne und erst im persönlichen Angesprochenwerden zum Glauben finde. Aus den Tränen der Trauer würden so Tränen der Freude.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">In der Osternacht deutete der Bischof die Lesung von Abraham und Isaak als Beispiel für Erfahrungen, in denen Menschen das Liebste loslassen müssen. Solche Situationen seien oft von Überforderung und Sprachlosigkeit geprägt. Der biblische Text verweise jedoch auf das Vertrauen, dass Gott auch aus ausweglosen Situationen neues Leben schenken könne. Die Auferstehung Jesu sei deshalb keine Verdrängung von Leid, sondern eröffne einen neuen Blick auf das Leben, erklärte der Bischof. Sie begründe die Hoffnung, dass Gott selbst im Tod gegenwärtig bleibe und diesen überwinde. Christinnen und Christen seien aufgerufen, von dieser Hoffnung Zeugnis zu geben.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Die Feier der Osternacht begann am Feuer im Domkreuzgang. Nach der Segnung des Osterfeuers entzündete Bischof Jung die große Osterkerze an den Flammen mit den Worten<font color="#000000">: „</font><font color="#000000">Mitten in der Nacht leuchtet ein Licht auf, weil Christus im Sterben den Tod besiegt hat</font><font color="#000000">.“ Danach wurde das Osterlicht in Begleitung von Mitgliedern des Domkapitels in den dunklen Kiliansdom getragen und an die Gläubigen weitergereicht. Während der Lichtfeier sang </font><font color="#000000">Diakon Ordinariatsrat Dr. Martin Faatz </font><font color="#000000">das österliche Exsultet, den Lobgesang auf die Osterkerze. Lektoren trugen Lesungen aus dem Alten Testament vor. Beim Gloria läuteten die Glocken des Domes nach den stillen Tagen seit Gründonnerstag </font>wieder. Lesung und Evangelium des Neuen Testaments berichteten von der Auferstehung Jesu. Der Lichtfeier schlossen sich die allgemeine Tauferneuerung und die Eucharistiefeier an. Die Mädchenkantorei am Würzburger Dom unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth und Domorganist Professor Stefan Schmidt gestalteten die Feier mit „Antwortgesängen zur Osternacht“ von Alexander Rüth und Otmar Faulstich, „O filii et filiae“ aus dem Oratorium „Christus“ von Franz Liszt, „Surrexit pastor bonus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und „Messe pour deux voix égales“ von Cécile Chaminade.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Das Pontifikalamt am Ostersonntag begleiteten der Würzburger Domchor und die Camerata Würzburg unter der Leitung von Domkapellmeister Rüth sowie Domorganist Schmidt mit der „Messe in d-Moll WAB 26“ von Anton Bruckner. Solisten waren Sophie Gordeladze (Sopran), Barbara Giouseljannis (Alt), Oliver Kringel (Tenor) und Simon Tischler (Bass).&nbsp;</span></p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(1526/0339; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet </i></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Kar- und Ostertage</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71622</guid><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 11:00:00 +0200</pubDate><title>„Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen“</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/er-wird-alle-traenen-von-ihren-augen-abwischen/</link><description>Predigt von Bischof Dr. Franz Jung am Ostersonntag, 5. April 2026, im Würzburger Kiliansdom
