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Eine Kerze als Zeichen der Erinnerung

Gedenkgottesdienst im Kiliansdom erinnert an die Opfer der Corona-Pandemie – Bischof Jung dankt den vielen Menschen, die sich für andere engagieren

Würzburg (POW) Einen Gedenkgottesdienst für die Opfer der Corona-Pandemie hat Bischof Dr. Franz Jung am Samstag, 27. Februar, im Würzburger Kiliansdom gefeiert. Als Symbol der Erinnerung wurde für die Corona-Opfer eine Kerze entzündet. Bundesweit fanden an diesem Tag in verschiedenen (Erz-)Bistümern ähnliche Gottesdienste statt. Die Pandemie sei in Deutschland ein „Großschadensereignis“ mit mehr als 70.000 Verstorbenen, sagte Bischof Jung. „Und trotzdem bleibt das Leid der Betroffenen oftmals unsichtbar. Es ist kaum möglich, die Kranken in den Krankenhäusern zu besuchen. Abschied zu nehmen auf den Friedhöfen ist schwer angesichts der Restriktionen.“ Daher sei es schön, ein gemeinsames Gedenken zu halten, um den Menschen hierfür einen Ort zu geben. Die Eucharistie sei die Feier, in der die Kirche der Verstorbenen gedenkt, „weil sie in Christus leben“. Der Gottesdienst wurde unter livestreams.bistum-wuerzburg.de im Internet übertragen.

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In seiner Predigt erinnerte Bischof Jung an Jesu längste und einsamste Nacht am Ölberg. In dieser Nacht ringe Jesus mit seinem Vater – um sein eigenes Leben und um die Zukunft der ganzen Welt. Solche Ölbergnächte voller Einsamkeit kennen nach den Worten des Bischofs viele Menschen: Die Kranken auf den Intensivstationen, die Angehörigen zuhause, die ihre Hilflosigkeit spüren, weil sie die Lieben nicht besuchen können, die Ärzte und Pflegekräfte, die um das Leben der Kranken ringen, und die Menschen, die aufgrund der Restriktionen alleine Abschied nehmen müssen von geliebten Angehörigen. „Wir kennen die Menschen, die ringen, jetzt in diesen Tagen, Wochen und Monaten, an der Grenze ihrer Belastbarkeit, die besorgt sind über ihr weiteres Leben, das bedroht ist durch Arbeitslosigkeit.“

Maria in Nazareth bei der Verkündigung und Jesus am Ölberg stellten sich jeweils der Frage, ob sie bereit sind, den Willen Gottes zu tun. Jesus trage bewusst das Leiden, um es in neues Leben und Liebe zu verwandeln. „Wenn der Engel erscheint, wissen wir, dass Gott im Spiel ist. Und wenn Gott im Spiel ist, wissen wir: Es geht ums Ganze eines Lebens und um das ganze Heil der Welt.“

Viele Menschen sagten derzeit Ja zum Anruf Gottes, sagte der Bischof. Neben dem medizinischen Personal seien das auch all die Menschen, die für den Erhalt der öffentlichen Ordnung Verantwortung tragen und die lebensnotwendigen Funktionen am Leben erhalten. Seelsorgepersonal und Hilfsdienste unterstützen in vielfältiger und kreativer Weise die Menschen. Sie setzten gegen die scheinbar übermächtige Macht des Todes das Wort des Lebens. „Danke für all diese Einsatzbereitschaft.“ Dieser Dank gehe oftmals unter und so bleibe unbeachtet, was in der Pandemie auch an vielen Stellen an Gutem geschehe.

Der Blick gelte auch allen Hinterbliebenen, die auf „fast gespenstische Weise“ einen Angehörigen verloren haben, den sie womöglich beim Sterben nicht begleiten konnten, und vielleicht aufgrund der Corona-Beschränkungen auch nicht an der Beisetzung teilnehmen konnten. „All diese Menschen wollen wir heute in besonderer Weise in unser Gebet einschließen.“ In der Eucharistiefeier werde die Wandlung vom Tod zum Leben begangen, und Christus verbinde die Menschen miteinander.

„Bis ans Ende der Welt wird die Agonie Jesu dauern und man darf bis ans Ende nicht schlafen“, zitierte der Bischof Blaise Pascal. Christus, der am Ölberg gebetet hat, bete stellvertretend für alle, die keine Kraft zum Beten haben. „Wir wollen am Altar der Verstorbenen gedenken, die durch ihn, mit ihm und in ihm leben, der uns durch die Nacht des Todes ins Licht des Lebens vorausgegangen ist“, betonte Bischof Jung.

Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) hatte dazu aufgerufen, an jedem Tag der Fastenzeit in einem europäischen Land an die Opfer der Corona-Pandemie zu erinnern. Den Anfang machte am 17. Februar Albanien, Deutschland folgte der Initiative am 27. Februar.

mh (POW)

(0921/0221; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

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