</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Tränen sollen in diesem Jahr mein Leitfaden sein für die Betrachtung von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu.<br /><br /><strong>OSTERSONNTAG: DIE TRÄNEN DER MARIA VON MAGDALA<br />Maria von Magdala und die Tränen der Trauer</strong></p><p>Eine berührende Szene zeigt uns das Osterevangelium: Alle anderen Jünger sind weg, nur Maria von Magdala bleibt allein am Grab zurück und weint. Sie wird zum Inbegriff für die Einsamkeit der Trauernden aller Zeiten. Die Tränen der Trauer verweisen auf eine dreifache Traurigkeit: die Traurigkeit über den Verlust eines lieben Menschen; die Traurigkeit im Sinne von Selbstmitleid, dass mir das passieren muss; und die Traurigkeit darüber, dass der Tod überhaupt immer wieder in das Leben einbricht und uns die Endlichkeit unseres Lebens so schmerzlich vor Augen führt.</p><p><strong>Immerhin: Maria kann wenigsten weinen – das ist ein Geschenk</strong></p><p>Immerhin: Maria kann wenigstens weinen. Wir wissen aus Erfahrung, dass es gar nicht so einfach ist, weinen zu können. Wann habe ich das letzte Mal überhaupt geweint? Papst Franziskus fragte die Priester regelmäßig: Könnt ihr weinen? Weint ihr mit den Menschen? Oder lasst ihr das alles nur an euch abprallen in der professionellen Distanz…? Weinenkönnen zeigt, dass man etwas an sich ganz tief heranlässt. Oft dauert es geraume Zeit, bis die Tränen kommen. Gerade Menschen, die unerwartet von einem Schicksalsschlag getroffen wurden, können anfänglich nichts empfinden, der Schock sitzt noch zu tief, das Herz ist wie versteinert, auch ein Selbstschutz im Moment der Überforderung.</p><p><strong>Die Gabe der Tränen (donum lacrymarum)</strong></p><p>Die geistliche Tradition spricht von der „Gabe der Tränen“. Die Gabe der Tränen zeichnet das empfindsame Herz aus, das fühlt, mitfühlen und sich einfühlen kann, das sich verletzlich macht und seine eigene Verletzlichkeit zeigt. Es gab in der Alten Liturgie sogar ein eigenes Messformular, in dem eigens um die „Gabe der Tränen“ gebetet wurde. Es macht deutlich, dass Weinenkönnen nicht selbstverständlich ist, sondern ein Geschenk des Heiligen Geistes ist. Der Geist, von dem die Pfingstsequenz sagt: „Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt“, er löst das verhärtete Herz, macht es empfänglich und empfindsam.</p><p><strong>„Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben“</strong></p><p>„Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben.“ Wie alle Trauernden will Maria den Verstorbenen zurückhaben. Ihr Herr wurde weggenommen und sie sucht ihn. Auch als Jesus sie fragt, warum sie denn weine, bittet sie ihn, ihr den Leichnam zu geben, um einen Ort für ihre Trauer zu haben. Das ist ein wichtiger Zug in unserer Ostererzählung. Denn die Trauer braucht einen Ort und sie braucht Zeit, um wirklich Abschied nehmen zu können. Neues kann erst da werden, wo man Altes im wahrsten Sinne des Wortes begraben und verabschiedet hat.<br />Diese Trauer kann man nicht beschleunigen, man muss sie leben. Die einen wollen die Trauer überspringen, die anderen versuchen, sie zu verdrängen, wieder andere wollen sich ablenken. Immer ist es der Versuch, sich dieser bedrängenden Wirklichkeit nicht zu stellen und dem tiefen Einschnitt, den der Tod in unserem Leben bedeutet, auszuweichen.</p><p><strong>Alfred Delp und das Durchleben bis zum Brunnenpunkt</strong></p><p>In seiner eigenen Trauer im Gefängnis, wenige Wochen vor seiner Hinrichtung, schrieb Alfred Delp am 17. November 1944: „Das Eine ist mir so klar und spürbar wie selten: Die Welt ist Gottes so voll. Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen, wir aber sind oft blind. Wir bleiben in den schönen und den bösen Stunden hängen und erleben sie nicht durch bis an den Brunnenpunkt, an dem sie aus Gott herausströmen. Das gilt … für alles Schöne und auch für das Elend. In allem will Gott Begegnung feiern und fragt und will die anbetende, hingebende Antwort.“<br />Monatelang hatte er gerungen mit seinem Schicksal, mit der drohenden Todesstrafe, hatte er nach Auswegen gesucht, bis ihm aufging: Gott ist auch in diesem meinem persönlichen Trauerprozess gegenwärtig, er ist nicht weg, sondern da. Man muss die Trauer durchleben, bis man zu diesem Brunnenpunkt gelangt, wie Alfred Delp es nennt, der Brunnenpunkt, an dem die Dinge aus Gott kommen. Erst dann kann sich im Menschen etwas lösen, erst dann kann etwas neu werden im Leben.</p><p><strong>Am Brunnenpunkt werden aus Tränen der Trauer Tränen der Freude</strong></p><p>„Brunnenpunkt“ ist dabei ein schöner Begriff, denn er macht deutlich, dass aus der Tiefe wieder die Wasser fließen. Aus den Tränen der Trauer werden am tiefsten Punkt, am „Brunnenpunkt“, Tränen der Freude. Das ist dann das „lebendige Wasser“, das im Inneren des Menschen zur Quelle wird, die in das ewige Leben fließt, wie es Jesus der Samariterin am Jakobsbrunnen verheißen hatte (Johannes 4,14).</p><p><strong>Die Anrede mit dem eigenen Namen als Brunnenpunkt</strong></p><p>Im Osterevangelium ist dieser Brunnenpunkt ganz klar markiert: Es ist der Moment, in dem Jesus „Maria“ sagt und Maria sich umwendet, um noch einmal genau hinzusehen, und dann in dem vermeintlichen Gärtner Jesus erkennt. Da lichtet sich der Schleier der Tränen, der ihren Blick verhüllte. Und sie sieht wieder klar – die Tränen der Freude treten an die Stelle der Tränen der Trauer.<br />Das Leben wird wieder hell, denn mit dem auferstandenen Herrn kann sie sich ins Leben zurücktasten. Sie kreist nicht mehr um sich und ihre Trauer, sondern hat Christus als lebendige Mitte ihres Lebens zurückgewonnen.</p><p><strong>Nicht festhalten, sondern Zeugnis geben</strong></p><p><em>„Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“ </em>So sagt der Auferstandene. Maria will den auferstandenen Herrn festhalten – das ist nur zu verständlich. Aber man kann das neue Leben weder machen noch festhalten. Ostern ist eine Gnade und ein Geschenk. Aber was man kann, das wird Maria aufgetragen: Man kann anderen Zeugnis geben von dem eigenen Weg der Trauer, der einen aus dem Land des Todes in das Land des Lebens zurückgeführt hat, weil Jesus uns dorthin vorausgeht.<br />Und genau darum geht es an Ostern. Mit Maria trägt uns der auferstandene Herr auf, unseren Schwestern und Brüdern von unseren Auferstehungserfahrungen zu berichten. Davon zu erzählen, wie er uns die Tränen der Trauer abgewischt hat, so dass die Tränen der Freude fließen konnten und können. Das wünsche ich mir und uns allen an diesem Osterfest. Denn am Ende steht die Verheißung des letzten Buches der Bibel, der Offenbarung des Johannes, in dem es heißt:</p><p><em>„Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“</em><br />In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen gesegnete und trostreiche Ostertage. Denn der Herr, der Maria von Magdalas Tränen gewandelt hat, wird auch unsere Tränen abwischen.&nbsp;<br />Amen. Halleluja!</p>

]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kar- und Ostertage</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71640</guid><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 17:39:25 +0200</pubDate><title>Zwischen Reue und Mitgefühl</title><link>https://www.dom-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail-na/ansicht/zwischen-reue-und-mitgefuehl/</link><description>Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu im Würzburger Kiliansdom gefeiert – Bischof Dr. Franz Jung hebt Bedeutung echter Umkehr hervor</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Karfreitag, 3. April, im Würzburger Kiliansdom die Bedeutung von Reue, Mitgefühl und echter Umkehr hervorgehoben. In seiner Predigt stellte er die Betrachtung der Passion Jesu unter das Leitmotiv der Tränen. Im ganzen Bistum Würzburg gedachten die Gläubigen des Leidens und Sterbens Jesu Christi. Die traditionelle Karfreitagsprozession in Lohr am Main zog mehrere tausend Menschen an. Der Karfreitag zählt mit dem Gründonnerstag und dem Karsamstag zu den gesetzlich geschützten „stillen Tagen“, für die Katholiken ist er gebotener Fasten- und Abstinenztag. Die über 3000 Glocken im Bistum Würzburg sind seit Gründonnerstagabend verstummt und werden erst in der Nacht zum Ostersonntag wieder erklingen.</p><p>Bei den sogenannten Großen Fürbitten des Karfreitags beteten die Gläubigen für die Kirche, den Papst, alle Stände der Kirche, die Taufbewerber, die Einheit der Christen, die Juden, für alle Menschen, die nicht an Christus glauben, für alle Menschen, die nicht an Gott glauben, für die Regierenden und für alle notleidenden Menschen. Bei der Kreuzverehrung wurde das Kreuz enthüllt, den Gläubigen gezeigt und in stillem Gebet verehrt. Die Würzburger Domsingknaben unter der Leitung von Domkantor Julian Beutmiller sangen die „Johannespassion“ von Alois Maria Müller, „Vexilla regiss“ von Anton Bruckner, „Eli, Eli!“ von Georgius Bardos, „Popule meus“ von Tomás Luis de Victoria und „O crux ave“ von Rihards Dubra.</p><p>Am Beispiel des Apostels Petrus ging der Bischof in seiner Predigt auf die Bedeutung echter Reue ein. Dessen bitteres Weinen nach der Verleugnung Jesu zeige, wie ein Mensch seine Schuld erkenne und innerlich umkehre. Solche Reue entspringe nicht der Angst vor Strafe, sondern dem Bewusstsein, hinter der Liebe Gottes zurückgeblieben zu sein. In der Tradition der Kirche werde in diesem Zusammenhang auch von einer „Tränentaufe“ gesprochen, die den Menschen erneuere.</p><p>Kritisch setzte sich Bischof Jung mit den Tränen der Frauen auseinander, die Jesus auf seinem Kreuzweg beweinten. Ihr Klagen bleibe äußerlich und führe nicht zur Umkehr. Der Bischof zog Parallelen zur Gegenwart, in der Menschen täglich mit Bildern von Leid konfrontiert seien, ohne dass daraus Konsequenzen entstünden. Solche Formen des Mitleids bezeichnete er als wirkungslos. Als Gegenbild stellte Bischof Jung die Tränen Marias unter dem Kreuz heraus. In ihrem Schmerz zeige sich echtes Mitleiden. Maria stehe exemplarisch für alle Menschen, die Leid unmittelbar erfahren, insbesondere für Mütter, die um ihre Kinder trauern – „in der Ukraine, im Sudan, in Gaza, im Iran“. Der Karfreitag mache deutlich, dass es nicht bei äußerer Betroffenheit bleiben dürfe, sagte der Bischof. Entscheidend sei ein mitleidendes Herz, das zur Umkehr und zu einem veränderten Leben führe.</p><p>Am Abend zuvor hatte Bischof Jung die „Drei österlichen Tage vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und der Auferstehung des Herrn“ mit der Feier vom Letzten Abendmahl im Kiliansdom eröffnet (<em><a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/chance-zur-umkehr/" target="_blank" class="external-link">siehe eigener Bericht</a></em>).</p><p>Die Osternacht ist der Höhepunkt der Feier der drei österlichen Tage und des gesamten Kirchenjahrs. Bischof Jung feiert sie am Samstag, 4. April, um 21.30 Uhr im Kiliansdom. Die Mädchenkantorei am Würzburger Dom unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth und Domorganist Professor Stefan Schmidt gestalten die Feier mit „Antwortgesänge zur Osternacht“ von Alexander Rüth und Otmar Faulstich, „O filii et filiae“ aus dem Oratorium „Christus“ von Franz Liszt, „Surrexit pastor bonus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und „Messe pour deux voix égales“ von Cécile Chaminade.</p><p>Bischof Jung feiert das Pontifikalamt am Ostersonntag, 5. April, um 10 Uhr im Kiliansdom. Es wird begleitet vom Würzburger Domchor und der Camerata Würzburg unter der Leitung von Domkapellmeister Rüth sowie Domorganist Schmidt mit „Messe in d-Moll WAB 26“ von Anton Bruckner. Solisten sind Sophie Gordeladze (Sopran), Barbara Giouseljannis (Alt), Oliver Kringel (Tenor) und Simon Tischler (Bass). Zur Pontifikalvesper um 17 Uhr mit Bischof Jung singt die Schola Cantorum unter der Leitung von Domkantor Julian Beutmiller. Der Gottesdienst am Ostermontag, 6. April, um 10 Uhr im Kiliansdom wird begleitet von der Choralschola unter der Leitung von Domkantor Beutmiller sowie Domorganist Schmidt mit der Choralmesse „Lux et origo“ und einem Choralproprium. Zelebrant ist Domdekan Dr. Jürgen Vorndran.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(1526/0338; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen</strong>: Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Kar- und Ostertage</category></item></channel></rss>